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Welle Riemenscheibe Getriebe
Hallo zusammen,
ich habe mir eine vorverlegte Fußrastenanlage verabaut, dabei habe ich natürlich die alten Fußrasten abgeschraubt. Dazu musste der Motordeckel vor der Getrieberiemenscheibe abgenommen werden.
Was ich dann sah hat mich verwundert, die Welle steht einiges (ca. 20 mm) aus der Riemenscheibe heraus, man sieht deutlich das Lager innerhalb der Welle.
Bj. 1994/95
Nun meine Fragen:
Ich vermute das sich die Welle verschoben hat, wie bekomme ich sie wieder in die ursprüngliche Lage zurück?
Gibt es dazu eine Anleitung/Explosionszeichnung?
Vielleicht hat jemand eine Idee für mich,
viele Grüße
Moinsen,
Sachen gibt´s...... 😲
Für MICH sieht es nicht danach aus, dass sich die Getriebeausgangswelle verschoben hätte (geht auch gar nicht)...
Was da herausschaut ist das Nadellager (Nr. 9 auf der angehängten Zeichnung), aber frage mich nicht wie DAS
geschehen kann......
GReetz Jo
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Wenn man schon keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten 
Stammtisch in Münster/NRW
Vielen Dank,
das ist schon mal ein erster Ansatz. In der Zeichnung ist auch noch eine Kappe Nr.8 angegeben diese ist nun natürlich nicht mehr vorhanden, evtl. hat der Verlust der
Kappe dazu geführt das sich dass Lager nach aussen verschoben hat. Nicht zu erkennen ist leider wie diese Kappe befestigt ist.
Ich denke das Lager muss wieder über die Hauptwelle Nr. 20 und dann mit der Kappe gesichert werden?
Nur wie das jetzt genau funktioniert ist die große Frage 
Nummer 8 Ist ein Simmering
Der Zapfen an der Stelle 20 der Hauptwelle müsste eigentlich in dem Nadellager 9 laufen.Wie der und die Zahnräder das überlebt haben, ist mir ein Rätsel
. Vielleicht doch robuster Landmaschinenbau …
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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)
Moinsen noch einmal,
Hier noch ein paar weitere Illustrationen aus dem Sporty WHB. Wenn ich das richtig heraus gelesen habe,
sind die beiden Nadellager mit der Hauptantriebswelle verpresst und die "Kappe" ( "Plug seal" / OEM 12030 / 3. Bild)
dient "nur" dazu ein Auslaufen des Öls zu verhindern. Das zu reparieren wird wohl ein größerer Akt und ist ohne
spezielles Werkzeug wohl auch nicht durchführbar.....
Ich fürchte, den Anbau der vorverlegten Fußrastenanlage kannst für´s Erste gaaanz weit nach hinten schieben...... 
zum zitierten Beitrag Zitat von motorcycle boy
Der Zapfen an der Stelle 20 der Hauptwelle müsste eigentlich in dem Nadellager 9 laufen.Wie der und die Zahnräder das überlebt haben, ist mir ein Rätsel

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Stammtisch in Münster/NRW
Hallo,
beide Nadellager sind wohl im Hauptantriebsrad verpresst und nicht auf der Welle, sonst wäre ein Einbau nur schwierig möglich. Dafür spricht auch das man das Lager auf meinem ersten Foto offen sieht,
die einzelnen kleinen Lagerrollen fallen nicht raus.
Ganz klar ist mir noch nicht wie sich die Kappe in dem Antriebsrad hält, ich vermute das sie nur als letzter Arbeitsgang eingepresst oder ähnlich wird?
Soweit erst einmal Danke für die hilfreichen Infos.
Ich denke aktuell darüber nach das sich das verschobene Lager wieder in seine ursprüngliche Lage zurück schieben lässt, es ist ja auch von allein heraus gewandert.
Vielleicht gibt es dazu noch einen Tipp?
