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Getriebeauflage auf Rahmen hat Luft
Hallo,
ich war mit meiner Restauration ganz gut weiter gekommen: Motor ist wieder im Rahmen, Getriebe ist drin, Innerer Primärdeckel mit Motor und Getriebe verschraubt, Schwinge ist dran, Hinterrad ist drin.
Jetzt sehe ich, dass das Getriebe auf der am rechten unteren Rahmenrohr angeschweissten fetten Auflage/ Stütze nicht fest aufliegt, sondern ca. 2 mm Luft dazwischen ist (siehe Foto). Ob das seinerzeit vor der Demontage auch schon so war, weiss ich nicht mehr.
Ich meine auch, von der Reihenfolge her alles richtig gemacht zu haben: Erst Motor ausgerichtet, dann Getriebe nur eingesetzt, ohne es festzuschrauben, dann Motor mit Innerem Primärdeckel verbunden, ausgerichtet, festgezogen, und erst dann dass Getriebe mit den Seitenbolzen und der Getriebehauptwelle durch den Primärdeckel, festgezogen und erst zum Schluss das Getriebe mit den unteren vier Muttern an der Grundplatte festgezogen (das ganze, damit keine Spannungen auf den Primärkasten kommen und damit die Hauptwelle schön leicht im Primärkasten-Lager läuft - war´n Tipp aus dem Forum).
Beim Ankicken kommt durch mein Körpergewicht ganz schön Last auf die rechte Getriebeseite, so dass es mir natürlich lieber wäre, wenn das Getriebe auf der (ja wohl dafür vorgesehenen) Stütze fest aufliegen würde. Wäre es nicht von der Getriebeplatte her 10 mm nach links versetzt (160er Hinterrad), könnte man es von unten durch diese mächtige Auflage ja sogar noch verschrauben.......
Ist mein Rahmen verzogen oder woran liegt das? Oder kommt etwa beim Kicken dermassen Last auf die rechte Seite, dass sich die ganze Maschine etwas verwindet und dann das Getriebe eben auf dieser Abstützung zum Aufliegen kommt, sozusagen nur ein extremes Verwinden des Antriebs vermieden werden soll? Sind ja nur ca. 2 mm...., und bei Harley Baujahr 1981 hat man noch nicht auf hundertsel Millimeter gebaut ?
Hatte schon überlegt, auf der linken Getriebeseite bei beiden Bolzen eine Unterlegscheibe zwischen Getriebe und Grundplatte einzusetzen, so dass dass Getriebe minimal nach rechts geneigt wird (und ich dann keine Luft mehr zur Auflage am Rahmen habe). Habe ich aber bisher nicht probiert, müsste ja alles wieder auseinander, und das würde ja ausserdem ein Verkanten der vier Getriebebolzen im Primärdeckel nach sich ziehen....
Für Hinweise, was da los sein könnte, wäre ich dankbar.
Grüsse
shovelix
Hallo Shovelix
die alten Rahmen sind alle "etwas schief" und krumm,
nimm eine Aluplatte ca. 5mm und geh von den zwei unteren
Getriebeschrauben auf deinem Foto nach unten zum Winkel-
stück am Rahmen. Bohr dort ein Loch rein und schraub das
ganze fest. Musst eventuell noch Buchsen dazwischen setzen,
damit du schön senkrecht, mit der Aluplatte nach unten kommst. Wird bei Breitreifenumbauten an Evos auch so gemacht.
Gruß Peter
Hallo Bagger,
die idee ist Super.
Ich möchte sie allerdings etwas abwandeln: Mit der senkrecht montierten Aluplatte würde ja das ganze Gewicht (von mir beim Kicken) auf den beiden unteren Kickerdeckelbolzen lasten. Ich werde stattdessen lieber einen Winkel anfertigen/anfertigen lassen, den ich zwischen Getriebe und Auflage schlage/presse und dann den Winkel an der Auflage -wie Du sagst- seitlich anschrauben. Ich habe dann praktisch eine "rechtwinkelig fixierte Unterlegscheibe", mit deren Hilfe das Getriebe dann ja auch fest aufliegt. Wäre das auch ein Weg?
Ist nämlich schon ´ne alte Lady, und ich habe feststellen müssen, dass 2 von den 9 Kickerdeckelbolzen bereits nachgeschnitten und erneuert wurden; ich traue deren Festigkeit also nicht so ganz......
Grüsse und danke
shovelix
Hallo Bagger,
im Nachgang zu meiner Nachricht von vorhin bekomme ich jetzt anderweitig noch den Rat, dass dieser fünfte Getriebeauflagepunkt das Getriebe gegen Verdrehung sichern soll, wenn Primär- und Sekundärantrieb Zug auf das Getriebe ausüben, und daher auch verschraubt werden sollte/müsste.
Das aber ginge -wegen dem Getriebeversatz- nicht ohne Schweissarbeiten am gerade sandgestrahlten und frisch lackierten Rahmen !
