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Geschrieben von Rallemann am 27.10.2016 um 17:58:

...Mighty Twin...hört sich interessant an, ist notiert!

 


Geschrieben von FELLFROSCH am 27.10.2016 um 18:08:

Alles steht und fällt mit dem Öl!  In der Dose sind die alle gut, aber einige davon laufen nach 1000 km bereits durch den Melittafilter wie Wasser, so dünn sind die dann.   Und...der Luft-Ölgekühlte klappert eben mehr als ein Wassertier.
 

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--- Fragt einfach nur den, der es bessser weis! ---


Geschrieben von Flat am 27.10.2016 um 19:52:

Einfahröl , so etwas gibt es doch gar nicht mehr , ungefähr seit 50 Jahren schätze ich mal .
Es gibt auch keine Mäntel mehr , die heissen heute Reifen , gelle .
Felgenringe sind auch so eine prähistorische Bezeichnung .
Und bedenke : Auch ein 60er Öl ist bei 100Grad fast wasserdünn .
Und warum muss Öl "dick" sein um zu schmieren , Hochleistungsmotoren rennen heute mit 0W-30er Öl , und davon klappert auch nichts .
Alter Zopf aus Henry Ford´s Zeiten das ...abschneiden bitte .


Geschrieben von take.it.easy am 27.10.2016 um 20:00:

wenn du die geräusche nicht verträgst, ohrenstöpsel rein, dann hörst nix mehr klappernrotes Gesicht


Geschrieben von silent grey am 28.10.2016 um 07:01:

zum zitierten Beitrag Zitat von Rallemann
Wird in die Möppis eigentlich ein besonders dünnes "Motor-Einfahröl" gefüllt, das bis zur 1600er-Inspektion drin bleibt?

Ich höre beim Gas geben von ca. 1800-2400 U/min im 3.-6. Gang ein leises "Klingeln"/"Klickern" und überlege, ob das vom Einfahröl kommen könnte?
Das Möppi ist eine CVO PS BO, 1,5 Monate alt, 1100Km auf der Uhr.
Montiert habe ich einen FMC Thor I Puff (V&H Big Shot Staggered mit EG-Zulassung).

Hi, 

Nein, da ist kein spezielles Einfahröl drin. Ein aufmerksamer Blick in die Bedienungsanleitung Deines Mopeds hätte schnell für Klarheit gesorgt, und diese motorgeschichtlich schon lange überholte Fragestellung gar nicht erst aufkommen lassen. 

Die Erstbefüllung ist bei Standardmotoren das Genuine H-D Original 360 Motorcycle Oil 20W50. Ggf. Ist es bei CVO Modellen das Syn3 gleicher Viskosität. 

Da die störenden/irritierenden Geräusche erst in den höheren Gangstufen wahrgenommen werden, ist möglicherweise die Belastung für den Antrieb durch die Kombination niedrige Kurbelwellendrehzahl + lange Getriebeübersetzung zu hoch. Abhilfe könnte eine um 500 upm erhöhte Schaltdrehzahl bewirken, die die Lastspitzen nimmt.

Vielleicht ist auch nur der Puff zu leise...

Und bringt mal Dein Avatar auf Vordermann großes Grinsen

Gruß, silent 


Geschrieben von Rallemann am 28.10.2016 um 07:34:

Ok also ist die einfachste Möglichkeit den Bock wie einen Supersportler zu fahren...;-)

Ach ja, das liebe Öl und die herzlichen Ventil/Stößel-Geräusche haben schon manch einen V-Twin-Fahrer in den Wahnsinn getrieben...
Es soll eine eigene V-Twin-Fahrer-Irrenanstalt irgendwo versteckt in Transsilvanien geben...


Geschrieben von rockerle69 am 28.10.2016 um 08:20:

Also ich kenne nur Einscheixxöl, ist auf Rizinusbasis.Augen rollen

Und wenn an den neuen Harleys was klingelt, ist das normal, da die amerikanischen Toleranzen etwas weiter ausgenutzt werden als das z.B. die Japaner machen.
Google mal nach Gaußsche Glockenkurve und Normalverteilung und Standartabweichung.



