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Geschrieben von Joachim am 06.11.2011 um 21:13:

Zitat von Tolot
Zitat von Joachim
Bin der gleichen Meinung! Fräsen lassen und am besten mit dem Bike vorfahren, denn ich würde mich nicht auf ein Holzmodell einlassen. habe selbst Drehbank und Fräsmaschine hier. wenn du aus meiner Gegend kommen würdest, wäre es kein Problem es herzustellen.

Das ist ja alles gut und schön, aber wenn ich damit zum gewerblichen Profi gehe, dann nimmt die Sache auch finanzielle Dimensionen an, die mir nicht willkommen sind. Aus einem funktional ausreichenden q&d-Bastelprojekt wird so eine viel zu aufwendige Sache, mag sie auch optisch ansprechender sein. Sorry.

Es geht nicht nur um die Optik, sondern auch um die Sicherheit. ich möchte nicht während der Fahrt über meinen Fuß fahren, nur weil ich ein Cent sparen wollte. Erst bricht die Pedale, Du trittst ins Leere und verreißt den Lenker. Was dann kommt kann sich jeder selbst ausmalen! ;-)

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Gruß
Achim

 


Geschrieben von Adi66 am 06.11.2011 um 21:14:

zum zitierten Beitrag Zitat von Adi66
Wenn Du das Ende Deiner Halter-Konstruktion im Bereich der Aufnahme des Trittbrettes nach oben hin abrunden lässt (unten benötigst Du den rechten Winkel, damit Dir das Brett nicht nach unten wegklappen kann), kannst das Brett auch nach oben wegklappen. Wie gesagt, meines Wissens ist diese Montageart vergleichbar mit der Bauart diverser Soziusnachrüsttrittbretter. Ich versuche mal eine Explosionszeichnung zu finden und Dir anzuhängen. Dann wird es vielleicht etwas deutlicher. Augenzwinkern

Explosionszeichnung habe ich zwar auf die Schnelle nicht gefunden, allerdings mal ein Bild des in der Aufnahme oben abgerundeten Trittbrettadapters sowie eines von Nachrüsttrittbrettern, die ebenfalls nur über eine Aufnahme verfügen. Quelle: Custom Crome

Den auf den Bildern montierten, verstellbaren Trittbretthalter dürftest Du nicht mal benötigen, da Du an dessen Stelle gleich die Fußrastenadapter montieren, und diese dann mit der mopedseitigen Halterung verbinden kannst. Somit baut das Ganze nicht so breit und die Bretter können im Fall des Aufsetzens nach oben wegklappen.

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Geschrieben von Tolot am 06.11.2011 um 21:22:

Zitat von Joachim
Es geht nicht nur um die Optik, sondern auch um die Sicherheit. ich möchte nicht während der Fahrt über meinen Fuß fahren, nur weil ich ein Cent sparen wollte. Erst bricht die Pedale, Du trittst ins Leere und verreißt den Lenker. Was dann kommt kann sich jeder selbst ausmalen! ;-)

Natürlich hast Du recht: Die Konstruktion muß stabil sein. Aber ein Halter mit diesen Dimensionen - 30x12 oder auch "nur" 25x10 - mit dementsprechenden Auflegern für die Bretter bricht nie und nimmer. Die einzige Frage ist, ob die Befestigung an nur einer Stelle, nämlich in dem Fußrastenhalter, nicht etwas "schwammig" sein könnte. Aber die kommerziellen Lösungen, wie Adi die Bilder gepostet hat, sind insofern noch viel problematischer: da geht ein Winkel hoch, der andere wieder runter - wenn das praxistauglich ist, dann ist es die von mir skizzierte Lösung auch.
Ich habe den gesamten Umbau meines Moppeds selber gemacht und nichts machen lassen - der TÜV-Ing. hat bei der Abnahme nicht nur nichts bemängelt sondern sich auch noch anerkennend geäußert. Das zeigt mir schon, daß meine Überlegungen und deren Ausführung, auch wenn sie sich nur auf Heimwerken- und Bastelerfahrung gründen, wenigsten den Mindestanforderungen genügen.


