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Geschrieben von Neuling am 03.09.2014 um 17:12:

zum zitierten Beitrag Zitat von Thomas911-76
Super-Plus macht nur Sinn, wenn die Motorsteuerung (Zündung) über einen Klopfsensor verfügt, der das dann auch bemerkt. Ein normaler Evo Motor merkt nichts davon und verändert auch daher keinen Zündzeitpunkt. Haben die TC-Modelle einen Klopfsensor? Wenn ja, dann macht Super-Plus nur Sinn, wenn man ein Zündkennfeld in seiner Steuerung hat, daß auf Super-Plus abgestimmt wurde. Das werkseitig verbaute Zündkennfeld berücksichtigt Super-Plus nicht. Wenn doch, würde der Hersteller es vorschreiben.

Fazit:
fährt man noch Serie, ist Super-Plus Quatsch.

Zum Ölwechselintervall:
meine alte BMW R51/3 von 1953 soll alle 5000km Ölwechsel bekommen, da sie über KEINEN Ölfilter verfügt. Und das bei den damaligen, schlechten Motorölen.
Die sind heute um Welten besser geworden. Selbst das billigste Baumarktöl ist tausend Mal besser als die Öle aus den 80er Jahren! Der TC-Ölfilter ist feinporiger als der der EVO Modelle. Wer hier nach 4000 km das Öl wechselt, fährt entweder Rennen oder hat etwas nicht verstanden.

Selten hab ich so einen unqualifizierten Mist gelesen.

Fuchs schreibt bei Kurzstrecke so gar ein Wechselintervall von 2400 km vor und Super + soll keine Mehrleistung bringen sondern eine gleichmäßigere Verbrennung.. Mann o Mann.

http://fuchsmoto.lubricantadvisor.com/Result.aspx?sType=21aea7b220bd190818363d62b975a68f

Aber jeder kann ja machen was er will und einfüllen was er will und wann er es will....

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Geschrieben von carlos.D am 03.09.2014 um 18:10:

Zitat von Neuling
Selten hab ich so einen unqualifizierten Mist gelesen.

Fuchs schreibt bei ....

Aber jeder kann ja machen was er will und einfüllen was er will und wann er es will....

Dir ist schon klar, das Fuchs seine Suppe verkaufen will?

Und dieses geballte Halb und Mystik Wissen aus Hörensagen und Verdrängung von jahrzehnterlanger Weiterentwicklung ist ja leider nicht totzukriegen.

Aber schon ganz richtig, jeder sollte wann und was einfüllen, wie er will.

Meinen KFZ Gesellenbrief hab ich 1973 bekommen und immer weiter dazugelernt.
Ich unterstütze daher Thomas911-76 Aussage und halte Dein Gegenargument, bezogen von einer Verkaufsfirma, für "selten so einen Schwachsinn gelesen".

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Schuld haben immer nur die Anderen Zunge raus
Keine Hand zum Gruße.
Alles, was Spaß macht, ist entweder Verboten, oder macht Dick.


Geschrieben von moonlight am 05.09.2014 um 11:40:

Ich würde Calos Meinung zustimmen:

if Ahnung = 0
----then term <unqulifizierter Mist> -----> error @ neuling


eine verkürzung des ölwechselintervalls erzeugt mehr altöl und mehr umsatz - dem motor ist es ziemlich egal.

beim super+ ist es ähnlihch - die treckermotoren laufen selbst mit der üblen amibrühe in alabama, wo du wenn du glück hast, vielleicht 91 roz bekommst - höhere oktanzahlen als 95 sind grundsätzlich nicht notwendig....
.....ABER: moderne harleys ab tc 96 neigen zu sehr heisser verbrennung, was in verbindung mit verkokungen des brennraums (letzteres oft folge nur mäßig beherrschter tuningversuche in verbindung mir kurzstreckenbetrieb und untertouriger fahrweise (er blubbert dann so schön)) zu frühzündungen an glimmenden rückständen führen kann (klingeln) - hier hilft super plus symptomatisch....

greez
moony

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most motorcycle problems are caused by the nut, which connects the seat to the handlebar

Ich bin bekannt für meine Ironie. Aber auf den Gedanken, im Hafen von New York eine Freiheitsstatue zu errichten, wäre selbst ich nicht gekommen.(G B Shaw)


Geschrieben von portos12 am 05.09.2014 um 12:06:

Das amerikanische 90 Oktan entspricht unserem 95 Oktan, das Us 93 ist unser 98.

