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Geschrieben von living-dead am 18.07.2012 um 00:26:
@ Tolot--> Normale, keine WW. Werde berichten, wie die Teile sich fahren, kann ja eigentlich nur besser werden! Reifen sind drauf, an nassen Straßen ist ja momentan in HH kein Mangel. Zum Reifentesten also super. Und Sommer? War schon im Mai, oder? Grr!
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Es ist erstaunlich, wie verwirrt manche Menschen plötzlich sind, wenn ein Satz anders endet als man es Apfelsaft.
Geschrieben von tcj am 18.07.2012 um 08:13:
Zitat von viczena
Weil die Hauptbelastung nicht durch das beschleunigen, sondern durch das Bremsen kommt.
@viczena
das ist für mich aber keine schlüssige Erklärung
, der Hinterreifen muss ja nicht nur zum Beschleunigen sondern auch zum Bremsen herhalten - also Belastung in beide Laufrichtungen aufnehmen können.
Was auch von Interesse wäre - viele Reifen sind ua. auch wegen der Profilgestaltung laufrichtungsgebunden, sodass Wasser möglichst rasch durch die Profilierung nach außen transportiert werden kann. Wird der Reifen nun gegen die Laufrichtung montiert dürfte dies nicht im Sinne des Erfinders sein - auch wenn Mopedreifen nicht so schnell aufschwimmen 
Gruß, tcj
Geschrieben von Tolot am 18.07.2012 um 13:05:
Zitat von tcjdas ist für mich aber keine schlüssige Erklärung
, der Hinterreifen muss ja nicht nur zum Beschleunigen sondern auch zum Bremsen herhalten - also Belastung in beide Laufrichtungen aufnehmen können.
Sogar mir leuchtet ein, daß die Belastung des Vorderrads beim Bremsen größer ist als die des Hinterrads. Daher scheint diese Erkärung, die eigentlich immer beim Aufkommen der Frage gebracht wird (-> google, es gibt aber nur zwei Handvoll Diskussionen zu Moppedreifen), etwas für sich zu haben. Immerhin empfehlen dies auch manche Hersteller (z.B. http://www.metzeler.com/site/de/tech-and-safety/safety-maintenance.html).
Was auch von Interesse wäre - viele Reifen sind ua. auch wegen der Profilgestaltung laufrichtungsgebunden, sodass Wasser möglichst rasch durch die Profilierung nach außen transportiert werden kann. Wird der Reifen nun gegen die Laufrichtung montiert dürfte dies nicht im Sinne des Erfinders sein - auch wenn Mopedreifen nicht so schnell aufschwimmen
Den Gedanken hatte ich zunächst auch und er wird bei Diskussionen im Web zu der o.a. Frage ebenfalls immer aufgebracht. Meist lautet die Antwort;: Beim Motorradreifen leite das Profil nicht das Wasser ab, weil die Auflagefläche des Reifen viel zu klein (für Aquaplaning) sein.
Tja. Mhm.
Warum gibt es dann überhaupt ein Profil, warum muß es eine Mindesttiefe haben (und ich nicht meine Dunlops legal 20000km bis zum Nullprofil abfahren darf) und warum legt man sich bei Nässe eher, wenn das Profil weniger ist?
Diese Antwort scheint mir daher nicht der Weisheit letzter Schluß zu sein. Aber vielleicht spielt deswegen die "Richtung" des Profils (vorne/hinten) beim Motorrad keine Rolle? Also Hauptsache daß überhaupt das Wasser weg kann, dank der schmalen Auflagefläche egal wohin und wie. Oder aber daß diese "Regel" des "hinten nach vorne nur gedreht" nur bei Reifen mit drehrichtungsneutralem Profil gilt (bei denen ist die Frage des Aquaplaning bei umgekehrter Drehrichtung evident unbedenklich).
