extrem aufwendigen 4 NW mit Antrieb durch Zahnradkaskade besprochen. Ein Spiralantrieb für eine Lima sprengte dann wohl endgültig - zumal in der heraufziehenden Weltwirtschaftskrise - den Kostenrahmen, ...__________________
„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)
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Roadrunner95 · 471 Posts
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Übrigens, dass Spiel der Stößel in ihren Führungen war in Ordnung, bei einem Flatty nicht wirklich überraschend. Mangels Kipphebel wirken ja faktisch keine Seitenkräfte auf den Stößel, und bei Harley sind die Seitenkräfte durch die Rollen, die auf den Nocken abrollen ja auch bis auf eine winzige Lagerreibung faktisch genullt.
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Das Leben ist zu kurz für gummigelagerte Motoren und Ausgleichswellen. 
Inch 
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Übrigens, dass Spiel der Stößel in ihren Führungen war in Ordnung, bei einem Flatty nicht wirklich überraschend. Mangels Kipphebel wirken ja faktisch keine Seitenkräfte auf den Stößel, und bei Harley sind die Seitenkräfte durch die Rollen, die auf den Nocken abrollen ja auch bis auf eine winzige Lagerreibung faktisch genullt.
Das kann ich so nicht ganz stehen lassen. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und einen Freischnitt der Kräfte, die beim Aufwärtshub des Stößels wirken, angefertigt, die Reibkräfte hab ich jetzt mal vernachlässigt.
Wie man sieht ist der Kontaktpunkt zwischen Nocke und Rolle während des Aufwärtshubs außerhalb der Mittelachse. Durch den außermittigen Angriff der Kräfte und die somit auch nicht mehr horizontal verlaufende Tangente durch den Kontaktpunkt zwischen Nocke und Rolle entstehen ein Moment und seitlich wirkende Kräfte welche von der Stößelführung aufgenommen werden müssen.
Bild1: Das Komplette System, Drehsinn der Nocke im Uhrzeigersinn.
Bild2: Nocke und Rolle noch einmal einzeln Freigeschnitten.
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Roadrunner95 · 471 Posts
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Übrigens, dass Spiel der Stößel in ihren Führungen war in Ordnung, bei einem Flatty nicht wirklich überraschend. Mangels Kipphebel wirken ja faktisch keine Seitenkräfte auf den Stößel, und bei Harley sind die Seitenkräfte durch die Rollen, die auf den Nocken abrollen ja auch bis auf eine winzige Lagerreibung faktisch genullt.
Das kann ich so nicht ganz stehen lassen. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und einen Freischnitt der Kräfte, die beim Aufwärtshub des Stößels wirken, angefertigt, die Reibkräfte hab ich jetzt mal vernachlässigt.
Wie man sieht ist der Kontaktpunkt zwischen Nocke und Rolle während des Aufwärtshubs außerhalb der Mittelachse. Durch den außermittigen Angriff der Kräfte und die somit auch nicht mehr horizontal verlaufende Tangente durch den Kontaktpunkt zwischen Nocke und Rolle entstehen ein Moment und seitlich wirkende Kräfte welche von der Stößelführung aufgenommen werden müssen.
Bild1: Das Komplette System, Drehsinn der Nocke im Uhrzeigersinn.
Bild2: Nocke und Rolle noch einmal einzeln Freigeschnitten.
Hast Du das so mal nachgemessen oder eine Quelle, dass die Harleynocken seitlich versetzt zur Mittelachse der Stößel stehen? Ist jetzt keine rethorische Frage, denn wie Du zeigst, erzeugt das in der Tat unnötige Reibung und unnötigen Stößel/Stösselführungsverschleiss. So was würde ein Konstrukteur nur hinnehmen, wenn er die NW aus anderen Gründen (Platz, Zahnradantrieb) nicht mittig unter den Stößel kriegt, was ich mir bei der 4NW-Konstruktion in der Tat wegen den vielen Zahnrädern vorstellen kann.
