@Rainer
=Trotzdem passieren Fehler in Entwicklung, Logik und auch in der Umsetzung als hard- und software.
Beispielsweise waren die ersten A320 Airbus (fly by wire) Flugregel-Computer so programmiert, dass man als Pilot erst einmal Mäuseklavier spielen musste, um einen gewissen Modus, in dem sich das Flugzeug befand, zu reseten, bevor man mit dem Schubhebel wieder Gas geben konnte.
Der tragische Absturz eines A320 bei Mühlhausen im Elsaß ist zu einem Teil der Kausalkette genau auf diesen Logikfehler irgendwelcher Weisskittel in steriler Laboratmosphäre zurückzuführen.=
Darüber wird immer noch verhandelt (nach 16?Jahren), ist wohl zu früh, ein endgültiges Urteil drüber abzugeben. Fakt ist doch aber, daß die Piloten das Flugzeug erst in eine Lage gebracht haben, in der der Bordcomputer das Zurverfügungstellen vollen Schubes wg. negativer Auswirkungen auf die Struktur verweigerte. Sowas wird‘s wohl immer wieder geben, nennt man "menschliches Versagen". Einem Kampfpiloten wird jederzeit ein Override zugestanden, der kann notfalls bei Mach2 Klappen setzen und dadurch eine "Vollbremsung" auslösen mit dem Risiko, nicht nur die Klappen zu verlieren. Bei zivilen Fliegern werden da sicher Hindernisse eingebaut bzw. noch mehr Elektronik zur Überwachung (im Airbus-Fall wurde das Fehlen des Ground-Radars bemängelt) des Flugmodus eingeführt. Alles mit mehrfacher Redundanz, aber niemals zu 100% sicher (wie der Birgenairabsturz, bei dem aller Wahrscheinlichkeit nach "nur" das Pitotrohr falsche Geschwindigkeitsangaben lieferte, die zum Abschalten von Autopilot u. Triebwerken und zum Überziehen der. Maschine führten. Keiner der drei Piloten/Bording. hat‘s bemerkt bzw. richtig gedeutet). Von modernen Autos behaupte ich mal, das einige davon für den Ottoinormalfahrer ohne Elektronik nicht mehr sicher zu beherrschen wären. Und sowas verfolgt uns natürlich auch in die Mopeds hinein.
Was Dein Beispiel mit dem Gaszug angeht, das hinkt wohl etwas. In der Wallachei steh ich mit einem gerissenen Gaszug ohne Ersatz genauso dumm da, wie mit einem verschlissenen Geber/Nehmer des "Elektrogases". Ohne Ersatz. Die Fuhre fährt in beiden Fällen nicht mehr

. Dafür erfordert die elektronische Variante gemeinhin weniger Aufmerksamkeit, nämlich gar keine 😁. Sieh‘s einfach locker. Trag einfach in Zukunft einen neuen Tachogeber mit Dir rum, dann brauchst Du ihn nie wieder. Hab ich ‘98 mit einem Kupplungszug so gemacht. Neu gekauft weil ich an baldiges Versagen der im Verstellerbereich angegammelten Seele glaubte. Letztes Jahr hab ich ihn dann endlich eingebaut, aber nicht weil der alte (erste, von 1991) Kupplungszug kaputt war, sondern nur, weil er mir zu stark verrostet war und ich den Eindruck hatte, er sei schwergängiger als gewöhnlich. Wenn meine neue Fatbob auch elektronische Gas hat, werde ich sie jedenfalls nicht auf Gaszüge umrüsten 😁.
Grüße aus H
Uli
Man kann sicher sein, daß die Amerikaner die richtige Lösung finden werden.
Nachdem sie alle anderen ausprobiert haben. (Winston Churchill)
Man kann nicht alles "idiotensicher" machen...immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere Idioten 
"Ich weiß alles... Ich kann mich nur nicht an alles erinnern"
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