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Ironhead: XLCH 1000 Stößelcover leckt

Ironhead: XLCH 1000 Stößelcover leckt

VoBi ist online VoBi · 160 Posts seit 07.02.2021
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Neuer Beitrag 13.05.2026 21:22
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Hallo Zusammen ! Nach langem hätte ich da mal wieder eine Fachfrage . . .hat ein Freund eine 1973'er XLCH 1000, wo ein Stoßstangenrohr extrem leckt, würden wir gern wissen, wie die Dichtringe an denen zu wechseln sind, was alles demontiert werden muss, um diese zu erneuern.
Vielen Dank für gute Hinweise mit vielleicht ein paar Bildern zur Unterstützung.
Gruß Ingo

Roller ist offline Roller · 472 Posts seit 27.11.2018
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Neuer Beitrag 13.05.2026 23:24
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N´abend,

ein hilfreiches Video könnt ihr hier ansehen,
bei Rückfragen nochmal melden.
Bei Erfolg gerne Bild(er) bei Ironhead Pics einstellen  großes Grinsen


Gruß
Roller
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Roller ist offline Roller · 472 Posts seit 27.11.2018
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Neuer Beitrag 13.05.2026 23:55
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Kurzanleitung, wenn man sich nicht überall anmelden möchte:

betroffenes Gabelrohr ausbauen
untere Ölablassschraube lösen/entfernen
obere Verschlussmutter öffnen
Feder entnehmen
nach mehrmaligem sanften Pumpen Restöl ablaufenlassen (ich messe die alte Brühe immer mal zur Kontrolle)
Tauchrohr nach oben herausnehmen
Dichtring erneuern nach vorheriger Prüfung, ob Gleitbuchsen noch Ok sind / mit altem Dichtring lässt sich der neue schön einsetzen
Zusammenbau entsprechend umgekehrt
etwas Gefühl beim Ansetzen der unteren Verschlussschraube mit neuem Dichtring
Gabelöl einfüllen nach Vorgabe bzw. vergleichen mit "Altöl-Menge" (daher gibt´s wet/dry Angaben im Rep.Buch)

Alles Tutti?
Gruß

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bestes-ht ist offline bestes-ht · 24555 Posts seit 10.11.2009
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Neuer Beitrag Heute, 07:43
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Bei dem Alter würde ich eine komplette Revision, Öl/Dichtringe/Gleitringe, durchführen.
Macht man i.d.R. im Winter, nicht zu Saisonanfang. 😉
Ich belasse zum Öffnen der Verschlussmutter oben, wie Ablassschraube und ggf. Halteschraube unten das Standrohr in der Gabel.
Das Standrohr etwas aus der oberen Gabelbrückenklemmung nach oben heraus ziehen, damit kein Druck auf das Gewinde wirkt.
Passendes Werkzeug und zwei drei kräftige Hammerschläge auf die Nuss um das Gewinde „aufzuwecken“ sind bei dem Alter nicht verkehrt.
Eine bessere Arretierung/Spannung ist sonst nur mit Zusatzwerkzeug zu realisieren.
Weiterhin fehlt der Hinweis dass das Standrohr in Tauchrohr mit einer Schraube von unten oder innen gehalten wird und gelöst werden muss.
Gleitringe Stand- wie Tauchrohr würde ich mit erneuern.
Rad, Fender, Bremssattel, Lampenschirm/-Maske müssten noch demontiert werden.

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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von bestes-ht am 14.05.2026 07:55.

Knut Schmidt ist offline Knut Schmidt · 453 Posts seit 06.08.2013
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Neuer Beitrag Heute, 08:24
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Hallo, Stoßstangenrohr ist ein nicht so gebräuchlicher Begriff. Vielleicht meint der Themenstarter kein Gabelbein, sondern das Hüllrohr von einem Ventilstößel, also das Stößelcover.

VoBi ist online VoBi · 160 Posts seit 07.02.2021
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Neuer Beitrag Heute, 08:47
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Oh Ja, sorry, hab' ich mich nicht korrekt ausgedrückt, meine ich natürlich das Stößelvover (Fachbegriff hatte ich nicht gewusst), also die mehrteiligen Schutzrohre zwischen Gehäuse und Kopf. Was muss für den Dichtringtausch abgebaut werden, suppt ein Schutzrohr unten extrem raus, soll da eine Federspannung beachtet werden, genaueres würde mir gerne weiter helfen.
Vielen Dank schon mal.

