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Geschrieben von _Springer89_ am 16.11.2025 um 08:55:

Moooin!

Die Saison neigt sich dem Ende und es wird Zeit zu schrauben. Mein 1340 Evo FXSTS von 1989 sifft etwas am Zylinderfuß vorne und an den Stößelstangen hinten. Nach 36 Jahren und 52000km wohl verzeihbar.

Wenn man alles schon soweit auseinander baut, was sind typische Schwachstellen die man mit erledigen sollte?

Wie schaut es aus mit:
- Hydrostößel
- Nockenwellenlager (auch wenn man noch mehr abbauen müsste)
...NWL bei dem Baujahr wohl eher unproblematisch? Hydros bislang ohne Auffälligkeiten, keine Geräusche.

Was auf der Agenda steht:
- Ventile einschleifen
- Neuer Top-End Dichtungssatz
- Honen (bei Bedarf)
- Kolben oder Kolbenringe (bei Bedarf)

Darf gerne danach für einge lange Zeit ruhig sein, deshalb lieber auf Verdacht Dinge erneuern, sofern es sich lohnt und als Schwachstelle bekannt ist. Gerade Hydros sind ja recht kostspielig, deshalb nur wenn es Not tut.


Geschrieben von DéDé am 16.11.2025 um 09:23:

zum zitierten Beitrag Zitat von _Springer89_
Moooin!

Die Saison neigt sich dem Ende und es wird Zeit zu schrauben. Mein 1340 Evo FXSTS von 1989 sifft etwas am Zylinderfuß vorne und an den Stößelstangen hinten. Nach 36 Jahren und 52000km wohl verzeihbar.

Wenn man alles schon soweit auseinander baut, was sind typische Schwachstellen die man mit erledigen sollte?

Wie schaut es aus mit:
- Hydrostößel
- Nockenwellenlager (auch wenn man noch mehr abbauen müsste)
...NWL bei dem Baujahr wohl eher unproblematisch? Hydros ohne Auffälligkeiten, keine Geräusche.

Was auf der Agenda steht:
- Ventile einschleifen
- Neuer Top-End Dichtungssatz
- Honen (bei Bedarf)- Kolben oder Kolbenringe (bei Bedarf)

Darf gerne danach für einge lange Zeit ruhig sein, deshalb lieber auf Verdacht Dinge erneuern, sofern es sich lohnt und als Schwachstelle bekannt ist.

alles so prüfen, wie geschrieben, Ventile einschleifen und Schaftdichtungen ersetzen, auf jeden Fall, wenn schon offen. Ventilführungen auf jeden Fall prüfen, ggf ersetzen. Am Ende sollten Kolben, Zylinder vermessen werden, auch da würde ich neu hohnen und zumindest neue Ringe einplanen, falls Kolben und Zylinder noch maßhaltig und ohne offensichtliche Beschädigungen sind. Hydros kann man tauschen bei der Laufleistung, muss aber nicht, das alte NW-Lager wird auch noch unproblematisch sein.
Ein Motorenbauer mit HD Erfahrung sollte das abschließend beurteilen.
Mein Kumpel hat auf seiner EVO FXR 170.000 km drauf gehabt, bevor Teile getauscht wurden.
Wenn die Kiste kein Öl vebraucht hat und sie nicht klappertersetzen.
in

__________________
noch ohne CAN-BUS und ABS...

http://forum.milwaukee-vtwin.de/thread31788-alle-xl-883-keihin-cv-vergaserkunde.htm


Geschrieben von Franz-REMCM am 16.11.2025 um 09:35:

Bei der 88er Softail meiner Frau mit einer Laufleistung von ca. 140000 km letztes Jahr auch wegen schwitzender Fußdichtung durchgeführt:

1. Fußdichtungen neu, sowie logischerweise sämtliche Topenddichtungen

2. Zylinder nur durchgehont

3. neue Kolbenringe

4. Kolbenböden gereinigt wg. leichter Ölverkrustung

5. Ventile eingeschliffen und Ventilschaftdichtungen erneuert

6. Nockenwellenlager erneuert

7. Nockenwelle erneuert Andrews EV27

8. Nadellager der Stößel erneuert JIMS

9. Hallsensorplatte erneuert

Ich hoffe, ich hab' nix vergessen.

Gruß, Franz


Geschrieben von _Springer89_ am 16.11.2025 um 10:27:

Ölverbrauch ist auf jeden Fall da aktuell, würde ca. 600ml auf 1000km sagen.

Würde dann die Hydros prüfen und ggf. Lager ersetzen oder eben komplett neu.

