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niterider
, ich hab das 1989 schon mal gemacht, aber ich konnte mir seit damals nun wirklich nicht jedes Detail merken.Dieser Beitrag wurde schon 6 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 18:33.
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niterider
. Schon eine kurze Überlegung macht wohl jedem klar, daß so ein labiles Blechprimärgehäuse wohl kaum die beträchtlichen Krafteinwirkungen eines Kettenspanners aushalten kann. Ja wo haben sie ihn denn nun versteckt, den Kettenspanner?
Schaltgetriebe, das auf einer Trägerplatte montiert ist, die in Langlöchern am Rahmen verschraubt ist. Die Spannschraube ist im Vordergrund zu sehen. Sie zieht das Getriebe mitsamt Kupplung und damit dem Primärkettenrad auf dem Umfang des Kupplungskorbes nach hinten und spannt damit die Primärkette. Die Beibehaltung der Flucht zum Primärkettenritzel erzwingen die Langlöcher (wegen der Führung durch die Gewinde der Befestigungsschrauben mehr schlecht als recht, jedenfalls nicht maschinenbaulich exakt). Nach solch einer Aktion muß selbstverständlich auch die Sekundärkette nachgespannt werden. Für den hier mitlesenden Ahnungslosen, der sich einreden läßt, so eine Maschine ließe sich problemlos im Alltag bewegen, dürfte spätestens jetzt klar werden, daß ein Nachspannen der Primärkette ab dem Early Shovel einen Bruchteil der Arbeit darstellt, die hier für das gleiche Ergebnis aufzuwenden ist: Um die Befestigungssschraube ndes Getriebes an der Trägerplatte zu lösen, kommt man um eine Hebebühne und den Ausbau des Hinterrades eigentlich nicht mehr herum. Das war wohl auch der eigentliche Grund, warum Harley ab dem Early Shovel das Aluprimärgehäuse einführte, weil das die Kräfte des neuen, integrierten Primärkettenspanners aufnehmen konnte. Offensichtlich waren Harleys Weiterentwicklungen von 45 bis 80 von Kunden getrieben, die nicht mehr einsahen, daß ausgerechnet eine Harley als erster Langstreckentourer der Welt für den gleichen Wartungsbedarf den zigfachen Aufwand eines deutschen oder ab den 60ern japanischen Motorrades erforderte. Wir haben hier im Thread ja schon einige Beispiele gesehen. Übrigens, liebe Ahnungslose: von den 11 Schmiernippeln der Springergabel haben wir hier gar nicht mehr geredet, falls Ihr Euch in solche Schätzchen verliebt habt. Für ein Motorrad aus den Baujahren wie unsere Big Flatty könnt Ihr euch bei nennenswerten jährlichen km-Leistungen gleich noch eine komplette Werkstattausrüstung zulegen. Das amortisiert sich gegenüber den Fremdschrauberkosten bei solchen Maschinen recht schnell 
Dieser Beitrag wurde schon 5 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 18:36.
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niterider Dieser Beitrag wurde schon 6 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 18:41.
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) Wer glaubt, diese 60 - jährige Beibehaltung der Hauptabmessungen wäre eine spezielle Harleymarotte, sei eines Besseren belehrt:
Dieser Beitrag wurde schon 9 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 24.05.2016 18:10.
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. Ich glaube, allmählich versteht jeder, der mit der Anschaffung so eines äußerlich halbwegs passabel teilrestautierten Oldtimers liebäugelt, auf was er sich da einläßt. Bitte dann nicht der Werkstatt die Ohren volljammern, daß alles viel teurer als geschätzt wird. Wir haben auch keinen Röntgenblick, um skurrilen Extrempfusch von außen zu erkennen oder auch nur aus Erfahrung zu vermuten. Jedes neue Oldieprojekt birgt neue, ungeahnte Skurrilitäten, i.d.R., um Geld (am falschen Ort) zu sparen. Diese Reibscheiben z.B. können nicht mehr neu beschichtet werden. weil keiner weiß, welche Scherkräfte diese grundsätzlich unprofessionellen Schweißungen abkönnen. Daher müssen hier neue Trägerscheiben für die Kupplungsbeläge beschafft werden. Vielleicht stimmt unser Kunde ja auch einer modernen Scorpion Clutch zu, dieDieser Beitrag wurde schon 8 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 18:53.
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niterider Dieser Beitrag wurde schon 5 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 18:54.
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Wir nehmen gleichzeitig Primärritzel, Primärkette und Kupplungskorb ab.
Dieser Beitrag wurde schon 14 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 18:55.
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zu trennen und auf eine Scorpion Clutch (mit sichtbar viel mehr Nuten am Umfang der Stahlscheiben) umzurüsten.Dieser Beitrag wurde schon 10 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 18:59.
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. Wer meint, das alles selber machen zu können, ist wohl allein und ohne Freunde
, weil er ja keine Zeit für Irgendjemand haben kann.Dieser Beitrag wurde schon 8 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 19:05.