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bestes-ht ist offline bestes-ht · 24555 Posts seit 10.11.2009
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Neuer Beitrag Heute, 08:48
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😂👍

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Franz-REMCM ist offline Franz-REMCM · 2298 Posts seit 28.10.2021
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Neuer Beitrag Heute, 11:27
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zum zitierten Beitrag Zitat von VoBi
Oh Ja, sorry, hab' ich mich nicht korrekt ausgedrückt, meine ich natürlich das Stößelvover (Fachbegriff hatte ich nicht gewusst), also die mehrteiligen Schutzrohre zwischen Gehäuse und Kopf. Was muss für den Dichtringtausch abgebaut werden, suppt ein Schutzrohr unten extrem raus, soll da eine Federspannung beachtet werden, genaueres würde mir gerne weiter helfen.
Vielen Dank schon mal.

Ich hab dann mal die Überschrift angepasst 😂

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VoBi ist online VoBi · 160 Posts seit 07.02.2021
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Neuer Beitrag Heute, 12:28
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Danke, wird es mit der genaueren Überschrift hoffentlich mehr an hilfreichen Tipps geben.

motorcycle boy ist offline motorcycle boy · 2220 Posts seit 01.09.2018
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Neuer Beitrag Heute, 13:05
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zum zitierten Beitrag Zitat von VoBi
 .hat ein Freund eine 1973'er XLCH 1000, wo ein Stoßstangenrohr extrem leckt, würden wir gern wissen, wie die Dichtringe an denen zu wechseln sind, was alles demontiert werden muss, um diese zu erneuern.
Vielen Dank für gute Hinweise mit vielleicht ein paar Bildern zur Unterstützung.
Gruß Ingo

Damit ist dann wohl ein Hüllrohr um eine Stößelstange von Stößel zu Kipphebel gemeint.

Da habt Ihr aber nicht viel Ahnung von den alten Harleys, denn das ist eher eine der einfachen Übungen. Ist nicht abwertend gemeint: Ich hoffe Ihr seid gute Schrauber. Holt Euch einen Clymer, auch wenn er teuer ist. Sonst müßtet Ihr alle 4 Wochen in die Werkstatt. Das wird auf Dauer unbezahlbar und ihr habt kaum noch Fahrzeit in der Saison. Die Alternative ist einmal grundsanieren (lassen). Das lecke Hüllrohr deutet darauf hin, dass das nie /vor sehr langer Zeit passiert ist.

Nun zu Eurem konkreten Problem:

Das Hüllrohr umhüllt, wie der Name schon sagt, zusammen mit seinen Dichtringen und Spannfeder konzentrisch die Stößelstange. Also muss die raus, um da ranzukommen.
dicke Manschette zwischen oberem dünnerem Hüllrohr und unterem dickerem mit dem linken Daumen und Zeigefinger gegen ihre innere Feder runterdrücken. 

Eine sehr breiten Schraubenzieherklinge in den abstehenden Blechbügel des halbmondförmigen Distanzstückes stecken und dieses zu Euch hin heraushebeln.

Das obere dünnere Hüllrohr läßt sich durch die dicke Manschette teleskopartig in das untere dickere Hüllrohr schieben.

Das ganze zusammengeschobene Hüllrohrpaket nach oben an den Anschlag gegen die Rockerbox schieben und direkt unter seiner Unterkante mit einer Wäscheklammer um die Stößelstange gegen herunterfallen sichern.

Das gleiche mit allen anderen 3 Hüllrohren machen, als Vorausetzung, um die Ventilfeder des zu reparierenden Hüllrohres zu entlasten.

Beide Zündkerzen rausdrehen. Mit dem Kicker, dem Anlasser oder durch Vor- oder Zurückschieben des Bikes im 5. Gang die Nocke des Komplementärventils am anderen Zylinder so drehen, dass der zugehörige Stößel sich auf seine oberste Stellung schiebt. Leider muß ich das so kompliziert schreiben, weil Ihr uns nicht verraten habt, um welches Hüllrohr für welches Ventil an welchem Zylinder es sich handelt. Gemeint ist: Wenn es das Hüllrohr eines Auslaßventil ist, muß der Stößel des Auslaßventils am anderen Zylinder in seine oberste Position gebracht werden. Wenn es sich um das Hüllrohr eines Einlaßventils handelt, entsprechend. Wenn ihr das geschafft habt, könnt Ihr sicher sein, dass die Ventilfeder des Ventils des auszubauenden Hüllrohrs entlastet ist.

