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Geschrieben von Dominik B. am 16.07.2018 um 09:07:

Leistungsverlust

Hallo Biker.

Ich habe mal eine Frage an Euch.

Seit einiger Zeit habe ich erneut ein Problem. Meine XR 1200 Bj 2010 läuft am Anfang noch gut und dann mit steigender Motortemperatur verliert sie deutlich an Leistung.
Die Beschleunigung lässt nach und die Lautstärke nimmt deutlich zu.

Wenn sie dann am nächsten Tag abgekühlt ist, läuft sie wieder anfangs problemlos.
Sie schafft auch nur noch 160 km/h egal ob Motor warm oder kalt. Früher lief sie schneller. Laut Motogadget war früher die Höchstgeschwindigkeit mal 209 km/h.

Ich habe einen Remus Endschalldämpfer und einen K&N Luftfilter verbaut. Und das schon längere Zeit. Also das schließe ich als Fehlerquelle (falsches Mapping) aus. Denn bisher lief sie mit diesen Komponenten problemlos. 

Hat von euch schon jemand ähnliche Probleme gehabt?
Hat die XR 1200X so was wie ein Notlaufprogramm?
Könnten die Zündkerzen defekt sein und nicht mehr vernünftig arbeiten?


Gruß Dominik


Geschrieben von chese am 16.07.2018 um 10:25:

Schon mal die Fehler ausgelesen?


Geschrieben von Lulle01 am 16.07.2018 um 18:52:

Den Fehlerspeicher auszulesen ist immer gut zum Anfang ..
Aber hast du denn auch mal dein sensibles Öhrchen um das Mopped  geschwungen um zu hören wo sie lauter wird ?
Kontrolliere mal die Auspuffanlage auf Undichtigkeit ..
Hört sich für mich eher nach thermischem Problem an ..ist die Remus ne Komplettanlage ? ..
Fahr sie warm .. lausche und berichte ..

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Beste Grüße
Martin


Geschrieben von XRX66 am 17.07.2018 um 06:41:

wann war der letzte Service ? Primäröl wechseln, Kupplung checken und eventuell nachstellen, Zündkerzen prüfen u.s.w., kann wunder bewirken ...


Geschrieben von Tupapupa am 17.07.2018 um 06:48:

Wenn der Luftfilter "halb offen" ist, läuft sie auf jeden Fall zu mager, was mit steigender Temperatur fühlbar zunimmt.
Das originale Steuergerät ist auch "lernfähig", was erklärt, das es anfangs mal komplett rund lief.
Mit geändertem Lufi und Auspuff würde ich dir zu sowas wie dem Fuelpak FP3 raten.

Es könnte natürlich auch, ist aber unwarscheinlich, an etwas anderem liegen.

 

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...


Geschrieben von Tux am 17.07.2018 um 12:19:

Wird dein Tank noch richtig entlüftet?

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Geschrieben von Dominik B. am 23.07.2018 um 12:07:

Fehler hatte ich damals schon auslesen lassen. Hatte aber keine angezeigt. Dann ging es eine Weile gut und nun stockt sie wieder rum.
Habe demnächst einen Termin bei der Werkstatt.
@Lulle01 
Es ist nur der ESD von Remus. Krümmer ist noch Original. Sie wird dann auch nur beim Fahren lauter. Im Stand klingt sie immer ganz normal.
@Tux
Kann ich dir gar nicht sagen. Aber warum soll es erst 30 min funktionieren und dann nicht mehr?
@Tupapupa
Es ist ein K&N Filter drin und ob der halb offen ist kann ich dir gar nicht sagen. So ein Fuelpak ist sicher eine gute Investition auf lange Sicht. Aber ich denke nicht das es am Mischungsverhältnis liegt.
Ich denke es ist irgend etwas thermisches. Sie läuft ja jeden Tag 30-40 km je nach Außentemperatur. Erst dann fängt das bocken an.
@XRX66
Der letzte Service war vor ca 500 km. Dort wurden auch die Kupplungsscheiben gegen stärkere getauscht. Dachten da auch das der Verlust der Beschleunigung und das lauter werden des Motors vlt von einer rutschenden Kupplung her rührt. Aber trotz des Wechsels der Kupplungsscheiben hat es sich nicht gebessert.