Weiss evtl. jemand ob sich das Hauptantriebsrad in Richtung der Getrieberiemenscheibe abziehen lässt? Somit könnte man dann das Rad ausbauen, Lager einpressen und in umgekehrter Reihenfolge wieder einbauen.
Vorrausgesetzt ist natürlich das man alles wieder auf die Welle geschoben bekommt.
Ich sag erst mal gute Nacht,
wenn jemand noch eine Erleuchtung bekommt, lasst es mich wissen 
N'Abend,
Nicht Hauptantriebswelle (Main Drive Shaft/5th Gear) mit Hauptwelle Getriebe (Transmission Main Shaft) verwechseln.
Das Nadellager wirst Du nicht so ohne Weiteres wieder in seine ursprüngliche Position zurück "schieben" können, denn sie sitzen - wie geschrieben - verpresst im Main Drive Shaft.
Das Ganze wird sich nicht reparieren lassen, ohne dass man das Getriebe komplett ausbaut.
P.S. Als Anlage der entsprechende Abschnitt aus dem WHB. Vielleicht wird´s dann klarer......
Greetz. Jo
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Guten Abend zusammen,
um das Thema weiter zu führen und vielleicht auch zu beenden berichte ich nun was in den letzten Tagen passiert ist. Ich habe zwei Werkstätten besucht und das Problem mit Fotos und Zeichnungen geschildert.
Die überwiegende Antwort, "so etwas habe ich noch nie gesehen, da muss das komplette Getriebe raus, ich weiss nicht wie so etwas passieren kann, Zeit haben wir erst in 8 - 10 Wochen".
Somit kam ich an dieser Stelle nicht weiter, dank eurer Informationen habe ich selbst noch einmal nachgedacht und einen Plan aufgestellt. Ziel war es das Lager wieder in Position zu bekommen ohne das Getriebe zu zerlegen.
Gesagt getan, was ich als erstes feststellen musste war das die Mutter vom Pulley lose war, diese hatte sich bereits durch die Sicherung gedreht. Vermutlich die Ursache, das dass Lager nach aussen gewandert ist.
Ich habe mir über die zwei Schrauben der Sicherung eine Einpressplatte befestigt und so das Lager genau wieder in Position gebracht wie in der Zeichnung angegeben. Dies funktionierte über das Anzugsmoment der beiden Schrauben, die Lage konnte ich genau nach Zeichnung durch das einpressen einhalten. Bestellt habe ich nun ein neues Pulley, Mutter, Sicherung und die Endkappe, sobald die Teile vorhanden sind werde ich alles verbauen.
Somit wäre meiner Meinung nach das Problem behoben. Ich kann natürlich nicht genau sagen wodurch das Lager sich nach aussen verschoben hat, jedoch ist nach dem Ende der Arbeiten der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt.
Viele Grüße
Hast auch versucht das Lager so gut es geht zu reinigen/spülen?
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Wir werden nicht grau, wir werden chrome....
Wo gehstn hin? Motorrad fahren. Warst du doch gestern erst. Ja, bin aber nicht fertig geworden.....

Ja, habe es gereinigt und vor dem einpressen geölt
zum zitierten Beitrag Zitat von es wird wieder gut
Guten Abend zusammen,
........
Gesagt getan, was ich als erstes feststellen musste war das die Mutter vom Pulley lose war, diese hatte sich bereits durch die Sicherung gedreht.
Vermutlich die Ursache, das dass Lager nach außen gewandert ist.
‼️Ich bin mir ziemlich sicher, dass DAS NICHT der Grund dafür war‼️
Ich habe mir über die zwei Schrauben der Sicherung eine Einpressplatte befestigt und so das Lager genau wieder in Position gebracht wie in der Zeichnung angegeben.
Dies funktionierte über das Anzugsmoment der beiden Schrauben, die Lage konnte ich genau nach Zeichnung durch das einpressen einhalten.
Du hast auf diese Weise das Lager so tief in die Welle pressen können, dass zwischen dem Ende der Welle
und dem Lager 7,2 bis 8mm Abstand sind❓Kann ich kaum glauben.....
