Forum (https://forum.milwaukee-vtwin.de/index.php)
- Modelllinien (https://forum.milwaukee-vtwin.de/board.php?boardid=17)
-- Dyna, FXR (Twin Cam, Evolution) (https://forum.milwaukee-vtwin.de/board.php?boardid=24)
--- Verschleiß Nockenwellenkettenspanner (TC88) (https://forum.milwaukee-vtwin.de/threadid.php?threadid=126771)


Geschrieben von peter viczena am 23.11.2011 um 07:41:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner


Uli G.:

Selbst eine auf dem Rücken der Glieder blankpolierte Zahnkette weist eine höhere Reibung auf dem Spanner auf, als das eine Rollenkette tut, deren Rollen auf einer fetten Mittelrippe des Spanners laufen. Nur reicht nichtmal dafür die konstruierende Intelligenz amerikanischer "Ingenieure". Kein Wunder, wenn die vermeintlichen "Könige der Technik" pleite gehen. Ihre Ahnung reicht weithin, trotz hochtrabender Titel, allenfalls für die eines Volkshochschulabsolventen. Abgucken was geht (eine der einfachsten Übungen, wie uns die Chinamänner gut vormachen), ist weit außerhalb der geistigen Möglichkeiten der amerikanischen Elite, sind sie doch (glauben sie jedenfalls) so gut, daß ihnen immer wieder eine bessere Lösung einfällt (die besser Wissende bereits lange vor ihnen erfolglos ausprobiert haben unglücklich). Mangels der Fähigkeit, die Leistung anderer (an)erkennen zu können, probieren sie immer wieder etwas vermeintlich neues, was an anderer Stelle bereits lange vorher im Müll gelandet ist ("Trial and Error", wobei "Error" überwiegt, obwohl das von anderen bereits mit negativem Ergebnis überprüft wurde).

 

"Die Amerikaner werden die richtige Lösung schon finden. Nachdem sie alle anderen ausprobiert haben"

Winston Churchill (über seine amerikanischen Verbündeten)

 

Ich liebe Amerika (wenn da bloß die Amerikaner nicht wären😠, dann wäre das ein wunderbares Land🥰)

 

Grüße

Uli

=Most motorcycle problems are caused by the nut that connects the handlebars to the saddle=

=Ich weiss, daß die Stimmen, die ich höre, nicht echt sind. Trotzdem haben sie manchmal gute Ideen=

=Man kann nicht alles idiotensicher machen. Immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere Idioten=
Und deutsche BMW Ingenieure bauen komplette Antriebsstränge, die nach 20.000km verrecken. Langstreckenfahrer nehmen mittlerweile einen Antriebsstrang als Ersatzteil mit...

Ds sind ja dann wohl die "Oberkönige" der technik...


Geschrieben von Einstein1000 am 26.11.2011 um 12:27:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Hallo,

bezüglich des Austausches der Nockenwellenspanner und der Trägerplatte inklusive Ölpumpe gibt es eine neue Ausführung mit einer neuen Bestellnummer.

SCREAMIN’ EAGLE® UPGRADE-KIT AUF HYDRAULISCHEN STEUERKETTENSPANNER UND HIGH FLOW ÖLPUMPE

25284-11 für Modelle bis 2006

und 25282-11 für Modelle ab 2007.

Kennt jemand die Unterschiede zu den vorherigen Ausführungen

25284-08 und 25282-07

oder z.B. auch

25283-07 

oder weiss jemand nähere technische Details?

Danke 


Geschrieben von Karl H. am 26.11.2011 um 13:57:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Hallo Anton,

wenn Du English verstehst, guck mal hier!

Offenbar hat das -11 Kit eine nochmals stärkere Ölpumpe und verzichtet auf die Laufbuchsen im Lagerschild.

 

Gruß
Karl

__________________
Gruß

Karl


Geschrieben von viczenap am 26.11.2011 um 14:23:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

25283-07 war für stärkere Ölpumpe aber mechanische Kettenspanner. Also nix, was man haben will.

Die anderen Versionen sind hier erläutert:

http://g-homeserver.com/harley-davidson/85-harley-nockenwellen-iii-getriebe-contra-steuerkette-hydraulische-kettenspanner.html#post220


Geschrieben von Karl H. am 26.11.2011 um 16:55:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Danke, Peter!