Geschrieben von BlackStar am 23.07.2018 um 13:14:

Moin, 

Zündkerzen und -spule könnten eine Microriss aufweisen, der erst zum Tragen kommt, wenn entsprechend Temperatur vorhanden ist.

BlackStar 

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Geschrieben von Vinchi am 23.07.2018 um 14:05:

Beachte doch den Hinweis von Tux und prüfe, ob dein Tankdeckel noch belüftet.


Geschrieben von Guzzilla am 23.07.2018 um 14:20:

Hallo,

wenn die Werkstatt nicht eine durchrutschende Kupplung erkennt, würde ich mir Gedanken machen!
höchster Gang und dann von unten raus voll beschleunigen - Kupplung rutscht ungefähr ab der Drehzahl mit dem größten Moment - ist deutlich spürbar.
 
Zündbox oder Einspritzung wäre meine Favoriten.
 

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Hauptsache eine läuft!


Geschrieben von Dominik B. am 22.10.2018 um 10:10:

Hallo Freunde.
Entschuldigt meine lange Abwesenheit in dieser Gesprächsrunde. Ich war beruflich etwas streng eingebunden.
Die Fehlersuche an meinem Bike soll beendet sein.
Die Düsen der Kolbenbodenkühlung sollen defekt sein. So läuft während der Fahrt unkontrolliert Öl in das Pleuelgehäuse. Irgendwann ist es dann voll und führt dazu, das die Kolben in ihrem Bewegungsablauf behindert werden. Das führt dann zu dem Leistungsverlust. Laut dem Fachmann wohl auch ein bekanntes Problem bei diesem Motortyp.
Eine Probefahrt konnte ich bis dato noch nicht machen. Aber ich halte euch auf dem Laufenden.

Grüße aus HRO


Geschrieben von Guzzilla am 22.10.2018 um 18:57:

Ich Dir ja Angst machen, aber die Erklärung sollte der Experte mal genauer erläutern. Die Harley hat eine Trockensumpfschmierung und die Saugpumpe ist größer wie die Druckpumpe. Das Öl welches an die Kolbenunterseite gespritzt wird tropft doch auch ins Motorgehäuse.

Gruss Guzzilla

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Hauptsache eine läuft!


Geschrieben von Lulle01 am 22.10.2018 um 22:27:

Auf die Erklärung bin ich auch gespannt …
Abgesehen davon … der Motortyp ist XR . Punkt ! 
Bei einer ganzen Menge an XR Treibern in diesem Forum hätten wir bestimmt schon davon gehört wenn es ein bekanntes Problem wäre ..
Wie viele XR hatte er schon mit diesem Problem oder woher weis er das ?  
Und was bitte ist eine Kolbenbodenkühlung bzw. diese Düsen ?
Wir haben Ölkühler 
hier nun der Ölkreislauf der XR ..
Für falsche Satzzeichen und zusammenhängende Wörter kann ich nichts ..
copy and paste ...und keine Lust zu korrigieren …ÖLFLUSS:XR-MODELLE 
1. Öl wird mittels Schwerkraft vom Öltank durch einen Zufuhrschlauch und durch interne Kanäle zur Gerotorölpumpe geführt  .Öl strömt in den Einlassraum der Zufuhrpumpe ein. 
2. Die Zufuhrpumpe pumpt das Öl durch einen Kanal im Pumpengehäuse zu einer Verzweigung.Die Pumpe kann mehr Öl liefern , als durch den Motor strömen kann . Wenn der Öldruck etwa 345 kPa (50 psi) übersteigt, öffnet sich das Nebenschlussventil und leitet einen Teil des Öls wieder direkt zur Einlassseite der Ölzufuhrpumpe.
3. Ein Teil des Öls strömt durch einen internen Kanal zum Ölfilter, ein weiterer Teil zur Ölkühlerzuleitung.
4. Das zum Ölkühler strömende Öl verlässt das Ölpumpengehäuse durch eine Leitung, die beiderseits über Schnellanschlusskupplungen verfügt. Es strömt in das untere Ende des Ölkühlers ein. Im Ölkühler strömt es aufwärts und verlässt ihn am oberen Ende. Von dort aus gelangt es wieder zum Ölpumpengehäuse.
5. An der Anschlussstelleder Rückleitung vom Ölkühler zum Ölpumpengehäuse befindet sich ein Thermostat. Erst wenn die Motoröltemperatur 88°C(190°F) erreicht , kann Öl vom Ölkühler am Thermostat vorbeiströmen. Wenn sich der Thermostat zu öffnen beginnt, strömt vom Ölkühler kommendes Öl daran vorbei,während der direkte Ölstrom von der Zufuhrpumpe begrenzt wird, so dass gekühltes Öl für die Motorschmierung verwendet wird. Wenn der Thermostat seine maximale Öffnungsweite erreicht hat, verhindert eine Dichtung am Ende den direkten Ölzustrom von der Pumpe,  so das alles Öl durch den Ölkühler, am Thermostat vorbei und zum Ölfilter strömen muss.
6. Das zum Filter strömende Öl gelangt durch einen internen Kanal zum Ölfilterbefestigungsflansch.
7. Öl fließt durch den Hohlraum im Befestigungsflansch zum Ölfilter.
8. Öl tritt in den peripheren Hohlraum des Ölfilters ein, gelangt durch das Filtermaterial in den zentralen Hohlraum des Ölfilters und fließt in den Filteradapter(Anschluss,der Filter und Filterflansch verbindet).
9. Durch ausreichenden Öldruck im Filterflansch-Hohlraum wird der Öldruck-Kontrollleuchtenschalter aktiviert und die Öldruck-Kontrollleuchte abgeschaltet.
10. Das durch den Filteradapter fließende Öl öffnet das Rückschlagventil. Das Rückschlagventil wird bei einem Öldruck von 34–48 kPa (5–7 psi) geöffnet.
11. Bei geöffnetem Rückschlagventil fließt Öl in den Kurbelgehäusezufuhrkanal.
12. Öl fließt durch den Zufuhrkanal in das Kurbelgehäuse zu den Stößelblöcken und Hydrostößeln. Kanäle mit Querbohrungen durchqueren den Hauptzufuhrkanal und fördern
das ÖL zu allen Hydrostößeln.Aus diesem Hohlraum wird Öl auch den Kolbendüsen zugeführt.
13. Vom Zufuhrkanal im Kurbelgehäuse fließt außerdem Öl durch einen Kanal mit Querbohrungen zur Rückschlagventil-Baugruppe und durch Schläuche zu den Zylinderköpfen. Öl strömt durch die Zylinderköpfe sowie durch Kanäle,die die Auslasskanäle umgeben.Das Öl verlässt die einzelnen Zylinderköpfe durch eine Öffnung in der Nähe des Auslasskanals.
14. Das Öl verlässt die Zylinderköpfe und fließt zum Rückölsammler, wo es sich mit dem Rücköl aus der Absaugpumpe vermischt und in den Tank zurückgeleitet wird.
15. Vom Zufuhrkanal im Kurbelgehäuse aus strömt außerdem Öl in einen Querkanal im Ölpumpenkörper und dem Nockenträger. Von dort gelangt es zum äußeren Lager der hinteren Einlassnockenwelle. Durch einen eingegossenen Kanal gelangt Öl in einen Hohlraum,der das Ende der Ritzelwelle umgibt.
16. Vom gleichen Hohlraum nahe dem Ende der Ritzelwelle gelangt Öl zum Mittelloch im Ölpumpenrotordeckel und über eine Querverbindung zu einem weiteren Kanal, der Öl zur Schmierung der Nockenwellenlager zu den äußeren Lagern der vor deren Einlass-Nockenwelle und der hinteren Auslassnockenwelle leitet.
17. Das äußere Lager der vorderen Auslassnockenwelle wird durch einen gebohrten Kanal geschmiert, der den Zufuhrkanal kreuzt.
18. Am Kurbelgehäuse-Ende werden die Nockenwellenlager durch Löcher in der Nockenwelle mit Öl versorgt.
19. Eine geringe Menge Öl fließt vom Zufuhrkanal im rechten Kurbelgehäuse durch eine Drosseldüse, die das Öl auf die hintere Einlassnockenwelle im Nockenwellengehäuse sprüht.Öl wird mittels des Zahnradeingriffs auf die Zähne aller Nockenwellenräder übertragen.
20. Öl tritt in eine Öffnung am Ende der Ritzelwelle ein und fließt zur rechten Schwungrad, wo es durch das Schwungrad zum Kurbelzapfen geleitet wird.Das Öl wird durch den Kurbelzapfen gedrückt, um die Baugruppe Pleuellager ordnungsgemäß zu schmieren.
21. Öl fließt in den Stößelstangen in Kanälen nach oben zu den Kipphebelwellen und -Buchsen.
22. Die Ventilschäfte werden mit Öl geschmiert, das durch gebohrte Ölöffnungen in den Kipphebeln geleitet wird.
23. Das in den Stößelstangenbereichen der Zylinderköpfe angesammelte
 Öl fliesst an den
Stößelstangenführungen nach unten durch Ablassöffnungen in die Stößelblöcke und in das Nockenwellengehäuse. Nach erfolgter Schmierung der Getriebekomponenten sinkt das Öl zum Boden des Steuergehäuses, woraus es von der Saugpumpe abgesaugt wird.
24. Das Zufuhröl im Kipphebelbereich wird über einen Kanal im Zylinderkopf, Zylinder und Kurbelgehäuse in das Steuergehäuse zurückgeleitet.
25. Das im Sumpf angesammelte Öl wird auf die Kolben, Zylinderwände und Schwungradkomponenten gespritzt.
26. Das im Sumpfbereich angesammelte Öl fließt durch einen internen Kanal im hinteren Teil des Sumpfgehäuses zur Saugpumpe zurück.Der Ölfluss zur Pumpe erfolgt mittels des Spüleffekts der Pumpe und durch den Druck, der durch den Abwärtshub der Kolben erzeugt wird.
27. Das aus dem Getriebe abgesaugte Öl strömt durch einen Kanal im Ölpumpenkörper und der Nockenwellenstütze und wird ebenfalls von der Saugpumpe abgesaugt.
28. Die Saugpumpe drückt das angesaugte Öl in den Öltank zurück.
29. Die Entlüftung des Kurbelgehäuses erfolgt zum Öltank.

