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Gehäuse wie die BMW-2-Ventiler 36-96 brauchte. Die anscheinend Anfang der 70er ständig bekifften 3-Zylinder-Bauer bei Triumph lösten das allen Ernstes mit 2
SENKRECHTEN Trennfugen, dessen Produktionskosten Triumph endgültig in den Abgrund rissen (bei Gelegenheit gibt es ein Foto, als Beleg, dass auch bei anderen Angelsachsen wahnsinnige Lösungen drin sind
). Oder sie waren zu britisch-hochnäsig, sich einen kleinen deutschen 2 Zylinder-Zweitakter zum Vorbild zu nehmen. Nicht so die Japaner für ihre großen 4-Zylinder. Da konnten die abendländischen Motorradbauer bei den Produktionskosten nicht mehr mithalten, selbst wenn man von den japanischen Dumpinglöhnen einmal absieht. Tragisch, daß sich in Deutschland, wie so oft, kein Risikoinvestor für diese wegweisende Technik (genau wie für das Fax, das Internet ["BTX" in den 70ern von der Post] und so weiter, und so fort,) mehr fand. [off Topic: Tja, die traditionellen deutschen Risikoinvestoren hatte man 33-39 alle nach USA vertrieben ... Dort finanzieren sie bis heute halt geniale amerikanische Startups statt deutsche . So konnte z.B. nach WK II das vorher eher unbedeutende Hollywood an Babelsberg vorbeiziehen. In Deutschland hatten sie vorher riskante Startups wie eben Babelsberg, AEG, Horch (heute Audi), BMW und Hercules großgemacht]. Zurück zum Thema:
(die Fotos dazu habt Ihr ja bereits weiter vorne gesehen). Das getrennte Getriebegehäuse nach alter angelsächsischer Schule ist immer ein Topfgehäuse, in dessen Rückwand die rechten Getriebewellenlager stecken und in dessen Deckel die linken. Übrigens haben BMW´s Zweiventiler traditionell auch so ein getrenntes Topfgetriebe, nur eben genial ohne Primärübersetzung und -gehäuse direkt über die Kupplung auf das hintere Kurbelwellenende gesteckt.
).. Wegen der senkrechten Trennfuge zwischen beiden Zylindern hindurch hatten ALLE englischen Paralleltwins KEIN
Mittellager. Die (Durch-)Biegeschwingungen der Kurbelwelle im gemeinsamen oberen und unteren Totpunkt beider Kolben könnt Ihr euch sicher lebhaft vorstellen, zumal wegen der Zylinder nebeneinander die Pleuelfüsse vieeeel weiter voneinander entfernt und der gemeinsame durchgehende Hubzapfen vieeeel länger sind als bei BMW´s Boxer (nicht durchgehend, aber auch ohne Mittelllager) oder gar bei Harley. Ein Grund, warum alte englische Paralleltwins viiiiieeeel unzuverlässiger als alte Harleys mit ihrem kurzen, steifen einzylinderartigen Hubzapfen sind.Dieser Beitrag wurde schon 9 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 28.01.2017 20:43.
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montierte ("Die spinnen, die Engländer"). An diese "mittlere Hälfte" ist jetzt auch das Topfgetriebe angegossen, damit es nicht so weit weg ist vom Primär. 
Gehäuse für die Trockenkupplung aus dem Mini angeflanscht ist. Bei Harley´s Big Twins war wenigstens die Kupplung immer mit im Primärgehäuse untergebracht. Wenn ich hier von rechts im Bild nach links zusammenzähle (Da Motor von vorne dargestellt, im Motor von links nach rechts) , komme ich auf insgesamt 9 (in Worten. "NEUN"!!!) 

Gehäuseteile, während Hondas CB750 Vierzylinder nach Vorbild der Adler MB250 mit ganzen 2 (in Worten: "Zwei"!!!)
Gehäusehälften auskommt, nämlich einer oberen und einer unteren, trotz einem Zylinder mehr als die Triumph. Daß da die Produktionskosten die Triumph gegenüber der Honda ins ökonomische Abseits führen mußten, ganz abseits vom üblichen Lohn- und Umweltdumping der Japaner , und die Reparaturkosten wohl einsame Höhen erreichten, sowie das Öl aus den 9 Fugen troff; versteht angesichts dieser Wahnsinnskonstruktion wohl sogar der Nichttechniker.
Dieser Beitrag wurde schon 19 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 19.06.2017 17:57.
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.