Geschrieben von tcj am 18.07.2012 um 13:41:
Zitat von Tolot
Warum gibt es dann überhaupt ein Profil, warum muß es eine Mindesttiefe haben (und ich nicht meine Dunlops legal 20000km bis zum Nullprofil abfahren darf) und warum legt man sich bei Nässe eher, wenn das Profil weniger ist?
Diese Antwort scheint mir daher nicht der Weisheit letzter Schluß zu sein. Aber vielleicht spielt deswegen die "Richtung" des Profils (vorne/hinten) beim Motorrad keine Rolle? Also Hauptsache daß überhaupt das Wasser weg kann, dank der schmalen Auflagefläche egal wohin und wie. Oder aber daß diese "Regel" des "hinten nach vorne nur gedreht" nur bei Reifen mit drehrichtungsneutralem Profil gilt (bei denen ist die Frage des Aquaplaning bei umgekehrter Drehrichtung evident unbedenklich).
Ich würde meinen dass ein entsprechendes Profil auch beim Motorrad sehr wohl Auswirkung hat. Man wird mit einem Mopedreifen sicher nicht so rasch aufschwimmen - nur irgendwann schwimmt alles auf - hängt einfach vom Tempo ab 
Nicht umsonst gibt es auch in der Rennszene Regenrennreifen (welche abgesehen von einer weicheren Gummimischung und Karkasse) über eine spezielle Profilgestaltung verfügen um eine gute "Drainage" zu erreichen.
Geschrieben von Tolot am 18.07.2012 um 13:47:
Zitat von tcj
Ich würde meinen dass ein entsprechendes Profil auch beim Motorrad sehr wohl Auswirkung hat. Man wird mit einem Mopedreifen sicher nicht so rasch aufschwimmen - nur irgendwann schwimmt alles auf - hängt einfach vom Tempo ab 
Nicht umsonst gibt es auch in der Rennszene Regenrennreifen (welche abgesehen von einer weicheren Gummimischung und Karkasse) über eine spezielle Profilgestaltung verfügen um eine gute "Drainage" zu erreichen.
Tja. Klingt natürlich plausibel. Auch wenn natürlich die Anforderungen im Rennsport ganz andere sind .... Möglicherweise spielt dies bei den bei uns Straßenfahrern üblichen Geschwindigkeiten etc. keine Rolle .... Gleichwohl .... Da jedenfalls Metzeler die Montage des Hinterrads vorne bei gedrehter Laufrichtung ausdrüklich zuläßt wird der Aspekt des Aqualplanings jedenfalls bei Metzeler keine Rolle spielen.
Geschrieben von Chrisk am 18.07.2012 um 14:17:
Zitat von tcj
Nicht umsonst gibt es auch in der Rennszene Regenrennreifen (welche abgesehen von einer weicheren Gummimischung und Karkasse) über eine spezielle Profilgestaltung verfügen um eine gute "Drainage" zu erreichen.
Aquaplaning ist mit Slicks erst bei der Kombination aus z.B. Starkregen, Nürburgring Gerade (Wasserloch) und über 200km/h ein Thema. Ergo ist Aquaplaning im normalen Strassenverkehr mit einem Normalreifen fast eine legendäre Erfahrung, die vielleicht jeder 1000te Mopedfahrer machen darf. Ich selbst kann mich nur an zwei Fälle von Aquaplaning erinnern. 1x Nürburgring, gestartet auf Regenreifen und nach mehr als heftigem Regen wurde abgebrochen. Aber eher auf Grund der nicht mehr vorhandenen Sicht. 1x in Brands Hatch, weil (auf Slicks gestartet) binnen kürzester Zeit dort ein Bach über die Strecke lief.
Ganz nebenbei ist es seitens des Gesetzgebers nicht zulässig, Hinterreifen auf der vorderen Felge zu fahren. Es sei denn, der Reifen hätte eine Zulassung für beide Anwendungsfälle.
Aber das ist mir nur bei Reifen bis 125ccm und max. 100 km/h bekannt.
