Hallo allseits!
TÜV / DEKRA:
1992 habe ich meine (ehemalige) XS650 komplett zerlegt und umgebaut, sowie von der Firma HM-Motorräder den Rahmen ändern lassen. Fender hi., Tank, Batteriekasten, Scheinwerferhalter etc. waren Eigenbau.
Nach Wiedermontage fuhr ich auf Empfehlung meines damaligen Nachbarn (Inhaber einer Traktorenschmiede / Fendt Vertretung) zu seinem Geschäftsfreund in den neuen Bundesländern (Fen Hong Kong Fui - Auto Händler = also Korea Automobile).
Der dortige DEKRA Mensch trug nach Überprüfung der Gutachten alles Wunschgemäß, mit Kugelschreiber, in den KFZ Brief ein.
In den Folgejahren TÜVte ich meine XS650 bei meinem Nachbarn (Fendt Vertretung).
2001 gönnte ich mir meine HD. Aufgrund von Schichtarbeit bot es sich dann 2003, bei der ersten TÜV Untersuchung an, wieder zu dem Korea Autohändler zu fahren.
Der damalige DEKRA Mensch stolperte dann auch gleich über die
nicht vorhandene Wellenprüflinie an Rücklicht & Blinkern.
Es gelang mir jedoch ihn zu überzeugen, daß dieses aber die original HD Erstaustattung ist. Schließlich steht ja auch irgendetwas sinngemäßes wie "zertifizierte Harley Davidson" im Tachometer...
Als nächstes wurde der Seitenständer moniert.
Ich versuchte ihm das "Funktionspatent" dieser Konstruktion auf die schnelle zu erklären:
Ständer wird in einem Langloch aufgenommen.
Wenn Ständer ausgeklappt, und Moped auf Seitenständer gestellt, verriegelt sich der Einklappmechanismus.
Wenn das Moped aufgerichtet wird (so daß der Seitenständer in der Luft ist), wird durch "Federkraft" die Verriegelung gelöst, und der ausgeklappte Seitenständer kann, angeschoben durch z.B. ein Hindernis, eingeklappt werden.
Der nette Zeitgenosse überprüfte danach auch erfolgreich die Funktion...
Oh Mann, man stelle sich das mal vor! Ein auf Asphalt kratzender, verchromter Seitenständer.
Mein Seitenständer!
Die Plakette wurde schließlich erteilt.
Aber von einem Wiedersehen mit diesem Menschen möchte ich lebenslang befreit sein!
So, nun 2 Jahre später, steht erneut TÜV an.
Also dieses mal wieder zu meinem (nun ehemaligem) Nachbarn (der mit der Traktorenschmiede) wegen TÜV.
Wie schon im Eingangsposting dieses Thread´s erwähnt, fiel diesem (sonst sehr verständnisvollem) DEKRA Ingenieur halt sofort die unterschiedliche Reifendimension auf.
OK, kann man verstehen. Es sollte schon alles stimmen, was auf irgendwelchen Gutachte bzw. Unbedenklichkeitsbescheinigungen steht.
Also, wurde der TÜV Termin sofort gecancelt.
Somit also auch keine Plakette, und keine Eintragung der Reifen. (Ich will nicht immer diese Unbedenklichkeitsbescheinigung mit mir rumschleppen müssen...)
Es fielen auch keine Gebühren an.
Also, telefonate mit meinem HD-Dealer.
Man kann dort nicht einfach von sich aus ein Gutachten bzw. eine Bescheinigung ergänzen. (von wegen Zusatz: "auf original Felge")
Nacher kristallisierte sich dann auch noch heraus, daß es gar keine Bescheinigung der von mir verwendeten Reifenkombination gibt. Es gibt nur die, die ich schon habe. Auch HD hat da leider keine weiteren Freigaben...
Es gab / gibt wohl für die EVO Bikes eine Freigabe für diese Kombination.
Da ich aber schon ein knappes Jahr, und über 3.000 km damit glücklich und zufrieden durch die Lande fahre, und die Reifen wunderbar auf der Straße "kleben", und
mein Vorderreifen ja eine Idee breiter ist, als der eigentlich vorgesehene, was sich ja ein bischen positiv beim Bremsen auswirkt (je breiter, desto mehr Aufstandsfläche

) (auch ist die Traglast meines Reifens größer

) Binn ich mit dieser Bereifung sehr zufrieden.
Mein Händler schlug vor, daß man diese Reifenkombination bei seinem Haus-TÜV eintragen lassen sollte.
Auf die Frage nach den TÜV Kosten (die Händler schlagen ja gerne noch ihren Obulus oben auf), meinte man, daß man das für mich kostenneutral mache. Ich zahle also nur die Gebühren die anfallen, ohne irgendwelche Aufschläge.
Da ich sowieso vorhatte die Reifen eintragen zu lassen, kann ich mit der nun anstehenden Lösung sehr gut leben.
Mit freundlichen Grüßen,
Jack
Früher war Heute alles besser...
anonym