Höheroktaniges Benzin erzeugt eine gleichmässigere Flammfront nach der Zündung, damit bleibt der Zylinderkopf kühler und die Verbrennung wird besser, was sich in höherem Drehmoment äussert.

Wenn man einen leistungsgesteigerten Motor hat, dann sollte man auf jeden Fall einen Ölkühler verwenden. Trotzdem wird der Zylinderkopf immer noch sehr heiss, weil Harley bei der Einführung des TC Motors die Ölzuführung zum Kopf gedrosselt hat, um das Öl kühl zu halten. Und damit auf den Ölkühler verzichten konnte.

Das Motoröl baut bei den TC Motoren entsprechend schnell ab, bedingt durch die übergrosse Hitzeentwicklung (gegenüber z.B. einem Wassergekühlten Motor). Nach 4000km sind die Öle oft bereits bei der unteren Grenze der Spezifikation angekommen. Also statt einem 20W-50 fährt man praktisch ein 20W-40 Öl, was eindeutig zu wenig ist, um zum Beispiel die Füllung der Hydrostössel oder die Schmierung des Motors zu gewährleisten.

Und auch amerikanische Moppeds leiden unter der Hitze. Aktuell habe ich gerade die Route66 mit einer serienmässigen E-Glide befahren. Ab 100F hat das EITMS eingegriffen (Leerlauf). Bei 110F Lufttemperatur auf der Anzeige (43°C, hat man da öfters) hat die EFI angefangen, die Zündzeitpunkte zu verschieben. Das machte sich zunächst durch deutlich hörbares Klingeln bemerkbar. Nach einigen Sekunden hat die EFI eingegriffen und das klingeln war weg. Bemerkt hat man es, wenn zwischen 2000 und 3500 rpm auf einmal ein Leistungsloch entstanden ist. Es wurde immer Premium (93) getankt.

Zu Ölwechsel vor dem Winter: Natürlich kommt es zu Kondensatbildung im Motor. Das alleine wäre gar nicht so schlimm. Altes Öl enthält viel kleinmolekulares Geraffel, das Säure bildet, wenn es mit Wasser zusammenkommt. DAS schadet allerdings erheblich. Siehe zum Beispiel die Problematik der vorzeitig verschlissenen Nockenwellenkettenspanner zwischen 2001 und 2005.

Der Ratschlag, bei leistungsgesteigerten Motoren alle 4000km das Öl zu wechseln, ist also ein guter. Und auch SuperPlus hilft, den Motor kühler zu halten und sorgt für eine konsistente Leitungsentfaltung.


Geschrieben von FastGlider am 05.09.2014 um 12:23:

unglücklich Das EITMS greift während der Fahrt NICHT ein!

Es schaltet bei Stillstand und Leerlaufdrehzahl den hinteren Zylinder ab.
Der funzt dann nur noch als Luftpumpe...

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-QUERDENKEN- Das ist dieses unglückliche Zusammentreffen von Rechtschreibschwäche durch mangelhafte Schulbildung und Internetzugang...


Geschrieben von Neuling am 05.09.2014 um 13:00:

zum zitierten Beitrag Zitat von portos12
Das amerikanische 90 Oktan entspricht unserem 95 Oktan, das Us 93 ist unser 98.

Höheroktaniges Benzin erzeugt eine gleichmässigere Flammfront nach der Zündung, damit bleibt der Zylinderkopf kühler und die Verbrennung wird besser, was sich in höherem Drehmoment äussert.