Das ist die Vorausetzung, um die Stößelstange mitsamt Hüllrohr entnehmen zu können. Schaut Euch nun die Stößelstange an: Sie Sitz mit ihrer unteren Halbkugel in einer entsprechenden Pfanne des Stößels. Diese Pfanne hat einen sechseckigen Rand, um sie als Ventileinstellschraube mit einem Gabelschlüssel drehen zu können. Löst ihre Kontermutter am Stößel und dreht sie soweit runter, daß Ihr die Stößelstange samt Hüllrohr seitlich aus der Pfanne herausheben könnt.

Jetzt tauscht Ihr alle Dichtungen und prüft, ob die Feder in der Manschette noch genug Spannung auf die Dichtungen und das Distanzstück bringt.

Im Prinzip geht das Ganze jetzt wieder retour.

Allerdings müßt Ihr nach Einsetzen von Stößelstange samt Hüllrohr und Dichtungen das Ventil wieder einstellen. Der XL-Motor hat archaisches „Hightech der dreißiger Jahre“, soll heißen, es gibt keine Möglichkeit, eine Fühlerlehre zum Einstellen des Ventilspiels wie bei einer alten Zweiventil-BMW irgendwo dazwischenzuschieben. Die Materialwahl des Motors ist daher so, daß er bei Ausdehnung durch höhere Temperaturen vom kalten Zustand aus das Ventilspiel immer größer wird, weil das Gußeisen von Köpfen und Zylindern einen größeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als die Summe von Stößel, Stößelstange und insbesondere Ventilschaft hat. WICHTIG: Diese Längenverhältnisse gelten nur für statische Temperaturzustände, ob kalt  oder heiß !!!! Das heißt, beim Warmfahren, i.e. dynamische Temperaturerhöhung, eilt die Längung des Auslaßventilschafts der Längung des Gußeisens vor, weil er vom Start weg von 1000 Grad C heißem Abgas umströmt wird und es lange dauert, bis die Verbrennungswärme das gut wärmespeichende Gußeisen durchgewärmt und so ausgedehnt hat, daß Zylinder und Kopf  die Längung des Auslaßventilschafts „überholt“ hat und somit Ventilspiel entsteht. Ihr müsst den Motor also immer mit niedrigen Drehzahlen behutsam über 20 km auf Betriebstemperatur bringen. Ein zu schnelles Aufheizen läßt die Auslaßventile wegen „Minusspiel“ offen stehen, sodaß sie sich nicht mehr durch Auflage am Ventilsitz abkühlen können und verbrennen oder verziehen. Jetzt wißt Ihr auch, warum BMW und Guzzi ab den Sechzigern auf Alu-Zylinder und -Köpfe gesetzt haben, weil die die Wärme schlechter speichern und sich beim Warmfahren schneller ausdehnen großes Grinsen

Das „Einstellen“ des betroffenen Ventils geht also ganz primitiv, weil ihr, wie zuvor erläutert, im kalten Zustand einfach auf Nullspiel einstellen müßt. Dazu wird die Stößelstange in Hüllrohrs, Manschette, Feder und Dichtungen gesteckt und mit ihrem Halbkugeln wieder in die obere Pfanne vom Kipphebel umd die untere Pfanne der Einstellschraube im Stößel eingefädelt.

__________________
„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von motorcycle boy am 14.05.2026 13:26.

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fährt: 2005er Softail Deluxe
Neuer Beitrag Heute, 13:16
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O.k., wie ich das der Erklärung auch entnehmen kann, muss ich oben am Zylinderkopf nichts abmontieren um evtl. nach oben was rausnehmen zu müssen, sondern kann alles seitlich heraus nehmen. Das wäre ja schön und ersbart viel Arbeit.
Vielen Dank der guten Erklärung, muss das Bike erstmal zu mir in meine gut ausgestattete Hobbywerkstatt, wo ich vieles an speziellen Werkzeugen/Vorrichtungen schon selbst konstruieren/fertigen konnte.

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