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Stammtisch in Münster/NRW
zum zitierten Beitrag Zitat von Schimmy
Du hast auf diese Weise das Lager so tief in die Welle pressen können, dass zwischen dem Ende der Welle
und dem Lager 7,2 bis 8mm Abstand sind❓Kann ich kaum glauben.....
zum zitierten Beitrag Zitat von Schimmy
Und Du bist der vollen Überzeugung, dass das Lager jetzt an seiner Position bleiben wird ❓
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Moos
Mit einem Forum ist es wie mit einer Party.
Wer mit dem Gastgeber nicht klar kommt, sollte nicht hin gehen.
Die Abtriebshohlwelle muss ja von beiden Nadellagern eben durch ihren Abstand fluchtend zur Hauptwelle gehalten werden und letztere wird über die Hohlwelle und wiederum ihr „Außenlager“ achsparallel zur Vorgelegewelle im Gehäuse geführt. Wenn das äußere Nadellager durch seine Verschiebung eine ungewisse Zeit seine Führungsfunktion nicht wahrnehmen konnte, hat das Reaktionsbiegemoment vom Zahnriemenzug über das Pulley die Hohlwelle (und die Hauptwelle) schief gezogen, sodass sie nicht mehr mit der Hauptwelle gefluchtet hat. Das läßt Böses befürchten für alles, was so (für eine ungewisse Zeit) schief belastet wurde.
- das innere (!) Nadellager
- das „Außenlager“, das Hohlwelle und damit Hauptwelle im Gehäuse führt
- die Verzahnung von Vorgelegewelle auf die Hohlwelle [von HD bis heute hartnäckig fälschlicherweise als „5. Gang“ bezeichnet. Das einzige, was an der Hohlwelle mit dem 5. Gang zu tun hat, ist die Schaltklaue in der Flanke des Hohlwellenzahnrades]
- alle anderen Verzahnungen, weil auch die Hauptwelle nicht mehr exakt über beide Nadellager und das Lager der Hauptwelle achsparallel zur Vorgelegewelle im Gehäuse geführt wurde.
Deswegen hat die Werkstatt völlig recht: Das Getriebe muss raus und zumindest die o.g. Stellen überprüft werden. Ansonsten können etwaige Schäden immer weitere Kreise ziehen, bis worst case schlagartig das Getriebe blockiert und damit das Hinterrad bei evtl. hoher Geschwindigkeit schlagartig steht
. Da hilft dann auch kein Kupplungsziehen mehr 
Bei den MJ vor 2004 ist das ja nun noch kein Drama, weil das Getriebe noch aufwendig als Kassettengetriebe ausgeführt ist und man es daher am Lagerschild („Trapdoor“ genannt) nach Entfernen der Primärinnereien nach links aus dem im Rahmen bleibenden Gehäuse ziehen kann. So bleibt auch der Aufwand „im Rahmen“ 
Meine bescheidene Meinung zur Ursache: Hier muß bereits ein Einbaufehler vorgelegen haben [den man bei der anstehenden Revision tunlichst nicht wiederholen sollte], der das „Wandern“ des Lagers nicht verhindert hat. Das Wandern ist dann durch das schiefziehende Reaktionsbiegemoment des Pulleys erfolgt.
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Das Lager liegt tatsächlich auf 7,2 mm, ich habe dazu eine Hülse zwischen Platte und Lager genutzt, so das ich über die Welle schieben konnte. Das einpressen war über die Schrauben schon stramm, welche Axialkräfte sollten jetzt auf das Lager wirken?
Nun warte ich ab bis der Plug Seal kommt, wenn dieser auch eingepresst werden muss bin ich mir sicher das es hält. Alternativ könnte ich noch einen Körnerpunkt setzen dann verschiebt sich nichts mehr.
Klar, überprüfen werd ich in gewissen Abständen, eine andere Idee habe ich nicht.