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Geschrieben von wollih am 24.06.2020 um 08:53:

Verschleiß der Anlasserübertragung

Hallo Zusammen
Ich fahre eine Road King aus dem Jahr 2005. Leider musste ich mit erschrecken feststellen dass die Zahnräder vom Anlasser auf das große Zahnrad vom Kupplungskorb bei mir einem enormen Verschleiß unterliegen.  Hier werden die Spitzen der Zahnräder jedes Mal stark angegriffen. Das Zahnrad vom Freilauf nutzt auch nicht die gesamte Materialstärke vom großen Zahnrades so dass hier bereits jeweils vorne die Zähne teilweise ausgebrochen sind. Ist das grundsätzlich ein Konstruktionsfehler oder wie bekommt man die Sache sonst in den Griff. Ich habe dieses nach der Übernahme des Bikes bereits vor einem Jahr schon einmal instand setzen müssen. Nun tritt es schon wieder auf.


Geschrieben von Fischkopp am 24.06.2020 um 12:27:

Mal eine blöde Frage, fährt der Anlasser zum anlassen raus?

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Gestern ging's noch! 


Geschrieben von Shiras am 24.06.2020 um 12:40:

Du bist hier im falschen Unterforum .Stells unter Tourer ein und dir wird geholfen

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LG aus Wien
..................................................
Nobody is Perfect, but .......


Geschrieben von LETTI am 24.06.2020 um 13:11:

Hab es verschoben

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BRC #2


Geschrieben von Schimmy am 24.06.2020 um 17:15:

zum zitierten Beitrag Zitat von wollih
Hallo Zusammen
Ich fahre eine Road King aus dem Jahr 2005. Leider musste ich mit erschrecken feststellen dass die Zahnräder vom Anlasser auf das große Zahnrad vom Kupplungskorb bei mir einem enormen Verschleiß unterliegen.  Hier werden die Spitzen der Zahnräder jedes Mal stark angegriffen. Das Zahnrad vom Freilauf nutzt auch nicht die gesamte Materialstärke vom großen Zahnrades so dass hier bereits jeweils vorne die Zähne teilweise ausgebrochen sind. Ist das grundsätzlich ein Konstruktionsfehler oder wie bekommt man die Sache sonst in den Griff. Ich habe dieses nach der Übernahme des Bikes bereits vor einem Jahr schon einmal instand setzen müssen. Nun tritt es schon wieder auf.

Moinsen

Dein Problem kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Fangen wir "vorne" an......:

1. Schwache Batterie: Beim Drücken des START-Knopfs wird der Anlasser-Magnetschalter über
    das Anlasserrelais mit Spannung versorgt und rückt die Anlasserwelle ein Stück weit heraus.
    Durch das Drehen des Anlassermotors wird die Welle dann bis zum "Endanschlag" heraus gerückt.
    Geschieht dies nicht mit der nötigen Kraft / Geschwindigkeit, greift das Anlasserritzel nur
    unzureichend in den Zahnkranz auf dem Kupplungskorb. Ergebnis: siehe Deine Fotos. unglücklich

2. Der Anlasser-Magnetschalter selbst: mal den Deckel (#36) des Solenoids (3 Schrauben METRISCH
    / #37) lösen und mal die "Innereien" begutachten. Tauchspule sollte nur wenige "Schweißpunkte"
    aufweisen und die Kontakte (Teile #31) dürfen nicht allzu sehr abgebrannt sein.

3. Auf der INNENSEITE des äußeren Primärdeckels ist ein "Widerlager", in das das Anlasserritzel
    beim Herausrücken der Anlasserwelle "einrastet". Dort mal schauen, ob das Ganze frei von
    "Fremdkörpern" ist und das Ritzel "saugend/schmatzend" dort Halt findet.

4. Die Anlasserkupplung (# 43 ; ist das runde Teil, das im inneren Primärdeckel sitzt und durch das die
    Anlasserwelle geht) ist, bzw. die Lagerbuchsen sind verschlissen und das Ritzel rastet nicht in das
    "Widerlager" ein. Das Ritzel selbst muss auf der Anlasserwelle leicht beweglich sein und die Welle selbst
    darf in der Kupplung etwas Spiel haben. Die Kupplung selbst muss beim Ausrücken der Anlasserwelle ein
    Stück weit mit ausrücken.

Wenn das alles ok ist und die Punkte 1 bis 4 nicht zutreffen sollten, dann empfehle ich die Umrüstung
auf so was HIER (<-KLICK MICH). Hab ich mir in meinen Hobel vor einigen Jahren einbauen lassen.
Das hält ewig. smile

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Geschrieben von springerdinger am 24.06.2020 um 19:00:

Stimmt, der Zahnkranz mit 66 Zähnen ist fast unkaputtbar im Gegensatz zum 102er.
Den gelegentlichen Schlag im Primär (beim Start) hat man trotzdem, wenn deine oben beschriebenen Punkte zutreffen.Augenzwinkern


Geschrieben von wollih am 25.06.2020 um 08:17:

zum zitierten Beitrag Zitat von Schimmy
Stimmt, der Zahnkranz mit 66 Zähnen ist fast unkaputtbar im Gegensatz zum 102er.
Den gelegentlichen Schlag im Primär (beim Start) hat man trotzdem, wenn deine oben beschriebenen Punkte zutreffen.