Nockenwellenlager würde ich dann wohl tendenziell so lassen und dann ggf. in den nächsten Wintern samt Nockenwelle tauschen.

Zylinder vermessen auf jeden Fall, notfalls Übermaß, falls das nicht gescheit ist.


Geschrieben von BlackStar am 16.11.2025 um 12:23:

Moin,

wenn die Stößel durch das entnommene Topend eh schon entlastet sind, ist der Tausch vom Nockenwellenlager, ggf. zusätzlich noch eine andere Nockenwelle, als Verbundarbeit doch der einfachere Weg.
Es sei denn, es sind schon einstellbare Stößelstangen vorhanden.

BlackStar

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Geschrieben von Franz-REMCM am 16.11.2025 um 12:43:

Zu Deinem Ölverbrauch:

Die Softail meiner Frau hatte KEINEN meßbaren Ölverbrauch.

Gruß, Franz


Geschrieben von _Springer89_ am 16.11.2025 um 13:11:

Welche Nockenwellenlager sind zu empfehlen?

Die verstärkten Kollegen hier z.B.?
https://www.eightball-custom.com/Koyo-verstaerktes-Nadellager-fuer-Harley-Nockenwelle-58-99-Shovel-Evo-ersetzt-9058?gad_source=1&gad_campaignid=23126013277& gclid=Cj0KCQiAiebIBhDmARIsAE8PGNJgZYaHi8xlwkCtIItMrx7COmD6ENN1HhTgDH29bIoLA
OBKTg0TJ1IaAmpDEALw_wcB


Geschrieben von Franz-REMCM am 16.11.2025 um 13:16:

Das ist es.

Hab ich allerdings schon zum halben Preis gesehen.


Geschrieben von BlackStar am 16.11.2025 um 18:58:

zum zitierten Beitrag Zitat von _Springer89_

Welche Nockenwellenlager sind zu empfehlen?

Moin,

gemeinhin wurde zu EVO und TC Zeiten meist auf Torrington Lager gewechselt 😉

BlackStar

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Geschrieben von Franz-REMCM am 16.11.2025 um 19:24:

Koyo-Torrington war eh schon eine Marke und gehört jetzt zu JTEKT

Gruß, Franz


Geschrieben von _Springer89_ am 05.12.2025 um 18:13:

Wie schaut es eigentlich mit dem originalen Plastik Breather Ventil? Sehe, dass es welche aus Metall gibt:
https://www.kraftradteile.com/SS-Breather-Ventil-Stahl-BT-77-bis-99-Standardmass

Tut das Not oder machen die originalen ihren Job zuverlässig? Sieht für mich ausgebaut unauffä aus.


Geschrieben von Knut Schmidt am 05.12.2025 um 18:38:

Hallo, wenn man Harley breather gear broken googelt, gibt es ein paar Treffer in amerikanischen Foren und bei Google Bilder. Manchmal brechen ein bis drei Zähne ab. Manchmal gibt es extreme Riefen in der Gehäusebohrung durch Fremdkörper, die in den Kunststoff eingebettet wurden. Bei meiner1989er hatte mir der Chef einer freien Harley-Werkstatt dringend den Wechsel zum Stahl-Entlüftungszahnrad empfohlen. Natürlich muss er auch Umsatz machen. Ich habe gewechselt und würde es wieder tun.


Geschrieben von roobo am 05.12.2025 um 18:41:

Hi Springer89, 
 Ich hab einen Shovelmotor wo eins drin war. Das hat viele kleine  Riefen ins Motorgehäuse gezogen. Der Plastikbreather glitzerte auch silbrig. Meine Erklärung: kleiner und kleinster Metallabrieb lagert sich im weichen Plastik ab. Leider nicht tief drin, sondern so das es Riefen ins Gehäuse ziehen kann. Bei einem Stahlbreather passiert das nicht. Bei mir jedenfalls kommt nie wieder schnell rotierendes Plastik in ein Aluminiumgehäuse rein. 

gruss roobo


Geschrieben von Franz-REMCM am 06.12.2025 um 03:40:

Wenn Du Metallabrieb in der Größe im breathervalve hast, dass es Riefen ins Gehäuse zieht, ist das breathervalve Dein kleinstes Problem.

Egal, ob aus Kunststoff oder Metall.

Gruß, Franz


Geschrieben von _Springer89_ am 06.12.2025 um 12:32:

Hab mal eins aus Metall bestellt inkl. passender Spacer.

Wie schaut es mit der Ölpumpe...bislang unauffällig und dicht. Einfach in Ruhe lassen oder öffnen, reinigen, prüfen und abdichten?