zum zitierten Beitrag
Zitat von bestes-ht
So ist es! Nur bei direkter Draufsicht sind die Teile ordentlich zu erkennen, je weiter man seitlich davon abweicht nimmt die Erkennbarkeit erheblich ab! 😎
Die LED ist vor allem deswegen heller, weil sie das Licht stark fokussiert („mehr Photonen/Quadratmillimeter“) ein bisschen so ähnlich wie ein Laser, wo man, wenn man direkt reinschaut, ein Loch in die Netzhaut gebrannt bekommt, aber schon bei einem kleinen Winkel zur Lichtquelle nur noch einen schwachen roten Punkt sieht. Deswegen braucht sie viel weniger Strom. Das bedeutet im Umkehrschluß, daß es außerhalb des schmaleren Strahlkegels deutlich dunkler als bei der diffusen Glühwendel ist. Deswegen haben die Original-LED-Scheinwerfer der OEM auch mehrere einzelne LED‘s mit Prismen oder Linsen davor, um annähernd den gleichen Winkel ähnlich streuend auszuleuchten wie eine vergleichsweise stark streuende und damit gleichzeitig leuchtschwache „Glühwendel“. Trotzdem ist es dann rechts und links außerhalb der Ausleuchtung des OEM-LED-Scheinwerfers abrupt dunkel. Das verhindert bei Kurvenfahrt, daß ein vornewegfahrender Fahrer einen wahrnimmt (selber darauf hingewiesen worden) und im Dunkeln, dass man in Fahrtrichtung was sieht, was bei einigen Herstellern (allen voran BMW) zwangsläufig zu einer Weiterentwicklung zum Angebot eines von wegen KurvenABS ohnehin vorhandenen neigungssensorgesteuerten Zuschaltens von separaten „Kurvenfahrt-LED‘s“ geführt hat, was bei der klassischen Glühwendel niemals nötig war.
Die Mini-LED-Blinker haben nur eine LED, und folgerichtig sind sie außerhalb ihres sehr engen Strahlkegels nahezu unsichtbar. Deswegen hatten die serienmäßigen LED-Rückblinker an meiner XL-Iron MJ 10 auch so große Streuscheiben zur Erzeugung eines künstlich wieder verwaschenen Strahlenkegels (wie mittlerweile auch alle anderen OEM-LED-Blinker anderer Marken !!!) und waren für LED-Blinker recht lichtschwach. Die machen die OEM nur dran, damit sie rein aus Sicherheitsgründen während der Fahrzeuglebensdauer nicht mehr ausfallen wie Glühwendeln, denen naturgemäß öftermal während der Fahrzeuglebensdauer mit der Zeit das Vakuum abhanden kommt. Ich empfehle, einfach mal darüber nachzudenken , warum kein Hersteller „Kellermannartige Laserblinker“ verwendet, sondern alle ausnahmslos Streuscheiben vor LED-Blinkergehäusen in antiker Glühwendel-Reflektor-Dimension

. Nicht alles, was zulässig ist, will ein großer OEM auch verantworten

. Deswegen bauen sie auch keine durchaus zulassungsfähigen Extremchopper wie z.B. Kleinsthersteller wie Zero.
Ich habe die hässlichen OEM-LED-Blinker aus Design-Gründen an der XL trotzdem durch LED-Miniblinker ersetzt und fahre im vollen Bewußtsein, daß sie für Entgegenkommende genauso wie für auf der Parallelspur versetzt hinter mir her Fahrende schlecht zu sehen sind. Genauso wie man einen Extremchopper in vollem Bewusstsein genießen sollte, daß der insbesondere in Gefahrensituationen nicht so einfach zu fahren ist wie ein Serienbike. Und darauf will ich hinaus: Miniblinker ja, aber bitte sich klarmachen, was das für die eigene Sichtbarkeit an Einschränkungen mit sich bringt, und sich entsprechend verhalten.
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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)
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