Hi folks,
was lange währt...
ist jetzt auch endlich gut, jedenfalls für mich.
Darf ich vorstellen, meine „Neue“, kein leichtes Mädchen trotz leichterer „Bekleidung“:
Milwaukee Belle!
Was der Baukasten der Moco doch so alles hergibt...
Von FXST standard zu Milwaukee Belle:
- Deuce Tauchrohre mit Gabelbrücken, 2“ kürzeren Standrohren und progressiven Federn à la progressive suspension und Deuce fender vorne
- Tieferlegung hinten 2“ mit progressiven Federn von Eibach (sie tritt jetzt nicht mehr „hinterher“, sie tritt gleich direkt in meinen Steiß)
- hinterer fender Basis W&W plus einiges an Anpassungen, was kaum mehr sichtbar ist
- Abgasanlage HD-USA shotgun mit CPO Bearbeitung (kann ich unbedingt empfehlen, wenn jemand die preiswerte Lösung mit absolut geilem sound sucht)
- seitlicher Kennzeichenhalter aus Ebay, über den Hersteller schweige ich mal lieber aus, nur soviel: sein Werk war die Basis ...
- Hinterrad und Bereifung (4,5 x 17“ mit 160er Reifen) von street Bob, passt grad noch zwischen die originalen Heckausleger
- Tank,Dash und Kraftstoffpumpe FXST
- Street slammer Lenker von HD
- flames Griffe, Fußraster, Schaltpad, Bremspad aus aftermarket Zubehör, ebenso die verchromten Armaturen
- SE stage 1 Lufi-Gehäuse mit back plate und K&N Lufi
- PC III
- Kellermänner vorne und -Männchen hinten
- LED Rück-/Bremslicht mit 10 Dioden und E-Prüfzeichen von Tante Louise
- Bremsleitung vorne, Kupplungszug und Gaszüge OEM HD
- Bremsleitung hinten Spiegler
- Fußrastenverlängerung per kit mit Adapterplatten von Arlen Ness
- Lackierung „Luftfahrttauglich“ auf Wasserbasierenden Lacken
- struts gekürzt und mit den W&W Endstücken in unzähligen Handarbeitsgängen schweißen, schleifen, polieren, hartlöten - schweißen, schleifen, polieren, hartlöten - schweißen, schleifen, polieren, hartlöten - schweißen, schleifen, polieren, hartlöten....verchromen bei Meister Lange, Danke für den Tip Andreas alias Doodoo
Wo ich gerade beim Danksagen bin:
Vor ziemlich genau 13 Monaten bin ich mit meinen vagen Gedanken zu einem Umbau meiner FXST auf dieses, unser bestes Twincam-Forum gestoßen beim googeln.
Hier werden Sie geholfen! 👏 👏 👏
Von den vielen, deren Meinung, Ratschläge und kompetenter Rat dieses Projekt begleitet und überhaupt ermöglicht hat, möchte ich ganz besonders Peter alias silent grey (ehem. nighttrain fahrer) , Burkhard alias Vamos und Jörn alias fatboyfahrer danken.
Vor allem Peter war, wenn man diesen Vergleich zulassen will, Hebamme und Geburtshelfer in allen Lagen dieser langen „Schwangerschaft“.
In unzähligen und seeeeehr langen Telefonaten, umfangreichen Emails und vielen Vorschlägen hat Peter mich zum Erfolg geführt.
Nicht dass ich nicht die ganze Arbeit selbst erledigt oder wo nötig, koordiniert hätte, auch das Konzept hatte ich mal irgendwann gefunden, aber das gewusst wie kam meist von Peter.
Wir hatten durchaus verschiedene Vorstellungen, vor allem zum Ende zu vom Lack, aber letztendlich zählt nicht das 1:1 Übernehmen von Ideen, sondern der Austausch von technischen und handwerklichen Details, Ideen und Möglichkeiten.
Danken muss ich auch dem
„Edelstahl-Fritze“ (http://www.fritz-metall-art.de/assets/s2dmain.html?http://www.fritz-metall-art.de/index2.html ) für die Laserarbeit aus VA (poliert),
den Meistern und Vorarbeitern der Firma Eurocopter Deutschland GmbH (http://www.eurocopter.com/site/FO/scripts/siteFO_accueil.php?lang=EN ) in der Schweißerei, Lehrwerkstatt und Lackiererei
sowie dem Meister der Airbrush, Pierre Basgier (http://pbarts.jomagese.de/index.php?switch=main ) für die professionelle Umsetzung des Mottos dieses bikes auf dem hinteren fender.
Zu diesem Logo:
Die Zusammensetzung des Namens dürfte selbsterklärend sein, nicht so das Pinup und die Herkunft des ursprünglichen Namens.
Das Pinup war vom Altmeister dieses Genres, George Petty (http://www.thepinupfiles.com/petty.html ), einem Künstler, der für das amerikanische Esquire-Magazins arbeitete und später von dem noch bekannteren Alberto Vargas (http://www.thepinupfiles.com/vargas1.html ) getoppt wurde.
Die „Petty-und Varga-Girls“ waren ein stehender Begriff und fanden vor allem bei den Bomberbesatzungen der USAF im 2. Weltkrieg regen Zuspruch, die diese als Maskottchen unter dem Begriff „nose art“ an den Bug ihrer Maschinen pinseln ließen.
Mein Motto gründet auf der Geschichte der „Memphis Belle“ (http://www.memphisbelle.com/ ), eines B-17 Bombers der 8. Luftflotte der USAF, der Berühmtheit erlangte.
Das Pinup dazu war das Pinup „Telephone Girl“ von George Petty.
Wenn man der Geschichte glauben darf, kauften sich viele der amerikanischen Bomberbesatzungen nach dem Krieg von ihrer Abfindung Harleys. Vor allem Söhne aus den typischen kalifornischen Einwandererfamilien als Nachfahren der Goldrausch-Abenteurer waren unter diesen Kunden der Moco zu finden, aus welchen sich die Hells Angels formierten.
Diesen Kunden wiederum verdankt die Moco zu einem großen Teil den Fortbestand ihrer Existenz nach den katastrophalen Qualitätseinbrüchen unter der AMF Ära der 70er.
Diese Phase der schlechten Qualität hat den Ruf der Moco beim unkundigen Massenpublikum nachhaltig bis heute geschädigt (warum ist Qualität für ein Unternehmen so wichtig?!).
So schließt sich mit diesem Logo und dem Pinup der Kreis zwischen Luftfahrt und Harley, meinen 2 hauptsächlichen Hobbys bzw. meinem Beruf.
Ergebnis des Umbaus ist nicht nur eine geänderte, wie ich finde, gefälligere und stimmigere Optik, das tuning des Fahrwerks und der PCIII haben aus dem komfort-orientierten Cruiser eine absolut spurstabile, am Asphalt klebende und bedeutend besser drehende und Drehmomentstärkere Maschine gemacht, so mein bisherigere Eindruck über 200 gefahrene km.
Das Moped macht nur noch Spaß!😁😁😁
Viel Spaß beim Betrachten der Bilder, Kommentare, (konstruktive) Kritik und feedback sind erwünscht.
Ralph
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