Wenn man einen leistungsgesteigerten Motor hat, dann sollte man auf jeden Fall einen Ölkühler verwenden. Trotzdem wird der Zylinderkopf immer noch sehr heiss, weil Harley bei der Einführung des TC Motors die Ölzuführung zum Kopf gedrosselt hat, um das Öl kühl zu halten. Und damit auf den Ölkühler verzichten konnte.

Das Motoröl baut bei den TC Motoren entsprechend schnell ab, bedingt durch die übergrosse Hitzeentwicklung (gegenüber z.B. einem Wassergekühlten Motor). Nach 4000km sind die Öle oft bereits bei der unteren Grenze der Spezifikation angekommen. Also statt einem 20W-50 fährt man praktisch ein 20W-40 Öl, was eindeutig zu wenig ist, um zum Beispiel die Füllung der Hydrostössel oder die Schmierung des Motors zu gewährleisten.

Und auch amerikanische Moppeds leiden unter der Hitze. Aktuell habe ich gerade die Route66 mit einer serienmässigen E-Glide befahren. Ab 100F hat das EITMS eingegriffen (Leerlauf). Bei 110F Lufttemperatur auf der Anzeige (43°C, hat man da öfters) hat die EFI angefangen, die Zündzeitpunkte zu verschieben. Das machte sich zunächst durch deutlich hörbares Klingeln bemerkbar. Nach einigen Sekunden hat die EFI eingegriffen und das klingeln war weg. Bemerkt hat man es, wenn zwischen 2000 und 3500 rpm auf einmal ein Leistungsloch entstanden ist. Es wurde immer Premium (93) getankt.

Zu Ölwechsel vor dem Winter: Natürlich kommt es zu Kondensatbildung im Motor. Das alleine wäre gar nicht so schlimm. Altes Öl enthält viel kleinmolekulares Geraffel, das Säure bildet, wenn es mit Wasser zusammenkommt. DAS schadet allerdings erheblich. Siehe zum Beispiel die Problematik der vorzeitig verschlissenen Nockenwellenkettenspanner zwischen 2001 und 2005.

Der Ratschlag, bei leistungsgesteigerten Motoren alle 4000km das Öl zu wechseln, ist also ein guter. Und auch SuperPlus hilft, den Motor kühler zu halten und sorgt für eine konsistente Leitungsentfaltung.

ABSOLTUT KORREKT.

Und immer diese flachen Sprüche von wegen Bauernmoter etc. Das war vielleicht zur Shovelzeiten, aber die sind lange Geschichte!

EIMTS greift nur im Stand, aber der Kopfsensor regelt wärend der Fahrt!

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Geschrieben von enrico am 05.09.2014 um 13:13:

Zitat von Neuling
.........Und immer diese flachen Sprüche von wegen Bauernmoter etc. Das war vielleicht zur Shovelzeiten, aber die sind lange Geschichte!

bleibt für mich als evo 1 fahrer nur zu hoffen, dass von den "bauern"genen wenigstens noch etwas vom shovel übriggeblieben ist großes Grinsen

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Aber vermutlich alles Geschmacksache Augenzwinkern


​​​​​​Gute Fahrt!cool

 


Geschrieben von portos12 am 05.09.2014 um 13:16:

Evos haben eine sehr viel geringere Leistungsdichte und damit auch keine so hohen Öltemperaturen. Als die EVO auf den Markt kam galten sie als neuzeitliches Geschiss, was mit der Seele und der Tradition von Harley nun so überhaupt nix zu tun hat. Gut für Zahnwälte, aber nix für echte Biker.


