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Geschrieben von rudeunit am 23.08.2025 um 09:42:

Federung richtig einstellen

Ich wollte mal nach euren Erfahrungen fragen.
Ich habe meine Federung aktuell so eingestellt wie auf dem Bild zu sehen. Ich selbst wiege ca. 110 kg und habe beim Fahren bisher keine Probleme festgestellt.Jetzt frage ich mich:


Wie habt ihr eure Federung eingestellt und worauf sollte man dabei achten?


Geschrieben von Hummi am 23.08.2025 um 10:37:

Ich habs auf mein Gewicht + geplantes Urlaubsgepäck eingestellt, um nicht ständig an der Druckstufe zu schrauben. Ich muss aber auch sagen, das der Versteller an der Low Rider halt ungünstig unter der Sitzbank liegt und nicht mit einem Handrad sondern Werkzeug verstellt werden muss. Denke aber mit Beifahrer wird man schon einen Unterschied merken als wenn du es nur auf dein Gewicht eingestellt hast. Musst du halt mal ausprobieren, Versuch macht klug !!
Da ich nur Solo unterwegs bin, kann ich dazu nix sagen.


Geschrieben von rudeunit am 23.08.2025 um 10:46:

Ok, danke – habe es gefunden. Demnach müsste die Einstellung bei mir auf 1 stehen, wenn ich alleine fahre. Nehme ich jemanden mit, der mehr als 83 kg wiegt, sollte ich auf 5 drehen.


Geschrieben von Speedglider am 29.08.2025 um 06:09:

Ich habe nie einen Unterschied festgestellt - egal was eingestellt war. Hab jetzt Wilbers Nivomat und bin sehr zufrieden.


Geschrieben von stachri am 29.08.2025 um 09:29:

zum zitierten Beitrag Zitat von Speedglider
Ich habe nie einen Unterschied festgestellt - egal was eingestellt war. Hab jetzt Wilbers Nivomat und bin sehr zufrieden.

Auch bei meiner Fat Bob 114: Egal was ich einstelle, die Federung ist knüppel hart! Aber eigentlich ist ja klar, es wird ja auch nur die Sitzhöhe eingestellt und nicht die Vorspannung des Federbeins. Die Vorspannung würde lediglich dann eingestellt, wenn die Maschine meim beim Draufsitzen gar nicht einfedern würde. 
Überhaupt sind die beiden „Feder“-Elemente meiner Fat Bob die schlechtesten die ich je an einem Fahrzeug gefahren bin…


Geschrieben von ixxi-seven_neu am 29.08.2025 um 09:43:

Moin,

wenn Du nackt auf dem Motorrad sitzt, dann kann die Einstellung 1 (eins) schon richtig sein. Augenzwinkern

Mach es nach Gefühl. Stell sie erst einmal auf weiche Stufe, fahre eine schlechte Strecke. Wenn sie durchschlägt oder unbequem oder zu weich ist, dann regulierst Du nach. Neue Probefahrt, den Popo-Meter entscheiden lassen und eine endgültige Einstellung suchen. Fertig.

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Gruß

Andreas

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This Signature is under Construction .... 


Geschrieben von Der Peter am 29.08.2025 um 10:33:

zum zitierten Beitrag Zitat von stachri

Auch bei meiner Fat Bob 114: Egal was ich einstelle, die Federung ist knüppel hart! Aber eigentlich ist ja klar, es wird ja auch nur die Sitzhöhe eingestellt und nicht die Vorspannung des Federbeins. Die Vorspannung würde lediglich dann eingestellt, wenn die Maschine meim beim Draufsitzen gar nicht einfedern würde.

Doch, es wird schon die Vorspannung eingestellt.
Dadurch hebt oder senkt sich das Heck, damit das Verhältnis von positivem zu negativem Federweg bei geringer, normaler oder hoher Belastung eingehalten werden kann.
Also leichter Fahrer oder dicker Brummer mit Mutti und Gepäck.
Man sagt ja so über den Daumen 30% Negativfederweg, um auch Fahrbahnsenken ausgleichen zu können.
Bei Harleys mit ihren geringen Federwegen nicht immer einzuhalten und kaum messbar, daher auch die Tabellen.

