Hallo Gemeinde,
ich benötige dringend Hilfe.
Habe im Januar 2013 eine gebrauchte 2012er Street Glide von Warrs in London gekauft. Besitzer war WARRS selber.
Diese war auf deren Homepage mit einem Exportpreis ausgepreist. Soll heißen, dass man als z.B. als deutscher Käufer keine englische Mehrwertsteuer entrichten muß bzw. diese nicht im Preis enthalten ist.
Nachdem ich hier im Forum festgestellt habe, dass wohl einige Member diesen Deal ohne Probleme mit Warrs bereits schon gemacht haben, habe ich die Maschine gekauft und nach Deutschland bringen lassen.
7 Monate später bekam ich dann ein Schreiben vom deutschen Finanzamt. Ich hätte ein NEUES Fahrzeug eingeführt und solle nun doch zwecks Umsatzsteuer-Erklärung einige Angaben machen.
Diese machte ich, gab die Kilometer und die Erstzulassung an, schrieb noch etwas, dass es sich nicht um ein Neufahrzeug handelt und schickte das Formular zurück.
Hier ist zu erwähnen, dass wenn ein Fahrzeug aus der EU stammt und bereits 6000KM auf der Uhr hat ODER mehr als 6 Monate im Erstland angemeldet war, keine Mehrwertsteuer mehr in Deutschland erhoben wird.
So weit so gut. Das deutsche Finanzamt hatte wohl ein Einsehen und hat sich seitdem nicht mehr gemeldet.
Nun bekomme ich ein Brief von Robert Warrs (Director), dass ich die deutsche Steuer nicht bezahlt hätte und er nun vom Englischen Finanzamt aufgefordert wird, eine Steuer zu bezahlen.
Habe Ihm dann meine Kopie der deutschen Steuererklärung geschickt und Ihm erklärt, dass selbst wenn ich wollte, der deutsche Staat mal ausnahmsweise nicht mein Geld haben möchte.
Auf meinem Vertrag steht zwar oben etwas von Sale of a new vehicle, aber es steht auch der Tag der UK- Erstzulassung und die Kilometer im Vertrag. Selbst in meinen deutschen Papieren ist ein Vorbesitzer eingetragen. Soll heißen, es ist nachweislich nicht ein neues Fahrzeug. Eine Steuer ist im Vertrag nicht extra ausgewiesen. Der Preis den ich bezahlt habe steht unter Grand TOTAL.
Auch hatte ich seinerzeit mit Dan Herold, dem Verkäufer der komischerweise nicht mehr bei WARSS arbeitet, die Abwicklung besprochen und er hatte mir bezüglich der Steuergeschichte nicht widersprochen.
Der Director von WARRS schreibt mir nun etwas von einem VAT 411 den ich unterschrieben hätte (habe nichts unterschrieben wo VTA 411 oben drüber steht) und das ich als Käufer mich dazu verpflichtet hätte, mich in Deutschland um die Steuer zu kümmern. Aber das habe ich ja getan, nur wollte das Finanzamt meine Kohle nicht. Somit müßte er jetzt die Steuer bezahlen bzw. ich solle Ihm doch bitte mal schnell mehrere 1000 Pfund überweisen.
Habe nun einen englischen Freund gebeten, mal direkt beim englischen Finanzamt anzurufen. Hoffe er hat dem Officer alles richtig erklärt, denn der sagte wohl, dass die englische Steuer immer eine Sache zwischen Verkäufer und engl. Finanzamt ist. Somit wäre ich anscheinend raus.
Ich denke, dass WARRS den Fehler gemacht hat, einen Vertrag zu verwenden auf dem oben als Überschrft etwas über den Verkauf eines Neuen Fahrzeuges steht. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass ein Finanzbeamter nicht weiter nach möglichen Kilometer- oder Zulassungs-Angaben geschaut hat. Das aber ist ja nicht mein Fehler und sollte dies der Grund der Aufregung sein, nicht mein Problem.
Gibt es hier jemanden, der mir sagen kann, wie sich die Sache für mich verhält bzw. gibt es andere Member die auch bei WARRS without TAX gekauft haben?
Bin für jeden Hinweis dankbar!!!!
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Der frühe Vogel kann mich mal
