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RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
*schibo:

RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
ohne mein Gedächtnis jetzt allzusehr anzuspannen: ganz am Anfang dieses threads wären da noch Bastenka und sein Bekannter gewesen und ich selbst war nur noch ein paar Milimeter vom Schadensfall entfernt.
Gruss Hans
I-mehl
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Gruss Hans
I-mehl
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RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Was heisst hier ein paar mm vom Schadensfall.
Ich habe meine Spanner bei ca. 98Tkm getauscht. Hinten liefen sie auf dem Metall.
Das war aber auch schon alles.
Macht hier nur nicht auf Church of Fear!
Fast schon so schlimm wie Temparaturen hinten und vorne messen. 
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
dann hast Du Schwein gehabt, Peter 
Hat aber nich jeder.
Es kommt ybrigänz auch nich wirklich drauf an, ob die Steuerkette noch auf dem Spannerrest liegt wenn das Gebrösel den Ölkreislauf dichtmacht ...
Gruss Hans
I-mehl
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I-mehl
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RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Moin,
für die Statistik.
Road King Classic, Bj. 99, Twin Cam A.
Spanner getauscht bei 50.000km. (Leider keine Bilder).
Bei 32.000 km sah noch alles ganz moderat aus. Bei 50.000km Spanner zu 3/4 abgelaufen.
Gruß
Bernd
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"Nur der HSV"
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Karl H.:
Gruß......
Ein schönes Video, das die Arbeit eines federbelasteten Spannschuhs an einem losen Kettentrum bei verschiedenen Drehzahlen zeigt gibt es bei Hayden Enterprises USA zu bestaunen. Hier geht es zwar um einen Primärkettenspanner, aber der Steuerkettenspanner hat ein vergleichbar schweres Leben. Zudem hat der gezeigte Hayden-Spanner zwei koaxiale Druckfedern mit unterschiedlicher Federrate zur Resonanzbekämpfung, die dem Steuerkettenspanner im TC88 nicht vergönnt sind. Es ist sehr schön zu sehen, wie der Spanner samt Kette rumzappelt. Man kann sich unschwer vorstellen, dass bei Einsatz einer High Speed Kamera auch ein Abheben der Kette vom Spanner erkennbar wäre.
Beim Gasgeben weicht der Spanner nach unten aus, obwohl die Kräfte über das obere, nicht sichtbare Kettentrum übertragen werden. Das Ausweichen des Spanners ist also überwiegend durch die peitschenden Bewegungen der Kette verursacht. Besser kann man kaum demonstrieren, dass ein rein federbelasteter Spanner dem Eigenleben der Kette nicht viel entgegenzusetzen hat. Noch schlimmer: Der arme Spannschuh wird vom peitschende Kettentrum ganz furchtbar "verprügelt". Je weiter er sich zurückzieht umso schlimmer. Kein Wunder, wenn er dann Pickel, nein, Pittings bekommt.![]()
Klickmich!
Karl
Hi Karl,
Dir ist aber schon bewusst, daß sich der Hayden Primärkettenspanner fast vollkommen ungedämpft in seiner Führung bewegt (ein äußerst geringes Maß an Reibungsdämpfung dürfte vorhanden sein, allein, es ist sicher vernachlässigbar angesichts der im losen Kettentrum wirkenden Kräfte). Die Spanner der Nockenwellenketten sind jedoch ölgedämpft und dürften kaum ähnliche Bewegungen ausführen, wie das die Spannschuhe von Hayden tun (da wird die Kette nicht so doll prügeln können, da sie ständig "unter Druck" ist 😜).
Warum allerdings eine (neue) Kette sich erstmal einen Weg in die Spannschuhe fräsen muss, um dann letztendlich auch noch mit den Kettenlaschen auf dem Stahlträger des Spannschuhes zu landen, anstatt bereits im Neuzustand, fast verschleißfrei, mit den Rollen auf einem erhabenen Steg des Spannschuhes zu laufen, dürfte selbst den Amis nicht wirklich klar sein (oder sie glauben, in ihrer überheblichen Besserwisserei o. Ignoranz bzgl. bereits erarbeiteter, bewährter Lösungen, das Rad neu erfunden zu haben). Ich denke da z.B. sofort an Nockenwellenkettenspannerschuhe der Fa, für die Du arbeitest. Die hatten ein/zwei Laufstege für Simplex/Duplexketten, die Ketten liefen sofort!! mit den Rollen auf diesen Stegen, ohne absolut unnütz abgespantes Spannermaterial in den Ölkreislauf zu entlassen. Das verwendete Material (synthetisches Gummi/Perbunan/...???) zeigte auch nach längerer Betriebsdauer keinerlei "Pitting"??? o. thermisch bedingte Ausbrüche.
Das funktionierte so bereits vor 40+Jahren (und viel früher auch schon), wenigstens bei Rollenketten. Zahnketten sind da, zugegeben, schon was anderes, aber auch dafür dürfte es Lösungen geben (die letztendlich 1-2$Cent/Fzg mehr kosten und deswg. verworfen werden).
Grüße
Uli
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Hallo Uli,
mein Vergleich bezog sich auf die ungedämpften Spanner des TC88. Was die Spanner des TC96 betrifft hast Du natürlich Recht.
Mein Brötchengeber verbaut in den aktuellen Motoren sowohl Rollen- als auch Morse-Ketten. Beide natürlich mit den exakt dazu passenden Spannschuhen. 
Gruß
Karl 
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Gruß
Karl
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
27.000 km nach Erneuerung der Spannschuhe an meinem TC88 werden bei der Analyse des jüngst ausgewechselten Ölfilters erneut orangefarbene Verschleißprodukte sichtbar. Wer das überraschend findet hat diesen Thread nicht gelesen. 
Was bei Betrachtung der winzigen Partikel unter dem Mikroskop (Stecknadel als Größenvergleich) erkennbar wird, ist allerdings erwähnenswert! Deutlich ist zu erkennen, dass diese Partikel Ausbrüche aus der Oberfläche der Spanner sind. Die eine Seite der Ausbrüche ist eben (mit tw. sichtbaren Schleifrillen) und die andere gerundet. Ein schöner Beweis dafür, dass die Krater in der Oberfläche eines betagten Kettenspanners keine Ausschmelzungen sondern belastungsbedingte Pittings sind. 😁