. Natürlich haben wir auch S&S-Gusseisenzylinder genommen, damit die in Amiland nicht genormten Passungen zum Kurbelgehäuse vom gleichen Hersteller wenigstens stimmen. Die sind schon zum Ausschleifen weggegeben, damit sie perfekt auf Mass für die von uns gewählten Wisecokolben geschliffen werden. Gleichfalls zum Schleifen weggegeben ist die Originalkurbelwelle, die zusammen mit den Originalzylinderköpfen, Nockenwellen usw. in diesem Motor "weiterleben" soll, als Bindeglied zum Originalmotor. Das ist für Kumpel M besonders wichtig, der, Ihr erinnert Euch, ja von einer Reparaturschweißung des Originalgehäuses geträumt hatte. Das alles soll bis Ende Oktober inclusive großzügigem Zeitpuffer wieder bei uns sein, sodaß, wie oben besprochen, mit Beginn der Wintersaison der Wiederaufbau beginnen kann. Denn Ihr wißt ja: Winterzeit ist Großprojektzeit.
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 25.09.2016 16:28.
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. Eine Sporty ist rau, roh und laut, rank und schlank, gar nicht zufällig wie ein Starrahmenchopper. Genau deswegen wurden die in den 60ern nämlich auch gebastelt, um in Zeiten vor der Superglide Sportygewicht mit Big-Twin-Power zu kombinieren. Und tja, ich stehe eben auf Motorblöcke, die noch von Bill Harley himself konstruiert wurden. Welcher Big-Twinfahrer kann das von seinen seelenlos Catia-V5-konstruierten und ANSYS-berechneten Motor schon sagen?
Wegen dieser zutiefst beruhigenden Tatsache kann ich es jetzt und hier auch wagen, mich in aller Öffentlichkeit zu outen
:
.
natürlich uninteressant sind, sprich nur sehr kleine Zielgruppe der Technikfreaks. Wahrscheinlich deswegen habe ich von dieser Option hier im Forum auch noch nie was gelesen. Umso mehr ist es mir ein Anliegen, diese Alternative für Schwergewichte wie mich hier einmal vorzustellen. Weil natürlich auch diese Kits für das Durchschnittsgewicht ausgelegt sind, habe ich mir bewußt die Version für die längeren Gabeln der "C(-ustom)"-Sporties bestellt. Die Iron hat eine kürzere Gabel, für die der Standard 75-kg-Mensch natürlich auch einen Kit bekommt. Im Foto unten sieht man schön die Gasstoßdämpferkartusche oben in der Gabel, und darunter die Feder mit zwei verschiedenen Federraten (durch die weite = weich und enge = harte Wicklung erzeugt). In der Verpackung zwischen den Kits für beide Gabelrohre sieht man noch die "Vorspannfedern". Diese Federn federn eigentlich nicht, sondern erzeugen die Vorspannung der langen Federn. An den hinteren Federbeinen machen das die altbekannten drehbaren Stellringe.
gewickelte Serienfeder , weiter rechts den Dämpferkolben mit weißer Kunsstoffdichtung und ganz rechts auf der Dämpferkolbenstange die interessanterweise viel längere Original-Vorspannfeder. Die Originalfeder wird also deutlich stärker vorgespannt, und ist trotzdem so lasch!!!. Das Problem der Sportygabeln ist m.E. wie oben schon gesagt, aber weniger die Federung, sondern die absolut primitive Dämpfung (Foto 2 oben) Da gibt es nichtmal zwei Federpakete als Rückschlagventile für verschiedenen Durchmesser für den Ölstrom beim Ein - und Ausfedern, sondern nur ein archaisches Loch (Foto 2 oben rechts an der Seite der Dämpferstange)Dieser Beitrag wurde schon 3 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 30.09.2016 21:49.
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niterider 
. Nach dem Tanken krampft sich meine Bauchdecke nicht mehr in Erwartung des Gabeldurchschlagens zusammen, wenn ich über die Kante der Tankwanne fahre. Über die Bodenwellen der Autobahnen rund um Frankfurt geht die Vordergabel nun trocken, aber spurstabil wie die meiner Duc M750. Nix schlingern, nix bocken wie beim Rodeo. Ich jedenfalls empfinde dieses berechenbare trockene Ein- und Ausfedern als erheblich komfortabler und sicherer als der originale schwammigen Pussy-Pseudokomfort. In Kurven muss ich jetzt jedenfalls aufpassen, nicht zu ducatimäßig durchzustechen.
Dieser Beitrag wurde schon 13 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 30.09.2016 23:09.
zum zitierten Beitrag Zitat von niterider
(...)
