Habe das mal nach den Grundregeln der Technischen Mechanik (Bauingenieure dürfen "Statik" sagen

) aufgedröselt und dargestellt:
Erläuterung:
- Die Bremskraft als äußere Kraft am System Vorderrad/Gabel greift mittig im Radaufstandspunkt an (kein Moment um die Lenkachse)
- Bei zentrisch zwischen den Tauchrohren sitzendem Rad wirkt in den Achsaufnahmen der Tauchrohre jeweils die halbe Bremskraft
- Das durch die Bremskraft erzeugte Moment um die Radachse wird (bei Scheibe links) ausschließlich auf das linke Tauchrohr übertragen
- Das rechte Tauchrohr "sieht" also lediglich die halbe Bremskraft, die am Achsaufnahmepunkt parallel zur Straße nach hinten drückt
- Das linke Tauchrohr "sieht"
zusätzlich das Bremsmoment, das als konstantes Biegemoment auf das Tauchrohr/Standrohr wirkt
- Das rechte Tauchrohr/Standrohr wird also "nur" durch ein vom Achsaufnahmepunkt zur Gabelbrücke linear zunehmendes Biegemoment belastet
- Das linke Tauchrohr/Standrohr wird durch dieses sowie ein zusätzliches, konstantes Biegemoment belastet
- In der Konsequenz wird sich der linke Achsaufnahmepunkt beim Bremsen stärker nach hinten bewegen als der rechte
q.e.d
Diese zusätzliche Belastung des linken Gabelrohres durch das Bremsmoment ist umso größer, je größer der Raddurchmesser ist (21er Trennscheibe...) und kann durch einen Rechtsversatz des Rades ausgeglichen werden. Bei Rechtsversatz verteilt sich die Bremskraft nicht mehr symmetrisch auf die Achsaufnahmen, sondern wirkt stärker auf das rechte Tauchrohr. Neben der verringerten Durchbiegung links und der verstärkten Durchbiegung rechts entsteht zusätzlich ein Lenkmoment nach rechts. Da den optimalen Kompromiss zu finden ist Aufgabe der Versuchsingenieure.
Gruß
Karl
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Karl
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Karl H. am 12.02.2012 19:24.