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--- An alle M8-Fahrer mit hydraulischer Kupplung: Getriebeölstand prüfen!!! (https://forum.milwaukee-vtwin.de/threadid.php?threadid=139782)


Geschrieben von Uli G. am 11.12.2017 um 22:09:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

Auch wenn‘s vllt nicht jedem hier verständlich ist, aber auch die von mir vorgeschlagene Lösung mit einem federbelsteten O-Ring auf der Druckstange ist lediglich eine Bekämpfung des Fehlersymptomes, keinesfalls eine Bekämpfung der Fehlerursache.

Da sich im Laufe der Zeit herauskristallisiert hat, daß lediglich Mopeds mit hydraulischer Kupplung betroffen sind, muss eine Fehlerbehebung auch an der Hydraulik erfolgen. Lässt man Öl in größerem Maße in dem Raum zwischen Hydraulikkolben (Nehmerkolben) und Getriebehauptwelle/Druckstange eindringen, muss man eben für größtmögliche Abfuhr desselben sorgen. Wieso die Herrschaften in Amiland allerdings nicht in der Lage sind, größere Entlastungsbohrungen zwischen Hydraulikkolben und Trapdoor anzubringen, entzieht sich meiner Kenntnis. Die müssten so groß sein, daß das Öl ohne Druck aus dem Zwischenraum abfließt, nicht erst unter Druck (durch den Nehmerkolben).

Kann doch so schwer nicht sein (aber: Nachdem mir vor Jahren ein ernsthaft mit Hochleistungsmotoren befasster amerikanischer Ing. erklärt hat, daß Schmiedekolben wg.n ihrer geringeren Festigkeit nicht für getunte Motore geeignet seine, glaube ich auch, daß "Zitronenfalter" Zitronen falten Augenzwinkern unglücklich ).

Bei seilzugbetätigten Kupplungen taucht das Problem nicht auf, weil es keinen druckbeaufschlagten, ölgefüllten Raum zwischen Ausrückmechanismus und Druckstange/Getriebewelle gibt. Da läuft das Öl einfach zwischen den Mechanismusteilen durch, und die äußerst geringen Mengen durch die Druckstangenbewegung geförderten Öles spielen keine Rolle.

Das berücksichtigt, haben die Amis m.E. nicht die Ursache erkannt, sondern suchen immer noch lediglich nach Lösungen zur Bekämpfung der Symptome.

Grüße

Uli

=Most motorcycle problems are caused by the nut that connects the handlebars to the saddle=
=Ich weiss, daß die Stimmen, die ich höre, nicht echt sind. Trotzdem haben sie manchmal gute Ideen=
=Man kann nicht alles ldiotensicher machen. Immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere ldioten=
Must see: Luftfahrtmuseum Hannover


Geschrieben von Karl H. am 11.12.2017 um 22:52:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!


alexobelix:
Lt. Teileliste (outpost alaska) ist die Kupplungs-Baugruppe (Nr. 21 in der Grafik) für die 2018er Fat Bob (37000263->551$) teurer als die Baugruppe (Nr. 19 in der Grafik) für die Road Glide (37000254->438$).
Die Teilenummern aller wesentlichen auch einzeln erhältlichen Teile sind - bis auf die pressure Plate - identisch. Den Kupplungskorb (nennt man das so?)(4. Bauteil auf den Bildern ohne eigene Nr.) gibt es nicht einzeln, der könnte demnach unterschiedlich sein.
Einen Umbau müsste man versuchen, und dann könnte man die Komatibilität ausprobieren. Ggf. müsste dann die Kupplungsbaugruppe der Softails verbaut werden. Dabei müsste man für rd. 350$ teile mitkaufen, die man eigentlich schon hat...

Softail 2018:



.

Touring 2018:



.



Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

__________________
Gruß

Karl


Geschrieben von Spiritofharley am 12.12.2017 um 09:02:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

https://www.harley-davidson.com/store/twin-cam-performance-clutch-kit

Foto der Slip assist Kupplung für Twin Cam.


Geschrieben von alexobelix am 12.12.2017 um 10:36:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!


Karl H.:


alexobelix:
Lt. Teileliste (outpost alaska) ist die Kupplungs-Baugruppe (Nr. 21 in der Grafik) für die 2018er Fat Bob (37000263->551$) teurer als die Baugruppe (Nr. 19 in der Grafik) für die Road Glide (37000254->438$).
Die Teilenummern aller wesentlichen auch einzeln erhältlichen Teile sind - bis auf die pressure Plate - identisch. Den Kupplungskorb (nennt man das so?)(4. Bauteil auf den Bildern ohne eigene Nr.) gibt es nicht einzeln, der könnte demnach unterschiedlich sein.
Einen Umbau müsste man versuchen, und dann könnte man die Komatibilität ausprobieren. Ggf. müsste dann die Kupplungsbaugruppe der Softails verbaut werden. Dabei müsste man für rd. 350$ teile mitkaufen, die man eigentlich schon hat...

Softail 2018:



.

Touring 2018:



.



Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

Gut, verstanden! Was spricht dagegen diese beiden Teile mit zu tauschen beim Umbau?
Frage: Das große Bauteil oben an 4. Stelle in meinen Bildern hat keine eigene Nr., ist das dann Bestandteil des Hub Assemblys?
Bis dann...
Alex


Geschrieben von silent grey am 12.12.2017 um 10:39:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

Hi,

@ spirit

"Fits 2014 -2016 Touring and Trike Models with hydraulic clutch actuator"

Wofür ist Deine Info jetzt gedacht 🫤 ?

Gruß, silent 


Geschrieben von Karl H. am 12.12.2017 um 14:27:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

alexobelix:

Gut, verstanden! Was spricht dagegen diese beiden Teile mit zu tauschen beim Umbau?

Frage: Das große Bauteil oben an 4. Stelle in meinen Bildern hat keine eigene Nr., ist das dann Bestandteil des Hub Assemblys?

Bis dann...

Alex

Das "große Bauteil" ist nur in Verbindung mit der kompletten Kupplung erhältlich ("Clutch Assembly Complete"). Da Tourer und Softails inzwischen wohl die gleiche Primärübersetzung haben, dürften sie dieses Bauteil aber gemeinsam haben. Die Teileliste für den Umbau auf Seilzug-Kupplung wäre also "nur" noch um die Pressure Plate und die Clutch Hub zu ergänzen. Auf die Assist & Slip Funktion müsste man verzichten. Hört sich nicht wie der Königsweg an, oder?

Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

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Gruß

Karl


Geschrieben von alexobelix am 12.12.2017 um 15:34:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

Naja, über die A&S-Kupplung gibt es ja sehr unterschiedliche Meinungen.

Ich persönlich finde die mech. Kupplung an meiner Fat Bob (und auch die mech. Kupplung an einer 2012er RG eines Freundes) angenehmer zu bedienen als die hydr. Kupplung mit A&S an meiner neuen Road Glide.

Muss halt jeder selbst entscheiden!

Ich sehe das zumindest als Option für mich an, wenn sich bis Mitte 2019 (da läuft meine Garantie ab) nix tut bzgl. eines vernünftigen Fixes. Ich würde es erst mit dem Fix "Alte 3-teilige Druckstange" versuchen und wenn das auch nix bringt, dann der Umbau auf mechanisch!


Geschrieben von Spiritofharley am 12.12.2017 um 15:58:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!


silent grey:

Hi,

@ spirit

"Fits 2014 -2016 Touring and Trike Models with hydraulic clutch actuator"

Wofür ist Deine Info jetzt gedacht 🫤 ?

Gruß, silent
Ich kann mit den Explosionszeichnungen nicht so viel anfangen. Deshalb der link zu einem Foto (auch wenn da der entscheidende Teil nicht zu sehen ist).

Ausserdem fand ich es interessant dass man diese A&S Kupplung schon für TwinCam nachrüsten kann. 

Muss aber auch gestehen dass ich mich zw einer Shovel in den 80ern und dem jetzigen M8 nicht mehr um Harley gekümmert habe. Diese Art von Kupplung ist also Neuland für mich (und vielleicht auch für andere).

Sollte das aber als off-topic empfunden werden kann mein Beitrag natürlich gerne gelöscht werden.

Gruss Rainer 


Geschrieben von Karl H. am 12.12.2017 um 16:45:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

Für Interesierte hier ein schönes Bildchen, das die Funktion erklärt. Die A&S-Kupplung kommt mit Hilfe der eingebauten Rampen beim harten Beschleunigen nicht ins Rutschen, und gleichzeitig erlaubt sie bei hartem Runterschalten einen gewissen Schlupf, der die Kurbelwelle schont. Triumph, Kawasaki und andere arbeiten auch mit diesem Prinzip, das aus dem Rennsport kommt. Harley verbaut diese Kupplung offenbar nur bei den Tourern, weil die aufgrund ihrer Masse davon am meisten profitieren und eine hydraulische Kupplungsbetätigung haben (?). Auch die SE-Version für Twincams ist nur für Tourer mit hydraulischer Kupplungsbetätigung im Angebot.

Nachteil: Die lastabhängige Bewegung der Druckplatte überträgt sich über die Kupplungsdruckstange und die Hydraulik bis zum Kupplungshebel.



Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

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Gruß

Karl


Geschrieben von ragetti am 12.12.2017 um 17:55:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

ich habe diese Kupplung beim Probesitzen neulich als viel zu stark bzgl. erforderlichen Handkräften empfunden. Der Verkäufer meinte zwar dass das bei laufendem Motor besser wäre, könnte nach deiner Prinziperklärung auch so sein, nur ich bin halt von der amerikanischen Ingenieurskunst nicht so sehr überzeugt.



Viele Grüße aus dem schwäbischen Teil des Nordschwarzwaldes

Rolf

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__________________
viele Grüße

Rolf


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Geschrieben von -hiob- am 12.12.2017 um 18:56:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

Wenn ich mich recht erinnere, hatte meine Honda VF1000F2 von 1984 schon so eine Kupplung.
Nannte sich damals "Anti Hopping Kupplung" und sollte das Wegschmieren durch Blockieren des Hinterrads
beim Runterschalten in den Schubbetrieb verhindern.