Ist wie hier im Bild dargestellt.
Die blaue Linie ist der Toleranzbereich in dem die Japaner agieren.
Das ist der allgemein angestrebte Toleranzbereich.
Die anderen Farben sind die Toleranzbereiche in denen bei den Amis agiert wird.
X 0 ist der optimale Wert.
Und je nachdem was für ein Glück man hat, sind die Toleranzen eben näher oder weiter weg von X 0.

Das ist nun mal so bei Harley.
Das ist nun mal so wenn auf Teufel komm raus der Maximalprofit erwirtschaftet werden muss und die Boni stimmen soll.
Solange es nur genug Verrückte gibt, die den Schrott auch noch für teuer Geld kaufen, ist das alles zumindest für die Geschäftsleitung ok.


Wenn Dir das Klingeln auf den Sack geht,
gibt es diverse Abhilfemethoden.
Dickeres Öl, Lauter Auspuff, Ohrstöpsel, oder einfach damit leben.
Ist ja schliesslich eine Harleygroßes Grinsen

Anderenfalls bleibt nur der Wechsel zu nem Japsen.geschockt

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Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.

Lieber stehend sterben als kniend leben.

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Geschrieben von Rallemann am 28.10.2016 um 08:28:

Ach ja die gute alte Gaußsche Glockenkurve großes Grinsen

Und für welche Hersteller stehen grün, rot und gelb?
Grün ist natürlich wirklich heftig! geschockt


Geschrieben von rockerle69 am 28.10.2016 um 08:33:

Schrieb ich doch:
Die anderen Farben sind die Toleranzbereiche, in denen bei den Amis agiert wird.
Die Farben sind dann nur noch abhängig vom Wochentag und der Mitarbeitermotivation.Augen rollen
 

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Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.

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Geschrieben von Rallemann am 28.10.2016 um 08:45:

Aha, also die gesamte amerikanische Industrie.


Geschrieben von SteveHD am 28.10.2016 um 08:51:

Ich lach mich Tod

das ist einfach eine Darstellung zur Prozesslage SPC halt wovon nicht immer Wissen bei der Herstellung weltweit vorhanden ist.

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Gruß Steve

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Geschrieben von Rallemann am 28.10.2016 um 09:18:

Klingelingeling

Was mir noch zum Thema einfällt->

https://www.youtube.com/watch?v=iLIUmis_rR8
 


Geschrieben von silent grey am 28.10.2016 um 09:33:

zum zitierten Beitrag Zitat von Rallemann
Ok also ist die einfachste Möglichkeit den Bock wie einen Supersportler zu fahren...;-)

Hi, 

DAS dauerhaft betreiben zu wollen würde Dir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit innerhalb kürzester Zeit durch die gegenüber einem Supersportler enorm höhere dynamische Masse auf den Senkel gehen Freude  . Ganz abgesehen davon, daß man mit dem Reifen- und Bremsbelagwechsel kaum hinterherkommt.

Es geht bei der angesprochenen Anhebung der Schaltdrehzahl im Grunde genommen darum, den Motor im Bereich einer stabilen Gassäule zu halten. Diese liegt ab etwa 2300+ upm an.
Es ist wahrlich kein Geheimnis, dass sich ein HD Motor bei gut 3000 upm am Wohlsten fühlt. Sportster legen da gerne noch eine Schippe drauf, und das ist auch gut so Augenzwinkern  . 
Auch werden die Aggregate nicht mit handverlesenen Bauteilen bestimmter Toleranzzuordnungen wie bei Hightech Kleinserien zusammengestellt, sondern sind popelige Großserienprodukte  wie der Wettbewerb im Großen und Ganzen eben auch. Dadurch können sich sowohl günstige als auch ungünstige Toleranzpaarungen zusammenfinden, die das eine Fahrzeug angenehm leise, ein anderes wieder mit deutlichen mechanischen Geräuschen laut werden lassen.
Doof nur, dass es keinen Einfluss drauf gibt, was man bekommt. Dann hat man sich eben für teuer Geld eine 'Klapperkiste' angeschafft. Macht aber nix, bleibt in aller Regel nicht ewig im Haus großes Grinsen

Gruß, silent 
 


Geschrieben von Rallemann am 28.10.2016 um 09:56:

Also da hast Du ein interessantes Thema angerissen!