Geschrieben von viczena am 18.07.2012 um 14:56:
Zitat von Chrisk
Ganz nebenbei ist es seitens des Gesetzgebers nicht zulässig, Hinterreifen auf der vorderen Felge zu fahren. Es sei denn, der Reifen hätte eine Zulassung für beide Anwendungsfälle.
Aber das ist mir nur bei Reifen bis 125ccm und max. 100 km/h bekannt.
Also §36 STVZO gibt das nicht her. wo hast du diese Aussage her?
Würde ja auch bedeuten, dass man die betriebserlaubniss verliert, wenn der Mechaniker mal den reifen falschrum montiert hätte. Und das sehe ich nicht...
Geschrieben von tcj am 18.07.2012 um 14:59:
Hallo Chrisk,
es geht um das Prinzip ob überhaupt ein Einfluss gegeben ist, ab wann er wirklich wirksam wird kann ich auch nicht beurteilen, jedoch darf ich mal kurz folgendes einfügen (by motorradonline.de - Fragen zum Thema Reifen)
Welchen Einfluss hat das Profil auf das Fahrverhalten?
Mehr Profil gibt den Reifen mehr Nassgrip, weniger Profil erhöht die Langlebigkeit.
Robert Rost, Avon
Die Profilgestaltung beeinflusst unmittelbar die Drainage bei Regen sowie das Verschleißbild und über die Eigenbewegung der Positivprofilanteile mittelbar auch Präzision, Haftung und Betriebstemperatur des Reifens.
Ronald Kabella, Dunlop
Gruß, tcj
Geschrieben von Chrisk am 18.07.2012 um 15:03:
Nichts ist komplexer als ein Reifen. Bestimmte Eigenschaften kann man nicht mal seitenweise beschreiben. Wenn ein Redakteur eine Aussage braucht, wird halt was gesagt.
Beide haben in gewisser Weise Recht, aber mehr als eine Oberflächlichkeit ist da nicht gegeben.
@ Viczena
Tja, wo mag ich das herhaben ...
Geschrieben von viczena am 18.07.2012 um 15:06:
Nixdestotrotz hat ChrisK recht damit, dass die relativ kleine Aufstandsfläche des motorrades das Aquaplaning praktisch ausschliesst. Dasselbe gilt für fahrräder, wo ich mit erst recht über die Regenrillen wundere.
Das es etwas mit verschleiss zu tun hat, zeigt die Dunlop407/408 geschichte, bei der wegen zu hohem Verschleiss beim 407 einfach die laufrichtung gedreht wurde, und dann das ganze als 408 verkauft wurde. (Obwohl Dunlop immer noch steif und fest behauptet, die hätten auch die Gummimischung geändert...).
Geschrieben von Tolot am 18.07.2012 um 17:24:
Zitat von Chrisk
Ganz nebenbei ist es seitens des Gesetzgebers nicht zulässig, Hinterreifen auf der vorderen Felge zu fahren. Es sei denn, der Reifen hätte eine Zulassung für beide Anwendungsfälle.
Aber das ist mir nur bei Reifen bis 125ccm und max. 100 km/h bekannt.
§ 36 StVZO ist die einschlägige Vorschrift für die Bereifung - und da ist nirgends von Hinterreifen oder Vorderreifen oder die Drehrichtung etc. die Rede.
Wo hast Du das Gegenteil gelesen?
Zitat von viczena
Nixdestotrotz hat ChrisK recht damit, dass die relativ kleine Aufstandsfläche des motorrades das Aquaplaning praktisch ausschliesst. Dasselbe gilt für fahrräder, wo ich mit erst recht über die Regenrillen wundere.
Die Botschaft höre ich gerne ... gleichwohl gibt es ein vorgeschriebenes Mindestprofil, und wenn es derart klar und eindeutig wäre, daß ("normal" schmale) Moppedreifen keine Gefahr des Aquaplaning haben: Warum gibt es das Mindestprofil?