Gruß
Karl 
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Gruß
Karl
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Danke für die Info.
Das bestätigt meine Vermutungen.
Als winzig würde ich die Größe aber nicht bezeichnen.
Über den Größenvergleich der Stecknadel (ca.0.5 mm) komm ich auf
eine Partikelgröße von bis zu 0,75mm !!
http://www.deep-south-customz.com
Gruss vom See
VAMOS
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wozu ‘nen sixpack, wenn ich ein ganzes Fass haben kann ?
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RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
vamos:
Als winzig würde ich die Größe aber nicht bezeichnen.
Über den Größenvergleich der Stecknadel (ca.0.5 mm) komm ich auf
eine Partikelgröße von bis zu 0,75mm !!

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Gruß
Karl
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Danke für die häßlichen Bilder, Karl 😁
Gruss Hans
I-mehl
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RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Sind es die TC 88 , deren NW-Kettenspanner schwerpunktmäßig betroffen sind ?
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Tauschen oder nicht? s. Bild. Der Austausch soll ca 540 € kosten Softail 2003 ca 25 Tkm. Ist das nicht etwas teuer?

Sollte der bereits getauscht werden? Bin für Tips dankbar 😁
Gruss
Mario
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Hallo Mario,
der gezeigte Spannschuh muss noch nicht ausgetauscht werden. Die Company schreibt einen Austausch dann vor, wenn Gleitschuh zur Hälfte (50%) durchgearbeitet ist. Was ich da sehe sind 20-30%
Wichtig ist aber, wie der hintere Schuh aussieht. Der verschleißt meistens (nicht immer) schneller als der vordere. Leider ist er schlecht einsehbar.
Ansonsten ist das eine Frage von Ermessen und Mut. Ich persönlich würde den Spanner noch 10.000km fahren.
Der aufgerufene Preis ist absolut o.k.: Zwei Spanner kosten zusammen ca. € 220,-. Der Rest ist die beträchtliche Arbeitszeit (>4h) plus Öl, neues Nockenwellenlager (geht beim Auspressen der NW kaputt) und Dichtungen.
Gruß
Karl 
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Gruß
Karl
RE: Verschleiß Nockenwellenkettenspanner
Moin, die Vorhersagbarkeit des Verschleisses ist nicht gegeben, d.h. die 1,5mm Abrieb am äußeren Schuh bedeuten nicht, daß die nächsten 25 Tkm nur weitere 1,5 mm Abrieb erwarten lassen, der innere Schuh muss noch gesichtet werden. Man muß erwarten , dass während der ersten 25 Tkm das Material nicht nur mechanisch belastet, also abgerieben wurde, die thermische Belastung hat das Material des Schuhes auch härter gemacht und läßt erwarten, das die Abriebfestigkeit nachgelassen hat. Ich würde präventiv vorgehen und sofort beide Schuhe wechseln oder die neuen hydraulisch gesteuerten Schuhe wählen. Das bedeutet aber: Wechsel der Nockenwellenplatte mit den neuen Schuhen und der neuen Ölpumpe (teuer) oder Austausch der Schuhe gegen gleiche Schuhe anderen Materials (http://www.harleydavidsontensioner.com/).
Bei geringem Schlag des rechten Kurbelwellenzapfens (weniger als 0,003 in) bietet sich der Umbau auf Zahnradantrieb an, dass ist auch recht teuer, zieht aber keinen Verschleiß nach sich und bietet jahrelangen ruhigen Schlaf, wenn man mit dem leichten Singen leben kann, ich kann!
Gruß, Armin.