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Geschrieben von michael_bn am 09.12.2025 um 23:12:

stark veränderte Kupplungseinstellung nach Pulley-Wechsel

Hallo in die Runde,
zwischenzeitlich habe ich erfolgreich den Riemen, sowie Pulley und Zahnrad an meiner Road King von 2008 gewechselt (s. auch Thread Öl im Lichtmaschinengehäuse - normal?)
Allerdings habe ich nach dem Einbau des Primärantrieb festgestellt, dass sich die Kupplungseinstellung ziemlich stark verändert hatte. Ich war davon ausgegangen, dass die Einstellung ziemlich ähnlich sein sollte wie vor dem Ausbau. Stattdessen musste ich, nachdem ich die Einstellschraube an der Kupplung korrekt eingestellt hatte, die Einstellschraube des Bowdenzugs deutlich nachstellen, denn der Kupplungshebel am Lenker hatte deutlich zu viel Spiel (statt der vorherigen ca. 3 mm, nun 10 oder mehr mm). Außerdem war mein Eindruck (der natürlich täuschen kann), dass die Einstellungsschraube etwas weiter aus der Kupplung herausragt, also vor dem Umbau.

Nach der Durchsicht des Werkstatthandbuchs und der Explosionszeichnung des Teilekatalogs dachte ich eigentlich, der Kupplungsmechanismus sei narrensicher, aber vielleicht ist er das ja gar nicht.
Zwei/drei Details seien noch erwähnt: 
- Die lange Druckstange kam beim Abbau zusammen mit der Kupplungseinstellschraube aus der Achse heraus - sie sah aber so gleichmäßig aus, dass ich mir keine Gedanken über die Einbaurichtung gemacht habe.
- Die Kupplung ist korrekt eingebaut und an ihrem Platz: Soll heißen, sie bildet eine Flucht mit dem Primärantriebsritzel auf der Kurbelwelle
- Bei gezogener Kupplung und eingelegtem (2.) Gang kann ich das Hinterrad drehen, das geht zwar schwer, aber es geht.

Hat hier vielleicht jemand eine Erklärung für die deutlich veränderte Einstellung des Kupplungszugs?
Bin für jeden Tipp dankbar!
Gruß
Michael


Geschrieben von Scirocco am 10.12.2025 um 01:27:

Fahr erst mal ein paar Hitze Zyklen mit dem Motor und den Grundeinstellungen, dann setzen sich Dichtungen und Bauteile final, dann erst die finalen Einstellungen machen.


Geschrieben von Moos am 10.12.2025 um 01:36:

Evt. hat die Grundeinstellung vorher nicht richtig gepasst und es wurde übern Zug korrigiert. Um wie viel musste die Einstellschraube an der Kupplung verändert werden nach der Rep.?

__________________
Moos

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Wer mit dem Gastgeber nicht klar kommt, sollte nicht hin gehen.


Geschrieben von FRN1985 am 10.12.2025 um 07:28:

zum zitierten Beitrag Zitat von Moos
Evt. hat die Grundeinstellung vorher nicht richtig gepasst und es wurde übern Zug korrigiert. Um wie viel musste die Einstellschraube an der Kupplung verändert werden nach der Rep.?

So wird es sein. 
Wenn die Kupplung funktioniert, keine Gedanken machen und Abfahrt! 

Oder: Dreh mal die Einstellschraube ne halbe Umdrehung raus und guck dir an, wieviel Spiel sich dadurch am Hebel ergibt. Da muss man natürlich deutlich mehr nachstellen als an der Schraube (Hebelgesetz Augenzwinkern).

__________________
Greetz
Franky


Geschrieben von michael_bn am 10.12.2025 um 10:11:

Hallo, guten Morgen,
vielen Dank für die prompten Rückmeldungen. Dazu ein paar Anmerkungen:
Die Grundeinstellung der Kupplung sollte vor dem Zerlegen einigermaßen gestimmt haben. Hatte sie bei der letzten Inspektion selbst eingestellt. Bei den letzten Fahrten ließen sich die Gänge problemlos einlegen, der Leerlauf war auch leicht zu finden. Nach dem Zusammenbau habe ich (natürlich) zuerst die Grundeinstellung an der Kupplung vorgenommen, und wie ich schon schrieb, schien mir die Einstellschraube weiter herauszustehen als vor dem Zerlegen.
Nach der Einstellung dort hatte ich am Kupplungshebel sehr viel mehr Spiel als vorher, erst nach ca. dem halben Hebelweg kam der Druckpunkt. Die Einstellschraube am Zug musste ich ca. 1,5 bis 2 (meine ich) Umdrehungen herausdrehen. 
Was das Setzen der Dichtungen betrifft: Zwischen dem hinteren Teil des Primärantriebsgehäuses und dem Getriebe ist gar keine Dichtung, die sich groß setzen könnte...
Gruß
Michael


Geschrieben von Schimmy am 10.12.2025 um 14:22:

zum zitierten Beitrag Zitat von michael_bn
Nach der Durchsicht des Werkstatthandbuchs und der Explosionszeichnung des Teilekatalogs dachte ich eigentlich, der Kupplungsmechanismus sei narrensicher, aber vielleicht ist er das ja gar nicht.
Zwei/drei Details seien noch erwähnt: 
- Die lange Druckstange kam beim Abbau zusammen mit der Kupplungseinstellschraube aus der Achse heraus - sie sah aber so gleichmäßig aus, dass ich mir keine Gedanken über die Einbaurichtung gemacht habe.
Die Ausrückstange hat KEINE bestimmte Einbaurichtung.
- Die Kupplung ist korrekt eingebaut und an ihrem Platz: Soll heißen, sie bildet eine Flucht mit dem Primärantriebsritzel auf der Kurbelwelle
Ob die Kette nun ein paar Zehntel aus der Flucht ist, wirst Du mit bloßem Auge nicht erkennen können..... Alles mit den vorgeschriebenen
Drehmomenten wieder montiert ? ? ?

- Bei gezogener Kupplung und eingelegtem (2.) Gang kann ich das Hinterrad drehen, das geht zwar schwer, aber es geht.

Hat hier vielleicht jemand eine Erklärung für die deutlich veränderte Einstellung des Kupplungszugs?

Moinsen,

So wirklich..... NEIN, außer vielleicht, dass die Ausrückstange (Nr. 5) nicht korrekt in der Bohrung des Oil Slingers (Nr. 4) sitzt.....

Greetz  Jo

__________________
Wenn man schon keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten Augenzwinkern

Stammtisch in Münster/NRW


Geschrieben von michael_bn am 10.12.2025 um 17:04:

... also, Panikattacke ist vorbei. großes Grinsen Ich habe den Deckel nochmal aufgemacht, die Einstellschraube gelöst, den Kupplungshebel hin- und herbewegt, die Einstellschraube wieder reingeschraubt, und das mehrmals. Dabei konnte ich sie dann etwas tiefer reinschrauben, so dass die Einstellschraube am Kupplungszug nun wieder in der Nähe der ursprünglichen Stellung ist. Jetzt fühlt sich alles richtig an. 
Und, um noch die eine offene Frage zu beantworten: Ja, hab' alle Schrauben und Muttern mit dem jeweils vorgeschriebenen Drehmoment angezogen.
Dank und Gruß
Michael