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Unfallschaden + Verkauf
Moin Leute,
Ich bitte um euren Rat und um eure Erfahrung.
Vor einiger Zeit hatte ich einen unverschuldeten Unfall mit meinem Motorrad.
Kurze Schilderung: Ich hatte vor rechts abzubiegen, fuhr mittig der Fahrbahn und beim einbiegen fuhr der hinter mir Fahrende in mich rein.
Laut Gutachten besteht ein Restwert von ca. 3500€, die Reparaturkosten liegen bei ca 7500€ und der Wiederbeschaffungswert liegt bei 13000€ (alles mit der Mw.steuer)
Da mir die Armaturen vom Lenker abgerissen sind konnte nicht überprüft werden ob der Motor einen Schaden hat, so steht es auch im Gutachten.
Das Motorrad würde ich verkaufen, allerdings habe ich die Überlegung ob ich nicht besser kommen würde wenn ich es soweit repariere dass wenigstens der Motor anspringt und es dadurch den Wert steigert und Ich es wenigstens für 5000€ verkaufen könnte.
Was denkt Ihr? Soll ich es sicher für 3500€ verkaufen oder darauf spekulieren dass der Motor kein Schaden hat und es evtl. für mehr verkaufen?
Der Anwalt ist auch schon eingeschaltet und er meinte schon dass ich ziemlich sicher nur die Reparaturkosten kriegen werden und zusätzlichen Kladderadatsch wie z.B. Schadensersatz, Ausfall usw..
Für euren Rat und eure Erfahrung wäre ich sehr dankbar!
Grüße Patrick
Ich als Käufer würde es besser finden wenn sie läuft. Ob du soviel mehr bekommst kann ich sir nicht beantworten.
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Der Tiger und der Löwe sind vielleicht stärker. Aber der Wolf tritt nicht im Zirkus auf!
Du sie doch einfach mal annoncieren. Wirst überrascht sein was da manchmal rauskommt
...warum lässt Du es denn dann nicht einfach reparieren, wenn Du die Reparaturkosten erstattet bekommst?
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Viele Grüße, Matthias
Rein praktisch läuft das so: Die Versicherung schickt mit der Abrechnung auch die Adresse eines Käufers. Der nimmt das Fahrzeug als Unfallfahrzeug, so wie das ist, zu dem Preis, den er vorher gesagt hat. Da gibt es bei den Versicherungen sowas wie ein Unfallfahrzeug - ebay, bei denen die Aufkäufer bieten und auch das bezahlen müssen, was sie angekündigt haben. Von diesen Käufern bekommst du keinen Cent mehr, wenn du da vorher was reparierst.
Ob du beim freien Verkauf mehr bekommst, ist einen Versuch wert, aber auch da verkaufst du eine Unfallmaschine. Was du bekommst hängt von so vielen Faktoren ab, (Ist der Rahmen noch gerade, die Gabel, was haben die Räder abbekommen, reparierbare Lackschäden, etc) das die Frage, ob der Motor jetzt grade läuft eher sekundär ist.
Also kannst du es stressfrei und ohne jede Mängelhaftung an den Restwertaufkäufer geben, versuchen dir in aller Ruhe mit Teilen aus dem Netz ein Zweitmopped aufzubauen, oder darauf zocken, was du wohl noch rausholen kannst. Du kannst es auch völlig zerlegen und alle Teile einzeln verkaufen. Damit bekommt man in der Regel am meisten raus.
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Ein Motorrad muss einen Vergaser haben. Mehr gibt es da nicht zu sagen.
Was man erträumen kann, kann man auch bauen.
zum zitierten Beitrag Zitat von **Maitre**
...warum lässt Du es denn dann nicht einfach reparieren, wenn Du die Reparaturkosten erstattet bekommst?
...die Rep. Kosten in den Gutachten sind eh meist sehr hoch gegriffen und beinhalten doch auch die Wertminderung (?) oder? Frag doch mal eine HD Werkstatt was die Rep. wirklich kostet und dann überleg noch mal. Kannst Sie ja dann im reparierten Zustand auch weiter fahren und das Delta zwischen dem Gutachten und den tatsächlichen Rep. Kosten als "Nachlass" für einen späteren Wiederverkauf im Kopf behalten.
Ist der Rahmen auch besachädigt und muss / soll ausgetauscht werden?
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Viele Grüße, Matthias
Moin,
weg damit, an den Aufkäufer, den die Versicherung genannt hat.
Wer das verunfallte Moped später mal zum Kauf angeboten bekommt, wird einerseits (zu Recht) Einblick in das Gutachten haben wollen, andererseits die Händlerrechnung von der ordnungsgemäßen sowie sach- und fachgerechten Reparatur.
Nur mit diesen beiden Dokumenten ist gewährleistet, dass das reparierte Moped keinen Problemfall darstellt.
Und nur der Händler ist in der Lage, bei unentdeckten Schäden über ein Nachgutachten den erweiterten Schadenumfang von der Versicherung nachregulieren zu lassen.
Auf den ganzen Heckmeck hätte ich persönlich gar keinen Bock, um unterm Strich ein paar Euronen gut zu machen 
Weg den Mist und einmal neu.
Hatte ich mit meiner 2018er 48 auch so gehandhabt*
, als die mit gerade mal 168 km Gesamtlaufleistung abgeschossen wurde
.
BlackStar
*Abtretungserklärung, der Händler hatte alles ohne generve geregelt. Dafür durfte er sich auch eine goldene Nase dabei verdienen, war mir ganz recht, da ich nicht mit was repariertem unterwegs sein mag. Mit einem Zweirad schon mal gar nicht!
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alles Werbung
zum zitierten Beitrag
Ist der Rahmen auch besachädigt und muss / soll ausgetauscht werden?
Verkauf das Möppi an den Aufkäufer und hol Dir was anderes. Dann zahlt die Versicherung die Schadenssumme.
Hatte ich kürzlich bei einem Auto. Völlig problemlos.
Wenn Du Dich nur auszahlen lassen willst, zieht die Versicheung die MwSt. ab. Bei Neukauf wird der komplette Wert ersetzt.
Aber auch hier Obacht: unabhängiger Gutachter, keinen, der von der Versicherung kommt.
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Bier kalt stellen ist auch irgendwie kochen.
Vielen Dank für eure Ratschläge und Erfahrungen.
Ich habe die Maschine heute an eine Werkstatt für den Restwert verkauft.
Und ne neue Maschine wird Samstag geholt
Alles richtig gemacht.