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Suche Erfahrung mit Aftermarket Chrom Amaturen
Servus,
suche gerne Langzeit Erfahrungen zu aftermarket Chrom Amaturen. Ich wurde beraten von einer seriösen Werkstatt, dort meinte der Besitzer das die aftermarket Amaturen nach einer Weile durch die Bremsflüssigkeit abblättern (Chrom)
Daher wäre meine Frage ob sich es lohnt den Preis zu zahlen für die originalen von Harley Davidson.
Ausgleichen Wege würde ich mal auch fragen ob welche zum Verkauf stehen 😅
Mit freundlichen Grüßen
Ich würde der seriösen Werkstatt vertrauen.
So eine Beratung ist Gold wert.
Gruß Franz
Kann Franz bestätigen.
Am chrome haperts nach meinen Erkenntnissen weniger, sind aber grundsätlich mäßig verarbeitet, passen schlecht, für meinen Anspruch keine Alternative.
zum zitierten Beitrag Zitat von Tinnefou-jun
Kann Franz bestätigen.
Am chrome haperts nach meinen Erkenntnissen weniger, sind aber grundsätlich mäßig verarbeitet, passen schlecht, für meinen Anspruch keine Alternative.
Kann ja wohl nicht so schwer sein, die grottige Qualität von HD Teilen zu toppen 
zum zitierten Beitrag Zitat von Mondeo
Kann ja wohl nicht so schwer sein, die grottige Qualität von HD Teilen zu toppen![]()
Hab meine Armaturen von W&W, allerdings in schwarz. Funktionieren seit einigen Jahren problemlos.
Denke sind die gleichen wie von MCS.
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Greetz
Franky
zum zitierten Beitrag Zitat von FRN1985
Hab meine Armaturen von W&W, allerdings in schwarz. Funktionieren seit einigen Jahren problemlos.
Denke sind die gleichen wie von MCS.
zum zitierten Beitrag Zitat von Doctorcreampie
zum zitierten Beitrag Zitat von Mondeo
Kann ja wohl nicht so schwer sein, die grottige Qualität von HD Teilen zu toppen![]()
Wenn du was besseres hast nehme ich das gerne 😅 die HD Teile sind halt Schweine teuer. Nur wurde ich beraten dahingehend das die Teile von MCS oder anderen nach einer Weile das Chrom abgeht oder die Dichtung nicht hält von dem Bremszylinder. Die Teile sind halt natürlich billiger aber ob die von der Qualität genau so sind wie die HD Teile?
Mir ging es ja nicht um die Qualität der neuen Motorräder, sondern um die Amaturen.
wenn jemand MCS Amaturen hat seit Jahren und vollkommenen zufrieden ist, dann würde ich mir die holen.
habe halt an meiner Twincam Fat Boy Willi G Skull griffe seit 3 Jahren dran und die halten ohne Probleme.
Meiner Erfahrung nach, sind die verchromten Originalteile die von HD verkauft werden, nicht besser als die Aftermarket Teile.
HD stellt doch selbst keine verchromten Teile her (andere Markenhersteller doch auch nicht) und lässt doch selber in Asien produzieren. Selbst komplette Motorräder werden dort für HD gefertigt.
Alles nur Augenwischerei!
Macht Euch nur selber etwas vor und glaubt daran, dass wenn HD darauf steht wird es auch von denen produziert und zahlt den überhöhten Preis, der von HD verlangt wird
Asien ist inzwischen technisch auf den gleichen Level wie die westlichen Staaten und auch die USA.
Allerdings preislich auch noch bedeutend günstiger.
Der Gewinn für den HD Stempel darauf bleibt wo?
Natürlich bei HD.
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"congito, ergo sum"
Hm,
zu was würdet ihr mir raten ? Ich will jetzt nicht knausern mit dem Geld und am Ende mich ärgern, wenn dann was ist.
Bei „Originalteilen“ kommen halt exakte Spezifikationen zu den Zulieferern, will z.B. beim Maschinenbau heißen: das Idealmaß und Spiel- bis Preßpassung eines Bauteils und vor allem die zulässigen Toleranzen um diese Werte.
Der unabhängige Produzent („Aftermarket“) kommt natürlich an diese Daten nicht heran. Was bleibt ihm also übrig: je nach Finanzlage eines oder mehrere Exemplare am Markt kaufen und vermessen. Dann hat er bei mehreren Exemplaren eine „Wolke“ von Meßpunkten, deren Durchschnitt aber nicht das Idealmaß sein muß, denn die Teile können ja aus einer Charge stammen, die einseitig in Richtung einer Toleranzgrenze ausgewichen sind, weil Herstellungswerkzeuge (Bohrer, Fräser, Meßwerkzeuge) bei dieser Charge eben kurz vor der Toleranzgrenze ihres Verschleißwertes und damit dem Austausch standen.
Bei Metallegierungen sieht das etwas anders aus, die kann man chemisch analysieren. Bei Kunststoffen und gar Verbundwerkstoffen kann das m.W. schon schwieriger sein.
Auch bei der Elektrotechnik ergeben sich die „Idealwerte“ aus der Berechnung und Konstruktion des Schaltplans. Diesen kann der Aftermarket zwar nachrechnen, aber ob er alle Wechselwirkungen mit anderen Bauteilen im Blick hat, ist nicht so sicher.