Härter oder weicher wird die Federung dadurch aber nicht, da sie normalerweise im linearen Bereich ihrer Federkonstante arbeitet.
Wollte man die Federung wirklich "weicher" machen, führt nichts um eine weichere Feder herum.
Diese sollte dann aber auch auf die Dämpfung, also Zug-und Druckstufe, angepasst sein.
Ein sehr umfassendes Thema.

__________________
ʎɐqǝ ıǝq ɹnʇɐʇsɐʇ ǝuıǝ ɹǝpǝıʍ ǝıu ǝɟnɐʞ ɥɔı ´uuɐɯ ɥo


Geschrieben von stachri am 29.08.2025 um 12:44:

Die Fat Bob 114 Feder ist übrigends nicht linear gewickelt und sollte so eigentlich ein Mindestmass an Komfort vermitteln können - theoretisch…

Ich kann am Drehrad drehen wie ich will, die Maschine sinkt immer gleich viel ein wenn ich mich draufsetze - also habe ich immer den selben Negativ-Federweg.


Geschrieben von Flhrse5 Heiko am 30.08.2025 um 08:31:

Wenn sich nichts an der Höhe ändert ist ggfls der Verstellmechanismus ohne Funktion.

Durch die Vorspannung soll sich ja das Heck anheben. Dadurch verringert sich unbeladen der Negativ Federweg. Durch Dein Gewicht sackt das Heck ein und der NF ist wieder vorhanden. 

Wie schon mehrfach geschrieben wird durch die Vorspannung der Feder keine Härte reguliert. Die ~Härte~ des Fahrwerks, wie schnell es ein oder ausfedert, wird durch die Durchflussregulierung im Dämpfer eingestellt sofern vorhanden. 

Druçkstufe... Einfedern
Zugstufe...  Ausfedern


Geschrieben von BlackStar am 30.08.2025 um 10:10:

Moin,

der Negativfederweg teilt sich zudem in N1 (statischer Negativfederweg) und N2 (dynamischer Negativfederweg) auf.

Wobei sich N1 auf das fahrfertige Fahrzeug mit allen Betriebsflüssigkeiten bezieht, N2 auf eben diese Basis zuzüglich Fahrer in voller Fahrausstattung.

Wer nun meint, hier tut sich von Mal zu Mal nichts, sollte zunächst einmal die jeweiligen Referenzpunkte der Fahrwerkskomponenten in unbelastetem Zustand zu ermitteln. 

Wer danach das Fahrzeug wieder auf die eigenen Beine stellt, wird an den Referenzpunkten sehr schnell ermitteln können, dass hier ein anderer Wert ansteht, als im unbelasteten Zustand = N1
Wer sich danach in voller Montur auf sein Fahrzeug setzt und von einer zweiten Person die Referenzpunkte überprüfen lässt, wird wieder einen anderen, ebenfalls geringeren Wert ermittelt bekommen = N2

Wie bei allen Motorradherstellern richtet sich die MoCo bei den Fahrwerkskomponenten am umsatzstärksten Markt aus, mWn den USA. Da das Durchschnittsgewicht eines US Bürgers um Einiges über dem der der anderen Weltmärkte liegt, sind auch die Federraten der Fahrwerkskomponenten um Einiges höher ausgelegt.
Das führt dann dazu, dass man, anders als bei einer Honda, Ducati oder BMW kaum oder gar nicht wahrnimmt, dass seine/ihre Harley ein klein wenig in die Federn geht; ist aber so, wenn auch teilweise minimal.

Erschwerend kommt die Auslegung des Sekundärantriebs mit Zahnriemen hinzu: lässt sich über den Durchhang eines sekundären Kettenantriebs ein großer Arbeitsweg an Achse 2 realisieren, wird dieser durch den vorgespannten Zahnriemen deutlich begrenzt um keine Überspannung an Riemen und Lagern zu erzeugen, sowie mögliches Überspringen des Riemens auf Pulley und Riemenrad zu unterbinden.

BlackStar

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Geschrieben von derherrliche am 01.09.2025 um 17:48:

RTFM

😉

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Prost...auf fallende Benzinpreise