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"Kragen" bei Bremsscheibenbefestigung
Hallole,
bekanntlich werden die Bremsscheiben um einen "Kragen" (auf der Nabe bzw. Spacer) herum montiert, Höhe ca. 5mm, der bis ca. 2000 50mm Durchmesser hatte und danach (ca., modellabhängig) 56mm.
Bislang dachte ich, daß diesem "Kragen" eine Art Haltefunktion zukommen würde. Nachdem ich aber erstmal die Bremsscheibe demontiert habe, habe ich den Eindruck, daß die Bremsscheibe überaupt nicht kraftschlüssig an dem "Kragen" anliegt (da ist einiges "Spiel")sondern allein durch die Schrauben, die ja in entsprechenden Vertiefungen auf der Bremsscheibe greifen, gehalten wird.
Ist das richtig? Welchen Zweck hat dann dieser "Kragen"?
mfg, Tolot
Sorry unter Kragen kann ich mir nichts vorstellen, ein Bild sagt mehr wie tausend Worte.
Im Allgemeinen ist die Bremsscheibe fest an der Nabe angeschraubt, locker sein soll
da eigentlich nichts.
Gruß
ED
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Son of Arthritis Orencia Chapter
Der Ansatz, der da angedreht ist, dient nur um die Scheibe radial zu zentrieren, um einen Höhenschlag der Scheibe zu verhindern. Der Durchmesser wurde beim Modellwechsel auf die TC vergrößert.
Moos
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Moos
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Wer mit dem Gastgeber nicht klar kommt, sollte nicht hin gehen.
Zitat von HD-Moos
Der Ansatz, der da angedreht ist, dient nur um die Scheibe radial zu zentrieren, um einen Höhenschlag der Scheibe zu verhindern.
Warum muß das eine Presspassung sein? Da hättest Du Deine liebe Mühe beim Scheibenwechsel. Wie schon erklärt dient der Ansatz hauptsächlich nur zur Zentrierung vor dem Anschrauben, wobei da ein Zehntel MM Spiel kein Problem ist. Gehalten wird sie dann durch die Schrauben wie Du richtig erkannt hast. Zusätzlich hat der Ansatz den Vorteil, das sich die Scheibe bei hohen Bremskräften nicht quer zu Nabe verschieben kann, da ja nur auf einer Seite der Scheibe ein Bremssattel sitzt und somit eine Querkraft beim Bremsen auf die Scheibe wirkt. So kann sich die Scheibe nur max. bis zum Schraubenanschlag verdrehen. Denn sonst bekämst Du evt. wieder einen Höhenschlag weil die Schrauben- und Gewindebohrungen zu viel Spiel haben um die Scheibe zu fixieren da es keine Passschrauben sind.
Hoffe das ich es einigermaßen verständlich erklärt habe ohne viel Fachchinesisch.
Moos
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Moos
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Zitat von HD-Moos
Warum muß das eine Presspassung sein? Da hättest Du Deine liebe Mühe beim Scheibenwechsel.
Wie schon erklärt dient der Ansatz hauptsächlich nur zur Zentrierung vor dem Anschrauben, wobei da ein Zehntel MM Spiel kein Problem ist.
Gehalten wird sie dann durch die Schrauben wie Du richtig erkannt hast. Zusätzlich hat der Ansatz den Vorteil, das sich die Scheibe bei hohen Bremskräften nicht quer zu Nabe verschieben kann, da ja nur auf einer Seite der Scheibe ein Bremssattel sitzt und somit eine Querkraft beim Bremsen auf die Scheibe wirkt. So kann sich die Scheibe nur max. bis zum Schraubenanschlag verdrehen. Denn sonst bekämst Du evt. wieder einen Höhenschlag weil die Schrauben- und Gewindebohrungen zu viel Spiel haben um die Scheibe zu fixieren da es keine Passschrauben sind.
Hoffe das ich es einigermaßen verständlich erklärt habe ohne viel Fachchinesisch.
Denke Du siehst das ein bisschen zu verbissen.
Eine Presspassung ist nicht nötig und auch nicht sinnvoll, da im Normalfall 2 verschiedene Werkstoffe (Alu und Stahl) zusammengefügt werden. Das Problem ist, das eine Bremsscheibe permanent wechselnden und zum Teil hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Da das Alu der Nabe den ca. 2-fachen Längenausdehnungskoeffizienten gegenüber Stahl hat würde die Scheibe im heißen Zustand noch stärker auf die Nabe gepresst werden. Was einerseits eine Verformung der Scheibe zur Folge haben könnte oder andernfalls evt. zuviel Druck auf das innen liegende Lager ausüben würde.
Ein kleines Rechenbeispiel zur Verdeutlichung:
Ausdehnung der Alunabe (Du. 50mm) bei einem Temperaturunterschied von +100° = +0.12 mm (50 mm x 0,0000238 x 100 K = 0,119 mm) gegenüber der Stahlscheibe von +0,06 mm. Und 100° kannst Du bei einer längeren Bergabfahrt an der Nabe locker mal erreichen wenn man bedenkt das außen an der Scheibe weit höhere Temperaturen anliegen.
