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Hintere Bremse macht schlapp
Servus Gemeinde,
bin ja noch ein Harley Neuling und hab dieses Wochenende eine schöne Pässe-Tour zusammen mit 10 anderen Kollegen (markenfremd) 1.400 km vorwiegend bergig runtergeritten.
Eine scharfe Passabfahrt und die Hinterbremse lässt sich bis zum Trittbrett ohne Wirkung treten, pumpen hilft auch nichts. 10 Minuten das Bremspedal unberührt lassen (besonders spassig am Stilfser Joch) an geht's wieder, klassischer Fall von zu heiß...
Ist mir bei 4 Pässen passiert, besonders spannend war's am Umbrail, da war die Piste Kies und da lass ich lieber das Hinterrad bremsen.
Die vordere macht brav mit, jedoch fing sie irgendwann an zu "pulsieren" = keine konstante Bremswirkung sondern, naja wie soll man das beschreiben - mal viel mal weniger viel, auch nicht sehr prickelnd,
Aber im Zusammenspiel mit einer nicht vorhandenen Hinterbremse eine pumpenden Vorderbremse, da lässt man es in den engen Kurven lieber, das Trittbrett den Asphalt zu küssen..
Ist das Euch auch schon passiert?
Muß ich meinen Fahrstil ändern?
Gibt's da irgendwas, um die Bremsen standfester zu machen?
Sicher hat der Herr Davidson bei der Konstruktion seines Motorrades nicht das Stilfser Joch im Focus gehabt sondern eher die Route 66 aber daß sich die Fuhre nicht mehr anhalten lässt kann nicht im Sinne des Erfinders sein.
Für Tips, die Bremsen zu verbessern wäre ich dankbar (RK Bj. 2004)
Grüße
Klaus
PS: Einer BMW GS ging's auch so - Hinterradbremse lief heiß und hatte auch keine Wirkung.
Nein, hatte ich bisher noch nicht...
Ich kenne Deine Fahrweise nicht und kann es daher schlecht beurteilen.
Auf jeden Fall nutze ich gerade bei meiner alten RK Bj. 1995 mehr die Motorbremse und schalte früher runter, da die Bremsen schon im "Optimal"-Zustand nicht gerade die Besten sind..
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BRC #2
Hallo Letti,
eine Fahrweise zu beschreiben ist ja auch schwer;-))
Klar daß ich die Motorbremse - die funktioniert ja gut;-)) auch eingesetzt hab, aber wenn Du an den GS'n wenigstens ansatzweise dranbleiben möchtest, reicht das halt nicht, da mußt du vor den Kehren/Kurven eben in die Eisen.
Grüße
Klaus
Mir wurde beim Freundlichen gesagt, dass die Neuen Bremsflüssigkeiten spätestens nach Zwei Jahren gewechselt werden müssen (Bei hoher Kilometerleistung und scharfer Fahrweise noch häufiger) weil sie auf anderer Basis als die alte aufgebaut ist und Wasser zieht und somit schneller zu "Kochen" anfängt und damit die Bremswirkung verringert wird, Bzw fast ganz ausfallen kann.
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Lieber Gott, bitte lass mich bloß nicht erwachsen werden 
Vielleicht auf Stahlleitungen umrüsten falls nicht schon geschehen.
Hab bei mir organ. Beläge drauf und keine Probleme mit Überhitzung, die Bremsleistung ist eh auf Vespa-Niveau.
Bin wohl auch etwas langsamer als Du.
Günti
zum zitierten Beitrag Zitat von Günti
Vielleicht auf Stahlleitungen umrüsten falls nicht schon geschehen.
Hab bei mir organ. Beläge drauf und keine Probleme mit Überhitzung, die Bremsleistung ist eh auf Vespa-Niveau.
Bin wohl auch etwas langsamer als Du.
Günti
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Lieber Gott, bitte lass mich bloß nicht erwachsen werden 
Hallo Klaus
Eine Möglichkeit ist die Bremsbeläge auf Carbon umzustellen. Carbonbremsbeläge sind eigentlich für den Rennsport. Haben eine höhere Hitzebeständigkeit. Nachteil: Es bildet sich einen Transferfilm, der auch nötig ist, auf der Bremsscheibe. Ist halt nicht ganz so schön für die Optik.
Gruß
Grisu
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Drosseln sind Vögel, wer sie in Motorräder Verbaut ist ein Tierquäler.
Bremsflüssigkeit überaltert, wechseln und wundern 
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"Lieber ein Bock unter'm Arsch, als einen im Stall"
Nase in den Wind @ all !

Hallo zusammen,
hatte Mitte Juni das gleiche Problem. Am Stilfser und Gavia hat's noch gehalten, 2 Tage später an einem kleinen, aber feinen (steilen) Pass direkt am Gardasse hat die Hinterradbremse wie beschrieben, den Geist aufgegeben. Wenigstens ließ sie sich wieder "aufpumpen".
Auf telefonische Empfehlung des "Freundlichen" von zu Hause vorsichtshalber zum nächsten Dealer nach Verona gefahren, zur Überprüfung ob Wassereintrag im System. Dort wurden nach einigen Verständigungsproblemen (keiner sprach Englisch!), die Software-Fehler ausgelesen und behauptet, damit wäre alles in Ordnung....tolle Wurst. Nach einigem Hin und Her wurde dann behauptet, sie hätten die Bremsflüssigkeit gewechselt und haben das auch berechnet. Hatte die nächsten Tage immer ein schlechtes Gefühl und eine Woche später bei der planmäßigen Durchsicht, mußte der "Heimat-Freundliche" doch nochmal die Flüssigkeit wechseln (Wasser drin), die Backen waren auch extrem gerieft, obwohl noch nicht an der Verschleißgrenze, also auch noch getauscht.
Sind vorher mit 'ner 2007-er Dyna die gleichen Sttrecken ohne jedes Bremsproblem gefahren, liegt also vermutlich wirklich an der aktuellen Bremsflüssigkeit. Für überzeugte Pässefahrer (darf auch mal schleifen) eigentlich ein Unding!
Gruss Sveni
