Ich meine, die meisten Leute haben nie verstanden das es sich bei den beiden Werten XX W XX lediglich um eine Temperaturangabe handelt.
Die hat nichts mit Ölqualität zu tun. Und die Angabe ist völlig unabhängig zu Baujahren oder Motorentypen.
Für diese Viskosität bedeuten niedrigere Zahlen (0W, 5W) schnelleres Durchölen beim Kaltstart, während höhere Sommerzahlen (40, 50) stabileren Schutz bei extremer Hitze bieten.
Aber die Null steht für Minus 35° und selbst W20 reicht noch für Minus 10°.
Na gut, die Planeten Durchschnittstemperatur soll um 1° gestiegen sein, aber trotzdem bewegen wir uns meist unterhalb von 25°-30°.
Da überhitzt kein Motor wenn er normal betrieben wird und es braucht keine W50 um durch unseren Sommer zu kommen.
Der Verdacht, das dünneres Öl durch die Dichtungen gedrückt wird ist eigentlich bei modernen Motoren auch unbegründet. Das machen Markendichtungen mit.
Kork und Papier hat die Rod nicht drin.
Thema Synthetische Öle. Die behalten ihre Viskosität auch bei unterschiedlichen Temperaturen weitgehend stabil und bieten eine höhere Oxidationsbeständigkeit.
Mineralöle sind zwar günstiger, zeigen aber stärkere Viskositätsschwankungen bei Temperaturschwankungen.
Und ansonsten doch einfach an die Herstellervorgaben halten.
Das viel wichtigere und eigentlich entscheidende Merkmal ist dann meist kleingedruckt und unverständlich und bei Ölflaschen auf der Rückseite.
SAE (USA) oder Iso (Europa) sind übliche Bezeichnungen. Ansonsten macht da jeder Motorenbauer sein eigenes Ding.
Nehmt die neusten Werte und gut is.
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Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Plastik-Motorräder