Ob V-Twin auf der Dose steht oder nicht, ist zuweilen reines Marketing, muss also nicht unbedingt auf unterschiedliche Additiv-Rezepturen hinweisen (siehe Valvoline im unten verlinkten Testbericht). Das Beste und Lehrreichste, was ich dazu je gelesen habe, ist ein mittlerweile 7 Jahre alter Öl-Vergleichstest im Auftrag des amerikanischen Sportrider-Magazins.
Teil1 (Basiswissen):
www.sportrider.com/oils-well-ends-well-part-1
Teil2 (Labortest):
www.sportrider.com/oils-well-ends-well-part-2
Meine Erkenntnis aus den Labortests ist, dass die Aussage "mineralische Öle sind schlecht, synthetische sind gut" so nicht haltbar ist. In Schulnoten ausgedrückt, verdient ein gutes, vollsynthetisches Öl die Note 1, ein teilsynthetisches die Note 1-2 und ein mineralisches die Note 2. Ob man(n) mit der Note 2 zufrieden ist oder nicht, ist m. E. keinen Streit wert, sondern eher eine Frage des persönlichen Geschmacks bzw. Anspruchs. Dem Motor ist es relativ egal.
Hier mal drei prägnante Beispiele. Dabei ist in den Balkendiagrammen die
obere Gruppe mineralisch, die mittlere Gruppe teilsynthetisch und die untere (große) Gruppe vollsynthetisch.
Die Fähigkeit des Öls, saure, korrosionsfördernde Verbrennungsrückstände zu neutralisieren:
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Die Widerstandsfähigkeit gegen große Motorhitze (Gewichtsvergleich der Probe vor und nach dem "Kochen"):
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Und hier drei Beispiele für die Güte des Verschleißschutzes (gemessen wird die Tiefe der Verschleißnarbe nach dem Test):
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Wenn ich so lese, was ich geschrieben habe, frage ich mich mal wieder, warum ich teures Synthetiköl kaufe...🫤
Gruß
Karl
Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
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Gruß
Karl
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Karl H. am 02.11.2016 09:42.