Geschrieben von Neuling am 05.09.2014 um 13:51:

Zitat von enrico
Zitat von Neuling
.........Und immer diese flachen Sprüche von wegen Bauernmoter etc. Das war vielleicht zur Shovelzeiten, aber die sind lange Geschichte!

bleibt für mich als evo 1 fahrer nur zu hoffen, dass von den "bauern"genen wenigstens noch etwas vom shovel übriggeblieben ist großes Grinsen

Sorry, nix gegen Evo. Sind vielleicht die robustesten Motoren die Harley gebaut hat. In meinem Bekanntenkreis gilste als besondes cool wenn du mindest eine Shovel pilotierst...um so älter die Möhre um so höher das Ansehen Augenzwinkern

Besondere Bewunderung aber auch ein wenig Mitleid bekommt ein Panheadfahrer zu teil, besonders wenn der 1949er Bock mal wieder widerspenstig anspringen will. 1 Regel: Helm erst aufsetzen wenn der Motor rund läuft großes Grinsen

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Geschrieben von portos12 am 05.09.2014 um 14:43:

Die Qualität der Motoren ist mit jedem Modellwechsel gestiegen. So ich mich richtig erinnere sind die von Harley vorgesehenen Überholungsintervalle der Motoren:

20kMiles Panhead
40KMiles Shovel
70KMiles Evo
120KMiles TC

das liegt an den besseren Materialien und den engeren Toleranzen. Natürlich gelten diese Werte nur für serienmässige Motoren, Leistungmodifikationen können die Werte nach unten korrigieren.

Diese Werte bedeuten aber nicht, dass nicht Einzelexemplare deutlich länger laufen können. Es ist die Laufzeit, für welche diese Motoren konzipiert wurden. Und damit ein direkter Indikator für die Qualität und Haltbarkeit.


Geschrieben von Neuling am 05.09.2014 um 15:13:

Da ist es wieder...120KMiles TC. Trotz der viel zitirten thermischen Probleme scheinen die Motoren zu halten. Ein BMW Freak hat mir mal berichtet, dass sie thermische Probleme hatten bei dem "robusten" GS 1200 und das einige Motoren das Zeitliche segnen mußten...Es ist halt nicht alles Gold was glänzt.

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Geschrieben von portos12 am 05.09.2014 um 15:18:

Solange man überhaupt keine Leistungssteigernden Massnahmen vornimmt (wer macht das nicht, irgendwann mal?) und immer das gute Öl nimmt und die Wechselintervalle einhält, werden diese Werte wahrscheinlich erreicht. Wobei es vorgegebene Zahlen der Ingenieure sind, keine Messwerte oder Erfahrungswerte. Diese Werte werden aus Prüfstandläufen extrapoliert.


Geschrieben von Marcello am 05.09.2014 um 18:44:

Jetzt mal eine andere Frage? Mineralisch oder synthetisch ? Die meisten Schrauber im Rheinland Kippen mineralisch rein ....

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Schaut mal unter Fahrgemeinschaften, dann unter Stammtische und dann unter !!!Harley Fahrer aus Köln!!!
Alle Kölner und im Umland ( z.B.Düsseldorf, Bonn) Meldet euch einfach via PM ...


Geschrieben von portos12 am 05.09.2014 um 19:40:

Hochwertiges mineralisches Öl erreicht mittlerweile fast die Qualität von synthetischem. Kostet aber auch gleich viel.

Der TC Motor ist sehr heiss, ist also auf die zusätzlichen 20° Leistungsband, die ein Synthoöl normalerweise bietet, dringend angewiesen. HD selber schreibt HD360 Öl vor. Diese Spezifikation wird am leichtesten durch gute Syntheseöle erreicht. Oder eben auch durch sehr spezielle (und teure) Mineralöle.

Warum also Mineralöl? Das von mir verwendete (synthetische) Megol Racer 10W-60 kostet 5 Euro pro Liter. Was will ich da noch herumexperimentieren oder sparen? Da kostet mich ein Ölwechsel incl Filter unter 30 Euros. Da kann ich auch mal bei 4000km wechseln (z.b. vor dem Winter), ohne das ich gleich in die Armutsfalle tappe.


Geschrieben von FastGlider am 05.09.2014 um 21:06:

Das Megol Racer 10W-60 nehme ich für meinen Boliden auch...
Freude

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