Ich merke mir, zuerst mal auf Deiner Seite zu schauen, bevor ich Übersee-Links empfehle 

Gruß
Karl

__________________
Gruß

Karl


Geschrieben von Harley Man am 27.11.2011 um 20:19:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Hallo Uli

Super Artikel. Aber warum halten die Amis an diesem Kunststoff fest. Zum Beispiel wird für lansam laufende Fördereinrichtungen gern Manganstahl genommen.Relativ wenig Verschleiß bei Dauerbetreib.Die Herstellung eines Kettenspanners aus diesem Material dürfte aber schwierigen bzw.teurer sein. Ich glaube die ABUS Kettenschlösser sind aus dem gleichen Material.

Gruß Bernd


Geschrieben von Karl H. am 27.11.2011 um 20:36:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Hallo Bernd,

zeige mir mal einen modernen Auto- oder Motorradmotor, der eine Steuerkette (keinen Riemen) hat und nicht mit Kunststoff-Spannschuhen arbeitet!

Gruß
Karl

__________________
Gruß

Karl


Geschrieben von -DerDude- am 10.12.2011 um 17:03:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Hallo erstmal,

bin neu in diesem Forum  und kann etwas zur Statistik beitragen:

Road King 2001, EFI, lückenloses Scheckheft, bei 40120 km die federbelasteten Nockenwellenkettenspanner kontrolliert und....

Treffer Spanner vorne und hinten tief eingefressen.

Habe diesen Fred hier aufmerksam gelesen und nach genauer Abwägung für mich beschlossen

das Problem von oben (Tank,Rockerboxen usw. weg) instandsetzen und wieder die Spanner

in "alter"  Ausführung einbauen zu lassen.

Lasse das bei einer freien, auf Harley spezialisierten Werkstatt machen. Nur für die Demontagearbeiten sollen bisher 10 Stunden

angefallen sein, das erscheint mir, trotz der sicherlich umfangreichen Arbeiten, doch ziemlich stramm.

Frage an die Selbstreparateure: wie lange habt ihr gebraucht?

Hat jemand dieselbe Arbeit wie beschreiben schon machen lassen und wenn ja, zu welchem Tarif?

Danke für die Antworten

Dirk


Geschrieben von sepp am 11.12.2011 um 01:10:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Hi

Wir, also Springer56 und ich, haben den Umbau nach Forumanleitung selbst gemacht und in Heimarbeit.

Da ich von Motorschrauberei keine Ahnung habe dauerte es bei uns komplett so ca. 6 Stunden, wenn ich mich recht entsinne.

Wir haben aber auch noch die kompletten Rockerboxdichtungen gewechselt, also mehr entfernt, als beim normalen Spannerwechsel nötig ist - steht alles hier im Thread.

Sepp


Geschrieben von Karl H. am 11.12.2011 um 09:09:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Nach meiner Kenntnis aus verschiedenen Foren ist die vom Freundlichen berechnete Arbeitszeit für den kompletten Spannerwechsel so um die 6-7 Stunden. 10 Stunden nur für die Demontage finde ich (auch bei einem ggfs. stark verbauten Moped) ziemlich heftig. Zumindest solltest Du Dir das mal vom Schrauber näher erläutern lassen. 🤪

Gruß
Karl

__________________
Gruß

Karl


Geschrieben von Karl H. am 11.12.2011 um 09:27:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Ich persönlich würde immer wieder die Methode ohne Demontage von Tank und Rockerboxen, also mit verstellbaren Push Rods, anwenden. Das spart jede Menge Zeit!

Und man stelle sich vor, dass kurz nach der Spannerreparatur die Hydrostößel schlapp machen. Dann fällt die ganze Arbeit nochmal an. Mit den Verstellbaren ein leicher Job!

Gruß
Karl

__________________
Gruß

Karl


Geschrieben von -DerDude- am 11.12.2011 um 12:01:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Einen frohen dritten Advent

und danke für das Feedback. Das Motorrad ist völlig unverbastelt.

Drei Stunden für die Fehlersuche, oder die Begründung es wäre übermässig viel zu Schrauben gewesen, scheiden als Gründe

für die "Überstunden"   aus.