Das eine stabile Gassäule sich erst ab 2300U aufbaut wusste ich nicht.

Ich bin bis dato auch gerne mit um die 1800-2500 U/min "dahingegondelt". Nur deswegen habe ich dieses Eiermann-Klingeln bei Beschleunigung zwischen 1800 und 2400 U/min auch überhaupt regelmäßig wahrgenommen.
Wenn das aber ein Drehzahlbereich ist, der evtl. sogar schlecht für den Motor ist, werde ich das in Zukunft eher versuchen zu vermeiden...


Geschrieben von silent grey am 28.10.2016 um 11:31:

Hi,

man kann durchaus bei diesen niedrigen Drehzahlen durch die Gegend gondeln. Im Teillastbereich richtet man dadurch keinen Schaden an. Auch sanftes Gas anlegen ist möglich, allerdings sollte heftiges Ziehen am Kabel eher vermieden werden.

Hintergrund für eine möglichst im mittleren Drehzahbereich (und höher natürlich) vorzunehmende kräftige Beschleunigung ist der Schmierfilm. Am Besten ist das zu verdeutlichen, wenn man sich diesen als idealen, gleichförmig Ring zwischen (Gleit)Lagerbuchse und (Kurbel)Welle vorstellt. 
Gleichförmig ist statisch natürlich nicht der Fall, da die Schwerkraft der Welle nach unten wirkt und den Schmierfilm keilförmig zu beiden Seiten wegdrückt und dadurch im oberen Bereich breiter angelegt ist. 
Mit zunehmender Drehzahl 'zentriert' sich die Welle quasi in der Lagerbuchse, wenn das mal so einfach ausgedrückt/dargestellt werden darf.
Im mittleren Drehzahlbereich ohne große Belastung (Teillastbereich) kommt der Schmierfilm dem Ideal (gleichförmig ausgeprägter umlaufender Schmierspalt) recht nahe.

Bei niedrigen Drehzahlen, noch dazu in einem hohen Gang, liegt bei Teillast somit ähnlich der statischen Betrachtung nur ein mehr oder weniger dünner Schmierfilm unter der Welle an. 
Wenn jetzt aus dieser Teillastsituation durch harsches/kräftiges Gasaufziehen noch die Kräfte aus den vehement zunehmenden Verbrennungsdrücken auf diesen schon dünnen Schmierfilm einwirken, wird er dadurch noch dünner. Die Rotationszunahme bringt diesen Zustand eigentlich wieder ausreichend ins Lot, aber nicht mit den 3 Umdrehungen, den ein BT dabei durch die lange 6-Gang Übersetzung in den hohen Gängen an Drehzahl zulegt.

Bei den 4-zylindrigen Wettbewerbern mit ihren kurzen Getriebeübersetzungen und dem fast dreimal so grossen Drehzahspektrum ist das eine gänzlich andere Musik. Meine CB 1000 R habe ich deshalb selbst im auf und ab des kurvigen Mittelgebirgegeläufs meist im 5ten Gang betreiben können, da selbst in 6ten Gangstufe für 100 km/h Geschwindigkeit noch 4300 upm anlagen. Ideale Voraussetzungen also, um in diesen Ausgangsbereichen gleichermaßen Bummeln und Brennen zu können.
Dazu kommt, das solche 'Sportmotoren' mit ihren Gleitlageren durch die konstruktivbedingt größerflächige Lastverteilung in der Lagerstelle bei Lastspitzen aus plötzlich ansteigenden Verbrennungsdrücken einen wesentlich größeren Schmierfilm bereitstellen können, als die Rollenlager unserer Mopeten.

Natürlich kann man die HD Motoren auch bewusst nieder(unter)tourig betreiben, ohne daß sie kurz- oder mittelfristig Schaden nehmen. Konstruiert ist für derartigen Betrieb aber kein modernes Aggregat. Da darf es auch nicht verwundern, wenn es sich mit klappernden und schlagenden Geräuschen dagegen wehrt.

Gruß, silent