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Geschrieben von BigJo am 22.02.2026 um 11:56:

Erstmal vielen Dank für die Antworten, Tipps und Anregungen. Ich habe das fleißig mitgelesen.
Letztlich habe ich mich für eine 2020er Slim entschieden, auch weil ich dieses Bike vor der
Breakout hatte und sehr zufrieden war. Die Slim hat bereits einen Umbau auf den 200er
Hinterreifen, genau wie die Vorgängerin. Durch den Umbau ist der Custom- Sitz etwas weiter
hinten und sollte für meine langen Haxen und 1,86 Größe gut passen.

Ob die Trittbretter ein paar Zentimeter weiter vorne eine weitere Verbesserung bringen muss
ich noch testen. Vielleicht gibt´s hier schon Erfahrungen.

Vielen Dank Euch allen.

Und das ist die "Neue".

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Geschrieben von Skogr am 22.02.2026 um 11:58:

Schade um das schöne slim heck und den charakteristischen Reifen und um den Stilbruch. 
. Wieder eine halbe Breakout. 

Sorry, schade um die Slim.

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Zuviel Auswahl macht Stress
 


Geschrieben von BlackStar am 22.02.2026 um 13:38:

Moin,

bei der moderaten Aufrüstung mit bis zu 200er Hinterreifen würde ich zur Wahrung des originalnahen Erscheinungsbildes bei einer M8 Slim auf Heckfender und Struts einer SportGlide zurückgreifen wollen 😉🤫

So war seinerzeit auch mein Ansatz. Da sich mit der parallel betriebenen SportGlide deren Handling als erheblich angenehmer herausgestellt hatte, bekam meine Slim letztlich einen neuen Besitzer 😬😇

@BigJo  Glückwunsch zur Deiner Wahl 👌 💪

BlackStar

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Geschrieben von Mondeo am 22.02.2026 um 15:36:

Naja, eigentlich das gleiche Moped wieder. fröhlich


Geschrieben von Sunglow am 22.02.2026 um 19:05:

Ich finde beide, Breakout wie Slim, schön gemacht und gratuliere. Sie muss Dir passen, fahrtechnisch und optisch, und niemandem sonst, das ist klar.

Was ich mich beim Lesen des gesamten Threads aber auch gefragt habe: ich bin jetzt 61 und vermutlich werde ich irgendwann auch -na ja, auf ein eher leichtes Motorrad vielleicht nicht angewiesen sein, aber es schätzen.
Nun habe ich mich ja erst spät in Harleys verliebt und die hier genannten Alternativen von "600er Klasse" und "Royal Enfield" habe ich ja entweder immer noch oder zumindest schon mal gefahren. Die sind ja schon das diametral andere Ende des Fahrens; meine Hornet 600 hat den roten Bereich bei 13.000 Umdrehungen.

Warum also denkt beim Wunsch nach weniger Gewicht, schmalere Reifen und Kurvenwilligkeit niemand an eine Sportster? Ihr könnt jetzt sagen "---wer einmal die Große gefahren hat..." aber genau das ist ja nicht die Lösung, sondern das Problem. Und "groß" in dem Sinn ist eine Enfield oder eine 600er ja schon gar nicht.

Ich habe "früher", das Jahr kann ich gar nicht mehr so genau eingrenzen, Probefahrten auf Fat Boy und einer anderen Big Twin gemacht (damals haben mich die Modelle noch nicht so interessiert, dass ichs mir gemerkt hätte -ich schäme mich so!). Und genau dieses Kurvenverhalten und vor allem das Gefühl, einfach "way to much" Eisen zu bewegen, haben den Funken damals nicht überspringen lassen. Das Thema Harley war dann lange Zeit durch, bis ich irgendwann um Hilfe beim Verkauf einer 883 Super Low gebeten wurde. Das bedeutete auch Fahrten zum TÜV und zur Überführung.  Nach den paar Tagen war ich so angefixt, dass ich  bald aktiv eine eigene Sportster gesucht habe. Und zwar bewusst nicht als das "Einstiegsbike in die Harley Szene" sondern als "die Harley, die sich richtig gut handeln lässt". Das ich, zurück zum Thema, auch mit irgendwann nachlassenden Kräften nicht so bald wieder weg geben muss.

Geworden ist es dann eine XL1200 Custom, ein Vergasermodell von 1996 ohne Gummiaufhängung. 220 Kilo fahrfertig, echt dünne Reifen (den 130er hinten hat meine Hornet vorn!) und damit weit näher am Easy Rider-Style dran als irgendwelche Walzenbikes. Vor allem aber kannst Du ganz einfach Kurven fahren, und ich rede da vom Fahren nahezu am Lenkanschlag, ohne Blut, Schweiß und Tränen. Und die Bodenfreiheit ist nicht die des Supersportlers, klar, aber es ist die einzige Harley, die  zumindest ich ziemlich normal und ohne Angst vor schrabbelnden Teilen durch Kurven bewege. Im Hinterkopf behaltend, dass Du Chopper fährst, musst Du nichts weiter beachten.