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. Zugrunde liegt die eigentlich richtige Überlegung, daß diese Schraubverbindung über die Jahre zwangsläufig extrem leiden muß, weil sie zum Sekundärritzelwechsel zigmal gelöst und wieder angezogen werden muß. Da Harley keine Angüsse zur Verlängerung der Gehäusegewinde und so auch gleichzeitig keine dickeren Gewindestärken in dem bröseligen Sandguß vorgesehen hat, müssen diese Gewinde spätestens beim 4. Sekundärritzelwechsel (Ihr erinnert euch, dazu muß der gesamte Blechprimär ab, weil erst DAHINTER das Sekundärritzel auf der Getriebehohlwelle sitzt) im Gehäuse ausgelutscht sein, vor allem, wenn ein Grobschlosser die Schrauben viel zu fest angeknallt hat. Ihr erinnert Euch sicher an die Stahlgewindemuffen, die wir hier in die linke Kurbelgehäusehälfte des Early Shovel eindrehen mussten. Die waren auch, wie immer, beim regelmäßigen Sekundärritzelwechsel überdreht worden. Diesen selbst für Laienaugen offensichtlichen völlig unterdimensionierten Murks an dieser heiklen Stelle hat Harley noch bis zum Ende des Late Shovel beibehalten, deswegen kann ich die hier in der Klassikecke immer mal wieder geäußerte großspurige Behauptung, man könne "mit Ahnung vom Schrauben" einen Pre-Evo problemlos im Alltag fahren, nur als dummen Angeberspruch werten, der wohl nur zur Befriedigung des eigenen Egos in Kauf nimmt, Ahnungslose mit Interesse an Harley-Oldtimern bewußt in die kostenträchtige Irre und damit in den Frust zu führen. So, das mußte endlich mal raus
. Die Stahlgewindemuffen sind ein zwangsläufig kompromißbehafteter Notbehelf, aber keine ingenieurtechnisch zufriedenstellende Lösung wie beim Evo. Wo kein ausreichendes Fleisch (erhöhte Wandstärke) an der linken Kurbelgehäusehälfte ist, kann man eben auch nachträglich keines hinzaubern.
Hat´s finanziell nicht mal für zwei 9/16 Sechskantmuttern gereicht?) befestigt wurde.
. Das heißt, das Gewinde in der Kurbelgehäusehälfte ist auch überdreht.
tricksen: Wir kloppen mit dem Hammer eine 3/4 Nuß auf den jeweiligen Vierkant, der durch diese Gewaltmethode richtig fest klemmt, und drehen nacheinander beide Vierkante mit der Ratsche los. Don´t try this at home !!!
. Da kann viel Kostenträchtiges, durchaus auch schmerzhaft, bei schiefgehen!
. Trotzdem werden wir die Bolzen vor dem Trennen der Kurbelgehäusehälften entfernen und, wie schon beim Early Shovel, die robusten Stahlgewindemuffen einsetzen, damit wir hier bedenkenlos den Abzieher verschrauben können.Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 19:13.
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niterider
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(hier kriegt doch jeder sein Fett weg
). Für die "Ganz-Genau-Hingucker": in das kleine Zahnrad vor dem Sekundärritzel rechts greift das Zahnsegment des Kickstarters ein.
.Dieser Beitrag wurde schon 8 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 03.06.2016 02:31.
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niterider Dieser Beitrag wurde schon 6 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 19:25.
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Dieser Beitrag wurde schon 10 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 12.05.2016 19:29.
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niterider Dieser Beitrag wurde schon 7 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 05.01.2017 18:27.
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niterider
) und war ab 1929 bis zu seinem ersten Ableben 1954 eigentlich immer klamm. Den Markenkern des auf dem Weltmarkt (!) in der Großserie immer noch alle Konkurrenten außer BMW in seiner Fortschrittlichkeit überragenden Indian - Triebwerksblocks wollte man zumindest von außen sichtbar nicht aufgeben, um nicht zur Harley-Kopie zu verkommen. Zur Kostensenkung ließ der neue Eigentümer Paul Dupont in den 30ern den Zahnradprimär stillklammheimlich durch eine Primärkette (im kurzen Aluprimär!) ersetzen (Nur so am Rande: dieses Layout hat übrigens auch erstmalig schon seit den 80ern der Evo und aktuell der Twin Cam
). Die Sattelfederung war aber der Harleysattelfederung wegen des nur ungünstig positionierbaren und damit Pogo Sticks mit hoher Losbrechkraft weiterhin in Komforthinsicht deutlich unterlegen. Also war man gezwungen, ohne viel Entwicklungskosten mittels einer Hinterradfederung gleichzuziehen, eigentlich eine Quadratur des Kreises. Indian hatte zwar schon ab 1913 bei dem Modell "500 cc Regular Model" eine Hinterradschwinge
angeboten, allein, bald stellte sich heraus, die damaligen Ketten waren der ständigen Längenänderung, die beim Ein- und Ausfedern wegen des Versatzes zwischen Sekundärritzel und Schwingenlagerung unweigerlich entsteht, auch nicht im Ansatz gewachsen. Selbst heute im Zeitalter der O-, X- , und Sonstwie -Ringketten erleiden Ketten durch das Ein- und Ausfedern bekanntermaßen ungleichmäßige Längungen auf dem Umfang, die trotz guten Verschleißzustands ihren vorzeitigen Austausch angeraten sein lassen.
. Ab der Duoglide , also 58 beginnt aber das volle Grauen, das erst mit dem Zahnriemen des letzen Late Shovel in der Sturgis, also 82, beendet wurde.Dieser Beitrag wurde schon 15 mal editiert, zum letzten mal von niterider am 30.06.2016 18:23.