Vielleicht sollte man nicht so sehr aufs plakative Aquaplaning sehen sondern betrachten, welche Funktion das Profil beim nasser Fahrbahn tatsächlich hat und ob ein infolge "Umdrehens" des Reifen umgekehrtes Profil diesen Effekt verringert.
Geschrieben von Chrisk am 18.07.2012 um 20:03:
Zitat von Tolot
§ 36 StVZO ist die einschlägige Vorschrift für die Bereifung
Was manche Leute hier so alles ...
Hättest Du bei Deinem Metzeler Link nur mal eine Seite weitergeklickt, hättest das da sogar lesen können:
METZELER-Tubeless-Reifen können auf allen Normfelgen mit Schlauch unter folgenden Bedingungen montiert werden:
METZELER-Reifen mit METZELER-Schlauch verwenden.
Vmax des Motorrades maximal 230 km/h.
Bestehende Vorschriften der Fahrzeughersteller sind einzuhalten.
Auf die Laufrichtung des Reifens achten! Bei der Produktion von Motorradreifen wird Laufflächenanfang und -ende keilförmig verbunden. Damit dieser "Stoß" möglichst schonend beansprucht wird, muß je nach Hauptbeanspruchung (Antriebskräfte am Hinterrad bzw. Bremskräfte am Vorderrad) entsprechend montiert werdenoder umgekehrt.
Die Montage von Vorderradreifen auf dem Hinterrad oder umgekehrt ist aus konstruktionstechnischen Gründen nicht zulässig.
Geschrieben von Tolot am 19.07.2012 um 19:25:
Zitat von Chrisk
Zitat von Tolot
§ 36 StVZO ist die einschlägige Vorschrift für die Bereifung
Was manche Leute hier so alles ...
Was?
Du sagst, der Gesetzegeber verbiete es, das Gesetz sagt aber nichts dazu, also erkläre Dich bitte.
Hättest Du bei Deinem Metzeler Link nur mal eine Seite weitergeklickt, hättest das da sogar lesen können:
Die Montage von Vorderradreifen auf dem Hinterrad oder umgekehrt ist aus konstruktionstechnischen Gründen nicht zulässig.
Ja. Und unter "Montage, reine Rubrik weiter, steht:
"Auf die Laufrichtung des Reifens achten. Die Montage von Vorderradreifen auf dem Hinterrad ist nicht zulässig. Sollte ausnahmsweise ein Hinterradreifen auf dem Vorderrad verwendet werden, muß entgegen der Pfeilrichtung montiert werden."
Was zu dem Hinweis zu der Konstruktion paßt.
Die Frage des Profils und der Nässe mal unberücksichtigt gelassen: Da nach diesen Erklärungen die Drehrichtung von Vorderreifen und Hinterreifen gemäß an der Verbindung der Lauffläche entgegengesetzt ist (die gleichlautenden Begründungen in Forendiskussionen sind also richtig), kann insofern der Hinterreifen vorne montiert werden. Da die Traglast des Vorderreifens üblicherweise geriger ist als die des Hinterreifens gibt es insofern auch keine Probs. Bleibt also nur die Frage des Profils bzw. die Auswirkung dieser Montage auf das Verhalten bei Nässe.
Geschrieben von viczena am 19.07.2012 um 19:56:
@Chrisk:"Ganz nebenbei ist es seitens des Gesetzgebers nicht zulässig, Hinterreifen auf der vorderen Felge zu fahren. Es sei denn, der Reifen hätte eine Zulassung für beide Anwendungsfälle."
"Hättest Du bei Deinem Metzeler Link nur mal eine Seite weitergeklickt, hättest das da sogar lesen können:"
Und du hättest uns sagen können, dass Metzeler für dich der Gesetzgeber ist...
Geschrieben von Chrisk am 19.07.2012 um 20:21:
Wo habe ich das auch nur mit einem Wort erwähnt, dass Metzeler für mich der Gesetzgeber ist oder das was Metzeler sagt für mich Gesetz ist ?