Das befriedigt meinen sportlichen Ehrgeiz, die Sporty zum wartungsärmsten Motorrad aller Zeiten zu tunen. Beste Anlagen bringt sie ja schon mit. Nach Einbau eines K&N-Luffis bleibt jetzt praktisch nur noch
- Motor- und Getriebeölwechsel
- Primärkettenspannung prüfen, ggfs. nachstellen
- Zündkerzenwechsel.
(...)

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Grüßung Bernde
Roadrunner95 · 471 Posts
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Das Leben ist zu kurz für gummigelagerte Motoren und Ausgleichswellen. 
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), so dass der Laie fälschlich denkt, Hohlwelle und Hauptwelle wären eins, und so die Funktion des Getriebes nicht verstehen kann
. Das dem NICHT so ist, seht Ihr an Foto 4: Hier seht ihr, das die Hohlwelle (10) auf der Hauptwelle (2) auf den Nadellagern (23) und (24) rotiert. Die Hohlwelle trägt in Foto 1 und 3 am linken, in Foto 5 und 4 auf der wellenparallelen Verzahnung am vorderen Ende die Kupplungsnabe, und auf einem Lager den Kupplungskorb, an dessen Rückwand auch das Primärkettenrad befestigt ist. Die Vorgelegewelle ist in Foto 4 natürlich (17). Dafür ist in Foto 6 wiederum die Bezeichnung " 4th gear " FALSCH, weil dieses Zahnradpaar, wie eben schon gesagt, die gemeinsame Vorübersetzung der Gänge 1,2,3 ist
"humorigen" Bezeichnungen neigen die amerikanischen Ingenieure ja. Besser für den armen Harley-Schrauber
wäre es, wenn die Harley-Ingenieure die Funktion am Namen bereits klar erkennen lassende und damit humorlos typisch deutsche Bezeichnungen auf Englisch wählen würden. So muß der geplagte Schrauberneuling auch noch Harley´s idiotisches, weil nur Nachteile bringendes Fachchinesisch lernen, auch wenn er schon technisches Englisch beherrscht.
mit seitlichen Schaltklauen des 4. Ganges und der (namensgebenden) Hohlbohrung für das Nadellager der Hauptwelle innerhalb des Kranzes der Schaltklauen am rechten Ende, sowie an der Trägerplatte rechtwinklig anmontiert den Schaltscheibenmechanismus aus Foto 2. Mit den Schaltklauen wird praktisch das Nadellager überbrückt und die Hauptwelle fest an die Hohlwelle angedockt.
Die Amis nehmen es halt auch in ihren Dokumentationen nicht so genau mit der Stringenz und korrekten Benennung ...
Dieser Beitrag wurde schon 49 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 06.01.2017 16:40.
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Asgar · 1651 Posts
seit 18.04.2015
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zum zitierten Beitrag Zitat von Asgar
N'Abend niterider,
das interessiert schon, aber da müsste ich stets alle (mittlerweile 23) Seiten deines Threads durchblättern.
Ein kleiner Hinweis: "Habe Seiten x, y, z aktualisiert" oder so wäre toll. Aber kein Muss. Machst dir so schon viel Arbeit hier. Danke dafür.
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Aber vermutlich alles Geschmacksache 
Gute Fahrt!
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). Am rechten Hauptlagerzapfen sieht man die Schneckenverzahnung vom Ölpumpenantrieb, die beim TC wegrationalisiert wurde, weil hier die inneren Rotoren der beiden Pumpen gleich auf den Zapfen gesteckt werden (hatten wir weiter vorne). Technisch vom Antrieb, nicht von der Kühlung her besser und deutlich billiger. aber nicht mehr so richtig Harley, auch, weil dadurch zwangsläufig die Ölpumpen in den Motor wandern mußten. Wer dieses antike kostspielige Original-Harley-Motoren-Detail heute noch will, muss ... genau ... Sportster fahren. 


Der Zapfen ist direkt an die linke Hubscheibe angegossen (Stahlguss) und dann abgedreht. Das ist in der Tat wirklich abgedreht
. Um ein paar Ami-Taler (nix anderes heißt das Wort "Dollar") Produktionskosten zu sparen, muten sie ab Evo dem Besitzer zu, bei einem Defekt am linken Zapfen, z.B. an den Nuten für Primärkettenritzel oder Lichtmaschinenrotor oder an der Verschraubung von beiden ganz links im Bild (Risiko bei Jedem Zahnriemenwechsel!) auch die Hubscheibe für teuer Geld mittauschen zu müssen. Ich vermute, die Überlegung war: Ein Zahnriemenwechsel steht nur alle 50 TKm an, da können wir dem Kunden dieses Risiko zumuten.Dieser Beitrag wurde schon 6 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 18.10.2016 06:30.