Vom Verdrehen-Schutz ist Deine Idee mit der Aluplatte natürlich die Bessere, aber ich traue wie gesagt den Kickerdeckelbolzen nicht so recht, ob die beim Kicken dem Druck meines Körpergewichts standhalten und nicht verbiegen oder gar abreissen.
Der Ausweg wäre eine Art T-förmige "Unterlegscheibe" -also sowohl mit der unterlegenden Funktion vertikal und der dann geschraubten Festigkeit in horizontaler Richtung. Das Verhindern des Verdrehens müssten die Kickerdeckelbolzen ja aushalten, wenn "von oben" nicht der volle Druck draukommt.
Ich tröste mich daher mit der Überlegung, dass das Getriebe vorher dort auch nicht verschraubt war, nur auflag, und dass die Zugkräfte von den Ketten ja linksseitig auftreten, wo das Getriebe mit vier Bolzen im Inneren Primärdeckel verschraubt ist.
Würde nur ungern alles wieder rausnehmen und schon gar nicht mehr am frisch fix und fertigen Rahmen schweissen lassen -dann wäre diese Saison vom Fahren her für mich gelaufen.......
Gruss
shovelix
Hallo Shovelix,
das meiste Gewicht und gegen verdrehen hält das Gehäuse über
die Vier Getriebemuttern. Ich fahr und kick das ganze schon 15 Jahre
bei meinem Eisen. Meine 130kg haben es bis jetzt nicht geschafft es
in irgend einer weise zu zerstören. Bei den vier Getriebemuttern besorg
dir die originalen mit Bund ( sind die von der Evo- Reihe ) wurden bei
mir noch nie locker, Kollegen mit Zubehörmuttern hatten das Problem
schön öfter.
Gruß Peter
Hi Bagger,
das klingt ja beruhigend -zumal ich 50 Kg weniger auf die Waage bringe.
Ich werde aber sicherheitshalber dennoch meine "T" Unterlegscheibe dazwischenpressen und mit den Kickerdeckelbolzen und am Aufleger verschrauben. Wenn´s soweit ist, sende ich ein Foto.
Grüsse
shovelix
das erste was in-zwei geht ist eher der kickerarm-aufnahme,
hab auch nicht die 5 schraube drin (versatz 10mm) 170ger reifen, allerdings 1955-64 innenprimär
kannste nicht ein langloch draus machen, so das du eine schaube verwenden kannst
Motor rein, hintere Schrauben handfest anziehen, vorne wenn nötig Shimmings unterlegen (oder umgekehrt). Vorne handfest anziehen. Hinten festmachen, vorne prüfen ob Shimmings keine Luft haben, dann festziehen. Wichtig ist dass nirgends auf dem Gehäuse eine Spannung entsteht.
Getriebeplatte montieren, Getriebe reinsetzen usw., 5te Schraube wenn nötig unterlegen.
dann erst Innenprimär montieren
Jedenfalls hab ichs mal so gelernt.
Gruß vom Zappa
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Harley is not dead - but it smells funny.
Hallo ZAPPA,
Hallo Ratgeber,
ja, habe ich so gemacht.
Zwischenstand: Ich habe gemäss anhängendem Foto jetzt erst mal eine Unterlegscheibe 1,5 mm (das war der Spalt, mit dem das Getriebe nicht auflag) zwischen Getriebe und Rahmenlasche gepresst, vorne rund umgebogen, mit einem kleinen Schräubchen gesichert (durch das anzuziehende Getriebe eigentlich überflüssig, aber sicher ist sicher) und sodann das Getriebe auf der Grundplatte festgezogen.
Jetzt liegt das Getriebe mit dem fünften Befestigungspunkt stramm auf der Rahmenlasche auf.
Als letztes werde ich noch (sicherheitshalber) das Getriebe gegen Verdrehen (Zugkräfte durch die Sekundärkette) sichern eine 6mm Aluplatte mit den unteren beiden Bolzen des Kickerdeckels und der Rahmenlasche verschrauben (Foto folgt).
Das hält bestimmt bombenfest. Bin froh, das Thema hier aufgemacht zu haben und danke allen für die Anregungen.
Grüsse
shovelix
Hallo,
in Fortsetzung meiner eingepressten "Unterlegscheibe" (siehe Foto in meinem vorherigen Beitrag), damit der fünfte Punkt des Getriebes satt auf der Rahmenlasche aufliegt, habe ich heute noch eine 6 mm Aluplatte (siehe Foto) angefertigt und mit ihr den Kickerdeckel und die Rahmenlasche verbunden, um etwaige Verdrehkräfte zu stoppen. Jetzt ist das Getriebe schön nach allen Seiten fest verschraubt, und es dürfte nun kein Spannung mehr auf dem Primärkasten auftreten.
Grüsse
shovelix