Das ganze nennt man „Qualitätsmanagement“
Fazit: Selbst wenn Harley großzügige Toleranzen zulässt, um weniger Teile in die Ausschusstonne werfen zu müssen und weniger oft seine (Meß-)Werkzeuge erneuern zu müssen, kennen sie im Unterschied zum Aftermarket das Idealmaß und seine erlaubte Toleranz, welche ihre Konstrukteure errechnet haben. Dieser Vorteil spielt natürlich bei Aftermarketnockenwellen (ihrer Kurbelwellenseitigen Lagerung) und insbesondere Stößeln (weil die direkt im HD-Motorgehäuse laufen) eine größere Rolle als bei Lenkergriffen alter Art, bei „Drive by Wire“-Gasdrehgriffen wäre ich hingegen schon wieder vorsichtig.
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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)
zum zitierten Beitrag Zitat von motorcycle boy
Bei „Originalteilen“ kommen halt exakte Spezifikationen zu den Zulieferern, will z.B. beim Maschinenbau heißen: das Idealmaß und Spiel- bis Preßpassung eines Bauteils und vor allem die zulässigen Toleranzen um diese Werte.
Der unabhängige Produzent („Aftermarket“) kommt natürlich an diese Daten nicht heran. Was bleibt ihm also übrig: je nach Finanzlage eines oder mehrere Exemplare am Markt kaufen und vermessen. Dann hat er bei mehreren Exemplaren eine „Wolke“ von Meßpunkten, deren Durchschnitt aber nicht das Idealmaß sein muß, denn die Teile können ja aus einer Charge stammen, die einseitig in Richtung einer Toleranzgrenze ausgewichen sind, weil Herstellungswerkzeuge (Bohrer, Fräser, Meßwerkzeuge) bei dieser Charge eben kurz vor der Toleranzgrenze ihres Verschleißwertes und damit dem Austausch standen.
Bei Metallegierungen sieht das etwas anders aus, die kann man chemisch analysieren. Bei Kunsstoffen und gar Verbundwerkstoffen kann das m.W. schon schwieriger sein.
Auch bei der Elektrotechnik ergeben sich die „Idealwerte“ aus der Berechnung und Konstruktion des Schaltplans. Diesen kann der Aftermarket zwar nachrechnen, aber ob er alle Wechselwirkungen mit anderen Bauteilen im Blick hat, ist nicht so sicher.
Das ganze nennt man „Qualitätsmanagement“
Fazit: Selbst wenn Harley großzügige Toleranzen zulässt, um weniger Teile in die Ausschusstonne werfen zu müssen und weniger oft seine (Meß-)Werkzeuge erneuern zu müssen, kennen sie im Unterschied zum Aftermarket das Idealmaß und seine erlaubte Toleranz, welche ihre Konstrukteure errechnet haben. Dieser Vorteil spielt natürlich bei Aftermarketnockenwellen (ihrer Kurbelwelleseitigen Lagerung) und insbesondere Stößeln (weil die direkt im HD-Motorgehäuse laufen) eine größere Rolle als bei Lenkergriffen alter Art, bei „Drive ba Wire“-Gasdrehgriffen wäre ich hingegen schon wieder vorsichtig.
Was habe ich von der dollsten Verchromung, wenn der Aftermarket die Sollwerte von Elektrotechnik (z.B. Impedanz), IT (z.B. Baud-Rate usw.) und Maschinenbau des Originalteils nicht kennt, d.h. auch nicht die Originalberechnumg => Auslegung.
Wenn ich die höchstmögliche Qualität wollte (das muß ja keiner), würde ich das Originalteil zum deutschen Verchromer geben. Dann habe ich das Beste aus beiden Welten. Das kostet naturgemäß. Habe ich so bei meinen PX-Vespas aus den genannten Gründen gemacht: Die schlechte Paßgenauigkeit der Aftermarketteile fand ich „schlimmer“ als die lausige italienisch/indische Originalverchromung.
Wie gesagt, daß muß jeder für sich selbst wissen. Das hängt je nach Bauteil auch von den eigenen oder der freien Werkstatt Möglichkeiten ab, nicht Passendes passend zu machen.
Für mich gehören die beiden Lenkergriffe übrigens zu den absolut sicherheitsrelevanten Bauteilen, bei den „elektrischen“ Gasdrehgriffen kommt da noch die elektrische und IT-Dimension dazu ….
Bei einem Auspuff sollte man die Paßgenauigkeit und die Konstruktion (ich sage nur „Kesstech“) gegen die bessere Verchromung eines billigeren Zubehörteils abwägen. Beispiel: Was habe ich auf längere Sicht davon, wenn der leichtere kürzere Zubehör-ESD mit der Halterung im rechten Getriebelagerschild bei häufig genutzten Drehzahlen auf Resonanz geht? Der Bruch des Getriebelagerschilds ist eine häufige Folge von Aftermarket-ESD mit abweichenden Gewichts- und Längenwerten. Der Austausch des Lagerschilds stellt eine „Getriebetotaloperation“ dar, da er als Lagerschild bestimmungsgemäß alle Festlager der beiden „langen“ Getriebewellen, i.e. bis auf die Ausgangshohlwelle, trägt. Den Sollwert und die Toleranzen aller Resonanzfrequenzen der ESD-Halterung bis hin zum druckgegossenen Lagerschild kennt nur Harley. Schlimm ist, dass Resonanzbrüche aus einer Dauerwechselspannung entstehen, für die die Bauteile von Harley nicht dimensioniert sind, d.h. es braucht schon etliche km, bis die auftreten. Wann genau, könnte für die Zubehör-ESD nur Harley sagen, was sie natürlich nicht tun werden …
Fazit:
Das ganze Thema ist nicht so eindimensional, wie es sich der Laie wohl vorstellen mag. Daher möchte ich hier Hilfen geben, alle Dimensionen dieses Themas in die eigene Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Die Priorisierung der verschiedenen Dimensionen muß, wie gesagt, jeder für sich selbst vornehmen …
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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)