"Ja aber der kleine Motor!" Say what? 1200 Kubik hatte damals die Electra Glide und glaub mal, im nicht stattfindenden Kampf mit den Zentnern geht das echt sehr schön voran. Und eine Enfield ist jetzt echt kein Bärentöter, weder real noch gefühlt.

Was ich unbedingt empfehlen würde sind forward controls, mit den normalen Rasten ist man nicht erst bei 1,86 am Limit. Fährt sich cooler und man passt drauf. Und auf der Hornet möchtest Du im hohen Alter vielleicht auch nicht gefaltet sitzen. 

Also: vielleicht nicht für jeden und wahrscheinlich auch nicht für Dich, aber eine Alternative, die ich in solchen Fällen bedenken würde.

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Geschrieben von BlackStar am 22.02.2026 um 19:54:

Moin,

es geht ja in erster Linie um das Handling, das ist nicht zwangsläufig bzw. notwendigerweise einhergehend mit weniger Gewicht. Wie ich oben schon schrub, waren bei mir in der vergangenen Saison eine M8 Slim sowie eine SportGlide parallel in Gebrauch.
Schaut man sich die wichtigsten technischen Daten der Vergleichbarkeit an (Radstand, Lenkkopfwinkel) könnte man denken, dass sich die eine wie die andere gleichermaßen handhaben lässt. Dem ist allerdings nicht so.
Habe ich schon mit der M8 Slim die ErFahrung gemacht, dass diese sich nur halb so sperrig bzw. anstrengend wie eine Slim aus der TC Aera handhaben lässt, lässt sich diese Reduzierung in gleichem Maße ( = gefühlt halbe Anstrengung) auf die SportGlide übertragen 💪😎
Ich war nach meinen EVO & TC BTs und vor den M8 einige Jahre auf unterschiedlichen Forty-Eights unterwegs und kann nur mitteilen, dass sich eine SportGlide deutlich einfacher und angenehmer bewegen lässt 😎😇

Deutlich leichtere Mopetten braucht es allenfalls für mal eben für eine gediegene Feierabendrunde, dafür steht noch eine 900er Triumph StreetScrambler (65 PS, 80 Nm @ 3250 Ulm) im Stall.
Für die fetzige Überlandrunde denke ich mir wieder eine 765 RS dazuzustellen; eines der besten kleinen und leichten Mopetten, die man aktuell für Geld kaufen kann 😉🤫

Ich fang mir ja in diesem Jahr die siebte Null ein, und bin mit der Handhabung meiner Mopetten mit Sicherheit noch eine ganze Weile gut aufgestellt 💪😬

BlackStar

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Geschrieben von Frejus2 am 22.02.2026 um 20:31:

@Sunglow,
ich bin da voll und ganz bei dir, hatte Fat boy TC103, Fat bob M8 114, und bin jetzt, genau
auch wegen dem leichteren Handling auf Dyna Street bob TC103 umgestiegen.

Je älter ich werde, desto mehr wächst die Sehnsucht nach der Leichtigkeit des Seins in jungen Jahren.
Dies überträgt sich natürlich auch aufs Motorrad fahren. Und... Es IST schöner und leichter geworden.
Eine Sporty fiel bei mir nur aufgrund des kleinen Tankvolumens aus der Wahl.

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Geschrieben von BlackStar am 23.02.2026 um 10:14:

zum zitierten Beitrag Zitat von Frejus2

…Eine Sporty fiel bei mir nur aufgrund des kleinen Tankvolumens aus der Wahl…

Moin,

17 Liter erachte ich aber nicht als klein 🤫 . Würde ich mir allerdings nicht auf eine Forty-Eight bauen, weil dadurch der ganze reduzierte Ansatz ad absurdum geführt wird.

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Geschrieben von Sunglow am 23.02.2026 um 10:52:

Forty Eight ist ja auch nicht die einzige Sportster, die hat ja von allen den kleinsten Tank. Meine hat den 3,3 Gallonen-Tank, also 12 Liter, damit komme ich 200 km weit.

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Geschrieben von BlackStar am 23.02.2026 um 13:19:

Moin,

das ist eher wenig, da ich bei meiner entspannten Fahrweise schon aus dem ~ 8 Liter  kleinen Tank meiner Forty-Eights reproduzierbar sichere 170 Kilometer Strecke auf der Landstraße bis zum Sprit nachfassen gekommen war.

Ist aber letztlich hier nicht das startende Thema, sondern die Frage nach einem HD BigTwin für easy going im fortgeschrittenen Lebensalter. Und da gehört eine Sportster ganz sicher nicht in die engere Auswahl; weder die neue flüssigkeitsgekühlte, noch die alte luftgekühlte.