Schlackern kann die Scheibe im ungünstigen Fall (Schrauben nicht fest genug angezogen) auch, nur merkst Du das nicht weil zu gering und nur bei sehr starker Belastung. Wobei sich die Schrauben dann normalerweise irgendwann lösen werden. Meistens ist es jedoch so das sich die Scheibe einmal leicht bis Anschlag an den Schrauben dreht, an einer Stelle am Ansatz anliegt und dann in der Position bleibt weil sie ja immer in gleicher radialer Richtung belastet wird.
Zur Erklärung:
Die Befestigungsschrauben müssen so ausgelegt sein das sie, mit richtigem Drehmoment (nach fest kommt ab
) angezogen, soviel Druck auf die Scheibe ausüben das selbige über die Haftreibung auf der Nabe in Position gehalten wird. Das ist ein Grundsatz im Maschinenbau und auch notwendig, da einen normale Schraube keine hohen Scherkräfte aufnehmen kann, da durch das Gewinde eine umlaufende Sollbruchstelle vorhanden ist. Zudem würden die Gewindespitzen schnell abflachen was wiederum ein größeres Spiel zu Folge hätte.
Es gibt Paßschrauben die einen geschliffenen Schaft (nicht zu verwechseln mit dem normalen Schaft von langen Schrauben) zwischen Gewinde und Kopf haben. Selbige wirken wie ein Paßstift mit dem Zusatz das die Komponenten zugleich miteinander verschraubt werden können. Können in unserem Fall aber wiederum nicht eingesetzt werden, da nur gleichartige Materialien zusammengefügt werden dürfen, wegen der oben beschriebenen verschiedenen Längenausdehnungskoeffizienten. Andernfalls würde es zu großen Spannungen kommen.
Bei Distanzscheiben sind max. 3mm Stärke noch sinnvoll da sonst eben die Funktion des Ansatzes nicht mehr gegeben ist. Habe bei mir 3mm drin und ist aufgrund der Fasen an Scheibe und Ansatz schon grenzwertig. Bei dickeren Distanzscheiben ist ab einer bestimmten Dicke auch wieder ein Ansatz angedreht.
Jetzt tut mir der Kopf weh 
Moos
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Moos
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Zitat von HD-MoosDenke Du siehst das ein bisschen zu verbissen.
Die Befestigungsschrauben müssen so ausgelegt sein das sie, mit richtigem Drehmoment (nach fest kommt ab) angezogen, soviel Druck auf die Scheibe ausüben das selbige über die Haftreibung auf der Nabe in Position gehalten wird. Das ist ein Grundsatz im Maschinenbau und auch notwendig, da einen normale Schraube keine hohen Scherkräfte aufnehmen kann, da durch das Gewinde eine umlaufende Sollbruchstelle vorhanden ist.
Bei Distanzscheiben sind max. 3mm Stärke noch sinnvoll da sonst eben die Funktion des Ansatzes nicht mehr gegeben ist. Habe bei mir 3mm drin und ist aufgrund der Fasen an Scheibe und Ansatz schon grenzwertig. Bei dickeren Distanzscheiben ist ab einer bestimmten Dicke auch wieder ein Ansatz angedreht.
Zitat von Tolot
Aber das heißt doch logischerweise, daß der Kragen/Ansatz nach dem richtigen Anschrauben der Scheibe funktionslos wird und somit im Ergebnis nur dem "komfortableren" Montieren der Scheibe dient.
Auch wenn Du jetzt wieder sagen wirst, ich würde es zu verbissen sehen:
Wenn die Scheibe allein durch die Haftreibung infolge der angezogenen Schrauben an ihrer Position gehalten wird (so habe ich es bislang auch gesehen, auch wenn ich es nicht so prägnant formulieren kann) - welhe Funktion soll der Ansatz dann im montierten Zustand haben?
Entweder Haftreibung oder Positionierung durch den Ansatz - beides geht nicht, das schließt sich aus, und wenn die Scheibe durch die Haftreibung gehalten wird, dann hat der Ansatz hierfür keine Funktion.
mfg, Tolot
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Moos
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@ Tolot Danke
Der Kragen bringt das Radlager weiter nach aussen und zentriert
die Bremsscheibe, weil Mechaniker keine grosse Lust haben jede
Bremsscheibe bei der Montage mit einer Messuhr einzurichten,
dann alle Schrauben anziehen nur um festzustellen das sie nochmal
einstellen dürfen, die Kosten sollen sich im Rahmen halten
Bei Autos zentriert der Kragen Bremsscheibe und Rad, auf der Nabe, eine
enorme Arbeitserleichterung, also steck drauf zieh an fertig
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Son of Arthritis Orencia Chapter
Danke an alle. Ich nehme mit: Jedenfalls bei Spacern/Distanzen dient der Ansatz nur der vereinfachten korrekten Montage der Bremsscheibe und ist danach "überflüssig".
mfg, Tolot