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Telegabeln überhohlen
Hallo,
habe gestern die Telegabeln der 883er Sportster (xl/2) gerichtet. Zu erst hab ich die beiden Federbeine ausgebaut, sprich Rad raus usw. Danach die klemmen gelöst, in die untere vorsichtig seitlich einen mittleren Schlitzschraubendreher eingeklopft um die Schelle etwas zu weiten (wirklich sehr vorsichtig sein !). An der seite haben die Federbeine eine kleine Kreuzschraube mit Cu-Ring, diese lösen danach das ganze vertikal in eine mittel große Schüssel stellen (0.5L reicht) und das Federbein mit dem Körpergewicht einige Male eindrücken, am Anfang kanns ein wenig dauern aber letztendlich drücks den Modder und das Öl durch, achtung da kommt nen netter "Bogen" raus, mei Schüssel war etwas zu kurz ;-) Wenn dann nur noch Luft kommt ist er schon fast leer. Das Federbein dann am besten an den Befestigungen vom Fender einspannen, NIE am Rohr selbst !!! Die Gabelkappen sollten evtl. vorher noch gelockert werden so lange sie noch in den Gabelbrücken eingespannt sind und sich nicht drehen können. Diese dann vorsichtig herausdrehen, achtung die Feder drückt ein paar cm mit raus, evtl. dicken Handschuh nehmen ! So kann man die lange Feder schon mal rausziehn. Jetzt wirds ein bisschen interesanter: von der Unterseite, also da wo die Achse durch geht, ist das innere Tauchrohr befestigt, das muss mit einem Inbus gelockert werden, das Problem dabei ist, dass sich das innere Rohr mitdreht. Daher das äußere Tauchrohr mit einer Hand nach außen ziehen um das innere etwas zu klemmen. Evtl. könnte hier auch ein Schlagschrauber verwendet werden zwecks Trägheit... Ist das so weit geschafft kann man den Staubring entfernen, darunter kommt dann ein Drahtring zum Vorschein, diesen mit einem kleinen Schlitzschraubendreher heraushebeln, geht gut ist nicht sehr stark. Nu wirds wieder etwas interessant: Ich würde erst das Federbein nu erst einmal umdrehen und das innere Tauchrohr heraus fallen lassen, es kommt auch eine dicke kurze Feder geflogen, Auffangen kommt ganz gut ;-) Nu das große Tauchrohr ganz einschieben und mit Schwung bis Anschlag nach außen schlagen, dies ein paar Mal machen, es sollte erkennbar sein, dass sich der Simmerring Stück für Stück herausdrückt, aufpassen am Schluss, es kommt meist noch etwas Öl mit raus, ebenso die obere Gleitschale (ein Kupferfarbener Ring/Reifen).


Danach könnt ihr alles aussiffen lassen, putzen etc. Oben auf dem 3.Bild ist die Nr.10 diese Aluhülse zu erkennen, ich habe sie mit etwas Fett "angeklebt", so gings beim Zusammenbau leichter. Vorm Öl einfüllen natürlich die kleine Ablassschraube wieder anziehn ! Danach wieder alles anbauen, die Gabelkappen könnt ihr anziehn wenn die Beine wieder in den Klemmen fest sind.
Bei mir war leider viel Wasser drin, wohl auch weil der Staubring länger kaputt war, der Dichtring auch nicht mehr so "frisch" war und sich das Regenwasser oben in der Vertiefung gesammelt hat. Zum Glück ist innen nichts rostig. Federt wieder wie eine 1 ^^ Gabelöl ist 20W etwa 350ml pro Rohr.
mfg, Andi
Mein Tipp zum einsetzen der Simmerringe: Abwasserrohr und damit vorsichtig rein schlagen. So ist der Druck perfekt verteilt und es verkantet nicht. Passt perfekt über das Tauchrohr 
Ansonsten sehr gut beschrieben 
Moin,
es sind etwas weniger „Verrenkungen“ notwendig, wenn die Schraube vom inneren Tauchrohr gelöst wird, solange die Gabelbeine noch fest in den Klemmungen stecken.
vor dem Lösen der Standrohrverschlussschrauben ist es ratsam, die Klemmung der oberen Gabelbrücke zu lösen. Damit wird der Widerstand im Gewinde beim Lösen der Standrohrverschlussschraube geringer, was zudem den Sechskant eben dieser Schraube schont. Weiterhin schonend ist ein Schlüssel aus faserverstärktem Verbundmaterial, die es für solche Anwendungen gibt.
20er Öl ist ohne Nennung der Marke keine große Hilfe, da es durch das „W“ keine Normung erhält. Da kocht jeder Anbieter/Hersteller leider sein eigenes Süppchen.
Ausschlaggebend für eine Vergleichbarkeit ist nur die Angabe der Fließfähigkeit in Centistokes. Diese gibt (ebenfalls leider) nicht jeder Hersteller an.
Bei/An/In meinen Harleygabeln habe ich immer gute ErFahrungen mit den Gabelölen von Wilbers gemacht, und zwar mit den Viskositäten 7,5 & 10. Wobei die geringere Viskosität meinen favorisierten Komfortanspruch bedient hat.
Zudem haben die Wilbers Öle das meist stuckerige Arbeitsverhalten der einfachen HD Telegabeln erfolgreich eliminiert.
BlackStar
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alles Werbung
da es durch das „W“ keine Normung erhält hab ich mal ne Liste mit den cST gebastelt.... ich hoffe es hilft
Hallo
Die Beschreibung ist super.
Ich habe nach dieser Beschreibung heute meine Gabelsimmerringe gewechselt.
Da konnte man gar nichts verkehrt machen.
Klasse