Gruß "Hiob"


Glaubwürdigkeit ist wie Jungfräulichkeit. Sobald sie verloren wurde, ist es fast unmöglich, sie wieder zu erlangen.


Geschrieben von Uli G. am 13.12.2017 um 01:38:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!


-hiob-:

Wenn ich mich recht erinnere, hatte meine Honda VF1000F2 von 1984 schon so eine Kupplung.
Nannte sich damals "Anti Hopping Kupplung" und sollte das Wegschmieren durch Blockieren des Hinterrads
beim Runterschalten in den Schubbetrieb verhindern.

Gruß "Hiob"


Glaubwürdigkeit ist wie Jungfräulichkeit. Sobald sie verloren wurde, ist es fast unmöglich, sie wieder zu erlangen.
Wohl wahr,
bloß hatte die VF100F2 nur "kümmerliche" ~86Nm Drehmoment, und das auch noch von einem Vierzylinder, also gleichmäßiger geliefert, So‘n Harley Tourer der letzten Generation bringt‘s auf etwa das Doppelte, nur steht dummerweise auch bei Harleys nicht viel mehr Platz für mechanische Gimmicks zur Verfügung, was eine locker funktionierende Lösung behindert. Nicht zuletzt das ist ein Grund dafür, daß auch die Hersteller automatischer Kupplungen, die sich im Cross bewährt haben, ihre Angebote für Harleys einstellen.
Höhere Drehmomente der Motore, nochdazu stark oszillierend (das angegebene Drehmoment ist ein Mittelwert, die Spitzenwerte liegen um so höher, je geringer die Zylinderzahl ist), erfordern einfach höhere Anpressdrucke der Reibscheiben (bei gleichem Reibwert), und damit höhere Betätigungskräfte. Letztere lassen sich, zu Ungunsten des (Hand-)Hebelweges zwar verringern, aber auch da sind relativ enge Grenzen gesetzt.
Ergo (bzgl. der erforderlichen Betätigungskräfte, in Anlehnung an eine beliebte "Halspastillen"-Marke):
"Sind sie zu stark, bist Du zu schwach"!
Dem kann leicht entgegen gewirkt werden:
"Federhantel"
Dann klappt‘s auch  mit der Kupplung (ob‘s mit der Nachbarin dann auch klappt, weiß ich allerdings nicht Augenzwinkern).
Grüße
Uli

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Geschrieben von zebru am 13.12.2017 um 11:19:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

Diese Klage über hohen Kraftbedarf zur Kupplungsbetätigung ist mir verschiedentlich aufgefallen. Statt sich den Anforderungen zu stellen und sich zu erstarken wird gejammert. Die Frauen im Dunstkreis meiner Bikerfreunde sind sportlich aktiv und haben sich noch nicht dazu geäussert. 

VG zebru


Geschrieben von -hiob- am 13.12.2017 um 13:22:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!

Wenn wir eh schon etwas O.T. sind......

Es wird bei den M8 Tourern bei der Kupplungsbetätigung weniger die aufzubringende Handkraft bemängelt, sondern dass sich die Betätigung am Handhebel praktisch nur auf den letzten Millimetern des Hebelwegs abspielt.
Die Kupplung "kommt" leider auf den allerletzten Millimetern. So muss man zum Entkuppeln zwar den Hebel nur wenig ziehen, aber das bei den nicht Langfingrigen also nur noch mit den Mittel- und Endgliedern des Zeige- und Mittelfingers.
Beim Einkuppeln das gleiche Spiel. Besonders beim häufigen Stop and Go, beim Rangieren oder U-Turn mit engem Radius und eingeschlagenem Lenker kann es äußerst unangenehm werden und durch das Verhalten der "Slipper Clutch" sogar noch unvermutet bis zum Sturz führen, weil die Slipper Clutch wegen schwieriger Dosierung eben nicht weich, sondern eher recht hart "kommt".

Dieses Verhalten der hydraulisch betätigten Kupplung an den M8 wurde und wird immer noch recht häufig moniert und nicht wenige bauen verstellbare Handhebel (Oberon, Hoglever etc.) ein. Wobei m.M.n. einstellbare Hebel bei einem Bike dieser Preisklasse natürlich eigentlich Serie sein sollte.



Gruß "Hiob"



Geschrieben von Karl H. am 20.12.2017 um 22:59:

RE: An alle M8-Fahrer: Getriebeölstand prüfen!!!


E-Glider:

Schade!

www.hdforums.com/forum/milwaukee-eight-m8/1175678-who-s-been-having-to-add-transmission-fluid-240.html#post16894365

Beitrag #2398
Oder doch nicht? Seit heute gibt es von Bigtwin45 einen ersten, positiven Bericht zur "Lösung", die die Company einigen Testkunden eingebaut hat 😁

www.hdforums.com/forum/milwaukee-eight-m8/1175678-who-s-been-having-to-add-transmission-fluid-246.html#post16925693

Gruß
Karl

Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt

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Gruß

Karl