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Geschrieben von Elogan am 22.01.2013 um 18:31:


Ich habe jetzt einen kleinen Reisebericht zu meiner Fahrt durch Argentinien geschrieben.

http://g-homeserver.com/harley-davidson/212-reise-1-mit-der-harley-quer-durch-argentinien.html#post866

Danke Dir - super Bilder... und darf man nicht aus dem Fenster bei uns schaun smile


Geschrieben von blackwilli am 22.01.2013 um 18:37:

@Peter

An sich spricht nichts gegen einen Ölthermometer-Dip-Stick, auch wenn, wie Du richtig schreibst, an dieser Stelle das Öl schon etwas an Temperatur durch Abkühlung und Durchmischung in der Ölwanne verloren hat.

Rein aus dem Gefühl heraus, gehe ich mal bei hohen Außentemperaturen und geringeren Geschwindigkeiten (was ja hauptsächlich interessiert) von einer max. Abkühlung in der Wanne von vielleicht 10 K aus. Wenn man dies weis, spricht auch nichts gegen einen Dip-Stick.

Natürlich wäre es interessant zu wissen, wie hoch diese Differenzen wirklich sind. Daher werde ich das die kommende Saison mal an meiner Street Bob dokumentieren. Sie wird den digitalen Ölpeilstab bekommen und die Referenzwerte Temperaturen Zylinderköpfe vorn und hinten, Ölfilter, Ölwanne und Außentemperatur (sowie Fahrweise dazu) werde ich unterwegs mit einem Infrarotthermometer ermitteln.

Die Wertetabelle werde ich dann zu gegebener Zeit in einem neuen Thema hier einstellen.
Dann hat man mal ein paaar Fakten, über die man wirklich diskutieren kann.


Geschrieben von viczena am 22.01.2013 um 18:40:

Der Dipstick hat den Nachteil, das man ihn während der Fahrt nicht ablesen kann. Zudem braucht er immer ein bischen, bis er anzeigt. Und schon das runterbremsen und anhalten verändert die Öltemperatur signifikant.

Wenn ich mal verglichen habe, dann hat die Dipstick und die Ölthermometer Anzeige so gut wie gar nix miteinander zu tun....


Geschrieben von blackwilli am 22.01.2013 um 18:48:

Zitat von viczena
Wenn ich mal verglichen habe, dann hat die Dipstick und die Ölthermometer Anzeige so gut wie gar nix miteinander zu tun....

Siehst Du, das sind solche Aussagen, mit denen Du immer wieder aneckst. Augen rollen

Die Aussage schreit gerade zu danach, anzunehmen, dass Du Temperaturen in Ölthermometer zu Dip-Stick von sagen wir mal 140°C zu 100°C hattest ........ was ich niemals glauben würde, jedenfalls nicht bei der geringen Ölmenge und den dadurch gegebenen prozentualen Ölumsatz pro Minute.

Wenn Du mal ein paar tatsächliche Meßwerte angeben würdest .............

Aber wie gesagt, deswegen werde ich das mal selbst tun. Freude


Geschrieben von viczena am 22.01.2013 um 19:11:

Aber genauso ist es. Ich habe spitzentemperaturen von über 150°C, während der Dipstick nach anhalten, absteigen und drücken nur 115°C anzeigt...

Wenn ich damit anecke: seis drum. Ich werde deshalb nicht anfangen zu lügen...

Und es ist gut, dass du selber die Messwerte nachvollziehst. Je mehr das machen, desto objektiver werden die Daten sein. Und warum soll ich immer alles alleine machen???


Geschrieben von Zündstoff am 22.01.2013 um 20:01:

Wenn du die Temperatur, so wie von dir beschrieben, nahe der Zündkerze per Infrarot misst,

ermittelst du doch "nur" die Temperatur des Zylinderkopfes an sich (Temperatur des Metalls)

und nicht die des Öls, das sich dort ja nicht dauerhaft "aufhält", sondern zirkuliert !?


Geschrieben von blackwilli am 22.01.2013 um 20:14:

Zitat von viczena
Aber genauso ist es. Ich habe spitzentemperaturen von über 150°C, während der Dipstick nach anhalten, absteigen und drücken nur 115°C anzeigt...

Ok, jetzt fehlt nur noch, wo Du die Spitzentemperatur gemessen hast.

Zitat von viczena
Wenn ich damit anecke: seis drum. Ich werde deshalb nicht anfangen zu lügen...

Wer sagt, dass Du das sollst?
Es braucht eben echte, relle Meßwerte um diskutieren zu können.
Auch wenn ich Dich damit nerven sollte, ich akzeptiere halt nur richtige Meßwerte.
Wenn ein Student im Labor zu mir kommt und sagt "der eine Wert war hoch und der andere viel niedriger" .......... dann schmeiß ich ihn raus. fröhlich

Zitat von Zündstoff
Wenn du die Temperatur, so wie von dir beschrieben, nahe der Zündkerze per Infrarot misst,

ermittelst du doch "nur" die Temperatur des Zylinderkopfes an sich (Temperatur des Metalls)

und nicht die des Öls, das sich dort ja nicht dauerhaft "aufhält", sondern zirkuliert !?

Korrekt, die Kopftemperatur ist deutlich höher als die Temperatur des Öles, welches dort hindurch läuft.


Geschrieben von viczena am 22.01.2013 um 21:41:

zum zitierten Beitrag Zitat von Zündstoff
Wenn du die Temperatur, so wie von dir beschrieben, nahe der Zündkerze per Infrarot misst,

ermittelst du doch "nur" die Temperatur des Zylinderkopfes an sich (Temperatur des Metalls)

und nicht die des Öls, das sich dort ja nicht dauerhaft "aufhält", sondern zirkuliert !?

Richtig, aber die Zylinderkopftemperatur ist der wesentlich aussagekräftigere Wert. Die Öltemperatur folgt diesem mit Verzögerung.


Geschrieben von Neuling am 22.01.2013 um 23:04:

Zitat von viczena
Zitat von Zündstoff
Wenn du die Temperatur, so wie von dir beschrieben, nahe der Zündkerze per Infrarot misst,

ermittelst du doch "nur" die Temperatur des Zylinderkopfes an sich (Temperatur des Metalls)

und nicht die des Öls, das sich dort ja nicht dauerhaft "aufhält", sondern zirkuliert !?

Richtig, aber die Zylinderkopftemperatur ist der wesentlich aussagekräftigere Wert. Die Öltemperatur folgt diesem mit Verzögerung.

Gibt es einen Schlüßel für eine abgeleitete Kopf/Öltemperatur? Zum Beispiel: 250° Kopf = 150° Öltemp. und was sind normale (Kopf-)Temperaturen. Gibt es hier Vergleichswerte?

__________________
Street Glide Special Bj.2020
http://www.facebook.com/michael2611


Geschrieben von viczena am 22.01.2013 um 23:07:

nein. Ab 165°C Kopftemperatur (vorne) schaltet das EITMS den hinteren Zylinder zum Schutz des Motors ab. Bei US-Modellen ab 140°C.

Da das EITMS im Sommer relativ häufig eingreift kann man sich vorstellen, was da gerade im Motor abläuft.