Geschrieben von wollih am 25.06.2020 um 08:41:

Erst einmal vielen Dank für die Antworten.Punkt 1) – kann ausgeschlossen werden das die Batterie frisch ist.Wir haben bei  geöffnetem Deckel ein Video gedreht bei dem man bei den Einzelaufnahmen sehen kann das nur die halbe Materialstärke des großen Zahnrades genutzt wird. Sicherlich ein Behelf, aber das kleine Zahnrad rückt bis zum Anschlag aus.Was natürlich einleuchtet ist das Wechseln der Zahnräder. Das wird wohl auch die nächste Maßnahme sein. Bei mir ist tatsächlich ein 102 er Kranz verbaut.


Geschrieben von Schimmy am 25.06.2020 um 08:55:

Moinsen,

Mir ist noch ein 5. Problemfeld eingefallen, nämlich der Teil der Anlasserwelle (#35), der sich bei Rotation des
Anlassermotors / des Anlasserfreilaufs (Anlasserkupplung) sich in die letzt genannte rein schraubt und das Ritzel
die letzten paar Zentimeter in Richtung Zahnkranz/Kupplung bewegt. Also mal das Getriebe des Anlassermotors
auseinander nehmen, säubern (Bremsenreiniger) und eventuelle Fremdkörper entfernen. Das Ganze danach gut gefettet
wieder zusammenbauen.

zum zitierten Beitrag Zitat von wollih
Wir haben bei geöffnetem Deckel ein Video gedreht bei dem man bei den Einzelaufnahmen sehen kann das nur die halbe Materialstärke des großen Zahnrades genutzt wird. Sicherlich ein Behelf, aber das kleine Zahnrad rückt bis zum Anschlag aus.

Wenn nur die halbe Stärke des Zahnkranzes auf dem Kupplungskorb "genutzt" wird, rückt das Anlasserritzel NICHT VOLL
aus. Da fehlt der letzte Zentimeter. Das "elektrische" Ausrücken des Ritzels durch das Solenoid sind nur ein paar Millimeter
(siehe Video). Dadurch wird das Ritzel so weit ausgerückt, dass es gerade so in den Zahnkranz greift. Dann folgt das
"mechanische" Ausrücken des Ritzels bis zum "Endanschlag" durch Teil # 35, das sich in den Freilauf hinein schraubt.

Greetz  Jo

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Geschrieben von Schimmy am 30.06.2020 um 14:00:

zum zitierten Beitrag Zitat von wollih
Erst einmal vielen Dank für die Antworten.Punkt 1) – kann ausgeschlossen werden das die Batterie frisch ist.Wir haben bei  geöffnetem Deckel ein Video gedreht bei dem man bei den Einzelaufnahmen sehen kann das nur die halbe Materialstärke des großen Zahnrades genutzt wird. Sicherlich ein Behelf, aber das kleine Zahnrad rückt bis zum Anschlag aus.Was natürlich einleuchtet ist das Wechseln der Zahnräder. Das wird wohl auch die nächste Maßnahme sein. Bei mir ist tatsächlich ein 102 er Kranz verbaut.

Und..... Schon neue Erkenntnisse / Fortschritte bei der Fehlerdiagnose / -behebung ? ? ?

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Geschrieben von wollih am 01.07.2020 um 13:25:

Hallo
Bisher noch nicht da mein Schrauber noch in Urlaub ist. Favorisiert habe ich allerdings den Wechsel auf den 66 iger Zahnkranz.


Geschrieben von Schimmy am 01.07.2020 um 14:05:

zum zitierten Beitrag Zitat von wollih
Bisher noch nicht da mein Schrauber noch in Urlaub ist. Favorisiert habe ich allerdings den Wechsel auf den 66 iger Zahnkranz.

Aber auch bei diesem Zahnkranz MUSS die Anlasserwelle / das Ritzel VOLLSTÄNDIG ausrücken (und da war doch ein Problem, oder ? ? ?) ! ! !

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Geschrieben von wollih am 01.07.2020 um 16:05:

Er wird dann sowieso alle miteinander arbeiten Teile demontieren und abprüfen.


Geschrieben von Schimmy am 17.07.2020 um 09:59:

zum zitierten Beitrag Zitat von wollih
Ich fahre eine Road King aus dem Jahr 2005. Leider musste ich mit erschrecken feststellen dass die Zahnräder vom Anlasser auf das große Zahnrad vom Kupplungskorb bei mir einem enormen Verschleiß unterliegen. Hier werden die Spitzen der Zahnräder jedes Mal stark angegriffen.

Wie sieht´s aus ? ? ? Problem in den Griff bekommen ? ? ?

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