Ich habe es doch getan ..  ein wenig ..und ich hoffe es hilft ..

Lulle

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Beste Grüße
Martin


Geschrieben von Moos am 22.10.2018 um 22:45:

zum zitierten Beitrag Zitat von Lulle01
Und was bitte ist eine Kolbenbodenkühlung bzw. diese Düsen ?

Ist bei japanischen Bikes gang und gäbe und wurde mWn von Suzuki bei den GSXR-Motore eingeführt weil die Kolben den Temperaturen sonst nicht stand hielten. Es wird einfach Motoröl über Düsen an die Unterseite des Kolbenbodens gespritzt um selbigen eben zu kühlen. Ob die XR-Motore auch eine haben weiß ich jetzt nicht.
Es erklärt aber natürlich nicht warum durch defekte Düsen mehr Öl in den Sumpf gelangt als zurückgefördert werden kann und Sumping verursacht, denn dieses Öl wird ja über die Vorlaufpumpe gefördert welche kleiner dimensioniert ist wie die Rücklaufpumpe.
Sumping kann natürlich noch ganz andere Ursachen haben, wenn es denn wirklich die Ursache war für den Leistungsverlußt.
 

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Moos

Mit einem Forum ist es wie mit einer Party.
Wer mit dem Gastgeber nicht klar kommt, sollte nicht hin gehen.


Geschrieben von BlackStar am 23.10.2018 um 07:49:

zum zitierten Beitrag Zitat von Moos

...Ob die XR-Motore auch eine haben weiß ich jetzt nicht...

Moin,

haben sie, wenn ich Baugruppe 17 richtig deute Augenzwinkern

Kann aber nicht Spezielles für XR Motoren sein, meine 48 hat das auch (Baugruppe 33) Freude

BlackStar 

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