Ein weiterer "Sargnagel" für die Lebensdauer der Akkus ist das extrem weit verbreitete Fehlverhalten der "Starter", die selbst dann, wenn der Anlasser den Motor gar nicht durchdreht (nicht kann, weil Öl zu dick, zu kalt, Kompression erhöht, Motorvolumen erhöht, ..., deswg. erhöhter Drhmomentanspruch an den armen Kerle), völlig unbeirrt den Finger auf dem Starterknöpfechen halten und drauf warten, daß sich da endlich was tut. Dummerweise ist der kleine Kerl ein "Reihenschlussmotor" (Strom durch einen Anschluss der Feld- o. Statorspulen rein, aus dem anderen raus, und, über eine Kohlebürste, dann über den Kommutator/mechanischen Wechselrichter in die Spulen auf dem (in diesem Fall nicht) rotierenden Anker rein, und über die zweite Kohlebürste zum zweiten Anschluß des gequälten Akkus raus.
Reihenschlußmotore zeichnen sich durch angenehme und unangenehme Eigenschaften aus. Angenehm ist, daß sie bei sehr niedriger Drehzahl ihr höchstes Drehmoment liefern, also optimal sind, um einen Motor zum Leben zu erwecken (vom Stillstand auf Drehzahl zu bringen, die Haftreibung u. das Massenträgheitsmoment der beweglichen Teile zu überwinden).
Unangenehm aber dabei ist, daß ein sich nicht drehender Anlasser (Reihenschlußmotor) im Stillstand, bzw. bei niedrigen Drehzahlen, die höchstmöglichen Ströme vom Akku fordert. Nur der ohmsche Widerstand von Stator- u. Ankerwicklungen entscheidet über die Höhe des Stromes, und deren Widerstand ist äußerst gering. Der Akku muß also, wg. des stupide den Startknopf drückenden "Starters" extrem hohe Ströme liefern (Gasungsgefahr, ausbröckeln von Plattenmaterial durch partielle Überlastung -Ausgasung im porösen Plattenmaterial usf.). Gleichzeitig "brutzeln" die Kohlen auf dem Kommutator rum und werden dadurch nicht nur selbst heftig gefordert, sondern "verbraten" auch noch die viel empfindlicheren (nicht ohne viel Aufwand) ersetzbaren Kupferkontakte des Kommutators.
Alles das absolut nicht lebensdauerfördernd, weder für den Kommutator, noch für die Kohlen, und schon gar nicht für den armen Kerle der da "Akku" genannt wird!
Knopf drücken, und, wenn sich nichts dreht, Knopf sofort loslassen und erneut drücken. Beim Loslassen spurt der Anlasser aus, wird lastfrei, beim erneuten Drücken nimmt er wieder Drehzahl auf und dreht beim erneuten Einspuren dann den Motor durch (einmal wieder Schwung geholt, und schon klappt‘s

).
Belastet den Akku nicht über die Maßen, belastet den Kommutator nicht durch unnötig hohe Ströme, schont die Kohlen, ...
Schont den Geldbeutel des "Starters" (seine "Kohle")!!!
Und nochmal:
Nicht die "Alarmanlage" an sich zieht extrem viel Strom. Sehr wahrsch. ist es (zum. bei eingeschalteter Alarmanlage) die Peripherie der Alarmanlage -nämlich der kleine, unscheinbare 9V-Akku, o. dessen Ladeautomatik- für die Stromversorgung der Sirene und des Alarmmodules, wenn denn der Hauptakku ausfällt.
Grüße
Uli
=Most motorcycle problems are caused by the nut that connects the handlebars to the saddle=
=Ich weiss, daß die Stimmen, die ich höre, nicht echt sind. Trotzdem haben sie manchmal gute Ideen=
=Man kann nicht alles idiotensicher machen. Immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere Idioten=
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