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Roadrunner95 · 471 Posts
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Ist der Kontaktpunkt zwischen Nocken und Rolle bei „scharfen“ = fülligeren Nocken während des Aufwärtshubs noch weiter außermittig? Das würde die stärkere seitliche Belastung der Stößel und die Notwendigkeit von SE-Stößeln mit verstärkten Rollenlagern erklären.
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, beginnend bei der umgerüsteten Knucklehead bis zu den verschiedenen XR-Typen (Post unten von 16:27) , streng separierte Ansaugsysteme (Post unten von 16:27: der Yamaha Wildstar-Motor übrigens auch). aber bevor wir weiter abschweifen, erahnen wir im Foto 1, dass beide Ventile jeweils nur von einer Nocke betätigt werden, die die um 90 Grad versetzten Steuerzeiten durch um 90 Grad versetzt Schlepphebel mit Rollen abgreifen. Dieses Prinzip war damals gängig. Für die, die nicht von vorne mitgelesen haben, habe ich das Prinzip mit den Fotos im Post weiter unten von 16:27 nochmal hochgeholt (Foto 1: Scout SV-Motor, Foto 2: JAP-OHV-Motor).
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Dieser Beitrag wurde schon 10 mal editiert, zum letzten mal von motorcycle boy am 12.11.2018 13:17.
. Nun, als Vollblut-Ingenieur wusste er, dass das Kernthema eines VerBRENNungsmotors - "Überraschung" -
der BRENNraum ist. Wenn wir einen IOE-Brennraum (hier aus dem Rover 3-ltr. 6-Zylinder, der als 2,6 ltr noch bis 1986
gebaut wurde) ...
.
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Walter Davidson (nicht Bill Harley
) sah rot
als "Connie" ihm sein Konzept vorstellte , weil in seinem Gehirn die Rädchen liefen, was das alles kosten würde, und so ist überliefert, dass er "Connie" anschnauzte, er würde hier unerlaubt Geld und Zeit der MoCo verschwenden. Woraufhin der junge "Connie" 1925 seine Sachen packte, zu unserem I oben schon vorgestellten Ignaz Schwinn aus Hardheim im fränkischen Odenwald ging und in seinem Chicagoer Fahrradwerk die "kleine Harley" als "Excelsior Super X" rausbrachte. Man beachte die Farb- und auch ansonsten Stilgleichheit zu den Harleys dieser Epoche
. Ignaz Schwinn war so begeistert, dass er seinen bisherigen Harley-Klon gleich einstellte und voll auf die Super-X setzte. Als Nachfolger des grossen V-Twin kaufte er dafür für eine neue grosse Modellreihe die Firma Henderson mit ihrem Ace 4 - Vierzylinder auf, der später zur "Indian 4" wurde ...
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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von motorcycle boy am 11.11.2018 14:50.
Nun, bei dem optimierten Brennraum eines Motors mit hängenden Ventilen stieg die Leistung und damit auch die Temperatur des Auslassventils dramatisch, zumal solche Motoren ihr maximales Drehmoment bei höheren Drehzahlen hatten als SV- oder IOE-Motoren. Das Ventil wurde erheblich wärmer und beanspruchte sowohl Sitz als auch Führung erheblich stärker mit der Gefahr des Durchbrennens, weil es nicht genug Wärme über Führung und Sitze und gar keine über den nicht vorhandenen Ölkreislauf abführen könnte. Auch um die wärmebedingte Längung des Ventilschafts und damit die Reduzierung des Ventilspiels im Griff zu halten, ließ man die Auslassventile durchgängig an der frischen Luft laufen.
Beim Ironhead der Sportster war wegen des gusseisernen Zylinderkopfes wie beim Knucklehead die direkte Kühlluftumspülung des Auslassventilgehäuses ohnehin erforderlich gewesen, insofern ist der Shovelhead bei XL und Big-Twin die eigentliche Weiterführung von Bill Harleys Zylinderkopf - Konzept. Evo und Twin Cam sind eine Mischlösung, bei der man das Beste aus beiden Welten (deutsch und angelsächsisch) zu vereinen suchte.
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