Durch diesen Beitrag aufmerksam geworden, habe ich den Leuten in der Werkstatt konkret gesagt wo sie hinschauen sollen,

erstmal den Deckel runter und den vorderen Spanner inspizieren, hätte ja auch gut gehen können.

Vielen Dank

Dirk

 


Geschrieben von Dicker Bub am 11.12.2011 um 15:13:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

"Ich persönlich würde immer wieder die Methode ohne Demontage von Tank und Rockerboxen, also mit verstellbaren Push Rods, anwenden. Das spart jede Menge Zeit!"




"Ich persönlich würde immer wieder die Methode mit Demontage von Tank und Rockerboxen, also ohne verstellbaren Push Rods, anwenden. Das spart jede Menge Geld!"     Denn Zeit hab ich, gerade jetzt genug.

oder gibt´s das Set mit den Pushrods für lau? Ausserdem, warum sollten die Hydrostoessel nach dem Austausch der Spanner schlapp machen, und warum sollten sie nach dem Einbau des Sets nicht schlappmachen? Bitte um Aufklärung, da ich demnächst auch meine Spanner genau unter die Lupe nehmen will. Was mich dabei noch besonders interessiert wären die Preise für die benötigten Teile, bzw. auch Bezugsquellen oder gibt es diese nur bei HD?

Kettenspanner Primär:             39954-99A

Kettenspanner Sekundär:        39964-99A

Schraubenkit:                           25533-99A

Dichtungssatz Cam service:                              

2 x Torrington B 148 Lager:

Camshaft repair kit:


Geschrieben von Karl H. am 11.12.2011 um 17:28:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Gib die Teilenummern im Onlineshop von H-D Rostock ein, und Du weißt was sie kosten! Die Verstellbaren Stößelstangen gibt‘s nicht im Set mit sonstigen Teilen.

Zu den verstellbaren Pushrods: Natürlich ist das Geschmacksache, ob man da was Verstellbares will. Aber die Investition in diese Dinger zahlt sich unter Umständen mehrfach aus. Nämlich immer dann, wenn Du Arbeiten im Steuergehäuse ausführen musst. Dazu gehört neben dem Wechsel der Spanner auch der Wechsel der Hydros (die bekanntlich auch kein ewiges Leben haben), ein Wechsel der Nockenwellen oder ein Zugriff auf die Ölpumpe. Du kannst dann immer die Rockerboxen unangetastet lassen, sparst das Geld für die Dichtungen und reduzierst Fehlermöglichkeiten.

Gruß
Karl

__________________
Gruß

Karl


Geschrieben von -DerDude- am 11.12.2011 um 23:40:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner

Hallo,

@Dicker Bub. Meine Überlegung die verschlissenen Spanner "von oben" (Tank ab, Rockerboxen ab) ausführen zu lassen:

- Ich bin durch die Diskussion in diesem Forum auf die Spannerproblematik aufmerksam geworden.                                                        Meine Werkstatt kannte das Thema nicht

- Meine Road King lief einwandfrei und war dicht. Nachdem der vordere Spanner eine klare Diagnose geliefert hatte, musste ich mich entscheiden die intakten Pushrods zu opfern, oder die intakten Dichtungen der Rockerboxen. Ich bin davon ausgegangen das die Dichtungen an meinen 2001 Road King eher getauscht werden müssen als z.B. die Hydros.

Nockenwellen, Hydros, Pushrods, Kipphebel, Ventile sind seit 40.000 km aufeinander eingespielt. Verstellbare Pushrods sind in der Regel schwerer als die originalen Starren. Wie sich schwere Pushrods in einem ansonsten unveränderten System verhalten kann ich nicht einschätzen, da ich nicht genug technisches Wissen habe.

Ich will auch nur die Spanner tauschen. Andere wechseln bei der Gelegenheit  auf die Hydrospanner ersetzen die Lager und setzen auch schärfere Nocken ein. In der Folge muss bei Einspritzern oft das Mapping angepasst werden. Meine Road King hat eine Magneti Marelli EFI die, soweit ich weiß, nicht so einfach mappen lässt wie die ab 2002 eingesetzte Delphisteuerung.

Um sich, mit Blick auf weitere Eingriffe im Nockenwellengehäuse, die Arbeit einfacher zu machen sind zerlegbaren Pushrods sicher nicht falsch.

Gruß

Dirk