Zunächst erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Klassiker! Taschen und Nieten sind immer Geschmackssache. Ein Umbau sollte dem Motorrad jedoch nicht den Charakter nehmen. Kasperbuden gibt's schon genug.
Bei solchen Themen sind eigentlich immer Leute am Start, die etwas zu den (wenigen) Schwächen vom EVO sagen. Äh, Tom..??! Hier ging's bisher um Allgemeines und um Dichtungen. Also: Anlasserfreilauf und Nockenwellenlager wären noch zu nennen. Es gibt hier genug Threads, die sich mit damit befassen. Das ist jedoch kein Grund zur Sorge, auch nicht die Dichtungen. Wenn ein EVO-Motor immer schonend warm gefahren wird (nicht zu lange mit dem "Choke"!) und spätestens alle zwei Jahre Primär- und Motoröl gewechselt werden, ist der eigentlich unkaputtbar. (Auch zum korrekten Ölwechsel wirst du hier was finden). Wenn du das Schalten verbessern willst, hilft ein vollsynthetisches Getriebeöl von Castrol (MTX 75W-140). Beschäftige dich auch mal mit dem Thema "Vergaser". Falls bei dir noch die Plombe über der Leerlaufgemischschraube zu finden ist, wirkt eine richtige Vergasereinstellung Wunder... Details hier:
Keihin CV-Vergaserkunde Ich gehe mal davon aus, dass bei dir der originale Keihin CV dran steckt. Grobe Orientierung: Leerlaufgemischschraube reichlich 2,5 Umdrehungen raus bei einer 45er Leerlaufdüse (die Manifold-Dichtungen müssen in Ordnung sein).
Prüfe auch mal, ob bei dir noch der originale Unterdruckbenzinhahn verbaut ist. Das ist ein idiotensicheres Feature für Ignoranten, die den Benzinhahn immer offen lassen. Hat aber den Nachteil, dass der Anlasser beim Kaltstart recht lange orgeln muss. Mann kann das ändern...
Grundsätzlich: Der EVO-Motor ist so ausgelegt, dass man viel selbst erledigen kann. Meist gibt man sich selber mehr Mühe als eine Werkstatt (Ölwechsel, Vergasereinstellung). Der EVO-Motor dankt es mit weichem Lauf ohne störende Vibrationen. Wer eine EVO als "Rüttelplatte" beschreibt, meint entweder Geschwindigkeiten ab 120 km/h oder hat bei der Vergasereinstellung was falsch gemacht.