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Geschrieben von Schrauberguru81 am 23.02.2026 um 13:29:

Ich gebe dann auch mal meinen Senf dazu.
Da ich mittlerweile nahezu alle Modelle mit M8 Motor getestet habe, kann ich die Sache mit dem Handling bestätigen. Zumindest teilweise.
Die Sport Glide fährt sich tatsächlich am ausgeglichensten. Kein Aufstellen in der Kurve wie bei Fat Boy u.a., aber auch kein Einkippen nach innen, wie es die Low Rider S bspw gerne macht.
Man wird nicht zum Heizen aufgefordert, es ist (begrenzt) aber machbar. Die FXLR als S und ST machen beim gemütlichen Cruisen nicht den gleichen Spaß, wie es alle anderen Modelle machen.
Tatsächlich ist die Slim dem Fahrverhalten (nach der Sport Glide aktuell meine zweite Harley) sehr ähnlich, sie fährt sehr neutral, ohne echtes Eigenlenkverhalten. Mit den originalen, kleinen Rädern regelrecht flink.
Teilweise zustimmen kann ich aber nur deshalb, weil der Umbau auf ein 180er oder 200er Heck daran nicht wirklich viel ändert. Die HD wird dadurch tatsächlich nicht weniger handlich, zumindest bei entsprechendem Querschnitt.
Sowohl un der FLSB habe ich hinten eine 6x18 Felge mit 200er verbaut, als auch bei der FLSL. Es sind keine negativen Folgen zu spüren, bzw zu erfahren.
Anders sieht das nach dem Umbau auf 21Zoll Vorderrad aus. Die Änderung ist sehr stark zu spüren, im Handling gibt dies definitiv keine Vorteile...😅


Geschrieben von LRalf am 23.02.2026 um 14:35:

 @Sunglow Sportster und Bigtwin sind 2 verschiedene Paar Schuhe. Das liegt am Motor. Der Sportster-Motor ist viel hochtouriger und nicht mit einem Bigtwin vergleichbar. Das muss man mögen. Ich habe damals mal eine 48 probegefahren, ist nicht mein Ding. Das Handling ist aufgrund des geringeren Gewichts nur geringfügig besser als eine Streetbob, Low Rider oder Slim. Die 48 ist mit 255kg auch kein Leichtgewicht.


Geschrieben von Sunglow am 23.02.2026 um 14:52:

Die 1200C ist auch keine 48.
Da hast Du komplett andere Räder, 30 Kilo mehr und Einspritzanlage.

Ich kann nur sagen, auch im Vergleich mit den Großen fehlt mir gar nichts, erst recht nicht in Kurven. Und wie gesagt, es ging hier nicht um die fetteste Kiste, sondern den Weg weg davon.

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Geschrieben von LRalf am 23.02.2026 um 15:11:

zum zitierten Beitrag Zitat von Sunglow
Und wie gesagt, es ging hier nicht um die fetteste Kiste, sondern den Weg weg davon.

Ich hatte es so verstanden, dass es um das Handling geht. Die Breakout ist aufgrund des langen Radstands und des 240er Hinterreifen sehr unhandlich.
In dem Fall - und auch generell - ist besseres Handling nicht zwangsweise mit Reduzierung des Gewichts zu erzielen.


Geschrieben von BigJo am 23.02.2026 um 19:26:

Nun bin ich ja einige Jahre mit der Breakout unterwegs gewesen. Wirklich kompliziert wurde es nie. Natürlich verlangt die
ganze Konstruktion einen gewissen Druck, wenn´s um engere Kurven geht. Der 240er Hinterreifen und der Lenkkopfwinkel
mit dem großen Vorderrad verlangen zwangsläufig mehr "Aufwand". Und wirklich bequem fährt man mit diesem Bike nie.
Es ist ein Riesen- Brocken, der seine gedachte Herkunft nicht verleugnet.

Da ist die Slim ein ganz anderes Kaliber. Die fährt sich "rund" und völlig unaufgeregt, auch in den engen Bereichen. Das
200er Hinterrad macht da keinen wirklich spürbaren Unterschied oder gar negative Auswirkungen. Das passt schon. Und 
über die Optik kann man natürlich streiten. Manche bauen sich einen gigantischen Apehanger drauf... ob das optisch
gelungen ist? Wer aber mal mit einem solchen Lenker unterwegs war, weiß die Vorteile zu schätzen.

Und vielleicht noch ein Wort zur Sporty: Meine Frau hat eine 883 Super Low gefahren und ich habe mich auch ein
paar Mal aus Spaß draufgesetzt. Abgesehen davon, das ich wieder mit meinen langen Haxen nicht wirklich gut sitzen
konnte, fuhr sich die "Kleine" doch mit wunderbarer Leichtigkeit.

Was wollte ich sagen? Aller sehr individuell. Was dem Einen unverzichtbar ist, erscheint dem Nächsten völlig überflüssig.
Trotzdem ist es einfach schön, die verschiedenen Meinungen und Ansichten zu lesen. Und der eine oder andere Tipp
bleibt immer hängen.

Jetzt freue ich mich auf meine Slim, die in den nächsten Tagen ankommt. Wenn dann das Wetter noch einigermaßen
mitspielt, kann der Spaß beginnen.

Wünsche ich Euch allen auch.

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