Geschrieben von Moos am 06.11.2011 um 21:28:

Stimmt, den Haltearmen mit der Länge von den CC Teilen würd ich auch nicht trauen. Recht ungünstiger Hebel.

Moos

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Geschrieben von Adi66 am 06.11.2011 um 21:33:

Sehe ich auch so. Habe das Bild nur gepostet, um zu zeigen, dass es auch Lösungen gibt, die mit einem Aufnahmepunkt auskommen. Wenn Du mit dem kurzen Adapter direkt auf das Trittbrett gehst und den Verstellhalter weglässt, dürfte sich die Stabilität deutlich erhöhen.

Wenn Tolot also seine Halterung selbst bauen will, braucht er nur den Bügel ausreichend breit zu dimensionieren, eine Bohrung für den Adapter zu schaffen und in diesen ein Gewinde schneiden zu lassen. Alternativ kann er den kurzen Adapter auch mit dem selbstgefertigten Trittbrettbügel verschweißen, was die Stabilität deutlich erhöht und das Verdrehungsrisiko weiter reduziert.

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Geschrieben von Moos am 06.11.2011 um 21:41:

Hast Recht, habe nicht erkannt das die Teile verstellbar sind. Und Tolot hat jetzt ne ganze Menge Lösungsvorschläge, die er erstmal sortieren muß . großes Grinsen

Moos

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Geschrieben von Auspuffoptimierer am 06.11.2011 um 21:42:

Ich bin mir langsam sicher das hier so mancher junge Maschinenbaustudent noch seine Doktorarbeit abschreibt.
Der Knackpunkt ist doch die Aufnahme, egal ob gefräßt, geschweißt oder geschraubt.
Wenn du das Trittbrett nur mit deiner Ferse mit 20 kg belastest dann kommt auf die Halterung schon ein riesiger Hebelarm drauf, ich hätte bedenken das dies brechen könnte und ich bin eigentlich kein Bedenkenträger.

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Sind die Finger ölich bin ich fröhlich....


Geschrieben von Joachim am 06.11.2011 um 21:42:

Hi Tolot,

dann geht es dir wie mir und vielen anderen! Auch ich mache sämtliche Umbauten selbst. Komme zwar ursprünglich aus der Metallbranche (gelernter Maschinenschlosser mit WIG MIG MAG Schweißprüfungen), aber die Drehbank und Fräse ist Privat, da ich mir hier eine kleine Werkstatt eingerichtet habe, wo ich halt alles herrichte und vieles anfertige was man so brauchen kann ohne extra restlos überteuerte Preise zu bezahlen. Gerade Teile für Bikes finde ich extrem überteuert, da sie in der Herstellung manchmal nicht einmal 1 % von dem kosteten was dafür abkassiert wird.
ich fertige auch nebenbei Holmcover, sowie Spitzen oder Kappen für Verschraubungen an. Auch ALU Kühler usw. die ich für kleinere Preise verkaufe als alle bei Eb... usw. Ist eher eine Entschädigung für den Arbeitsaufwand, Material und Maschinennutzung. Augenzwinkern

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Gruß
Achim

 


Geschrieben von Moos am 06.11.2011 um 22:04:

@Auspuffoptimierer

So jung simmer nimmer und das MB-Studium zum Techniker ist auch schon ne Weile her. Prüfung bestanden, ohne abschreiben. Augenzwinkern

Wenn das CC-Teil hält, dann hält Tolot seins auch.

Moos

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Geschrieben von Tolot am 06.11.2011 um 22:51:

Zitat von Adi66
Sehe ich auch so. Habe das Bild nur gepostet, um zu zeigen, dass es auch Lösungen gibt, die mit einem Aufnahmepunkt auskommen. Wenn Du mit dem kurzen Adapter direkt auf das Trittbrett gehst und den Verstellhalter weglässt, dürfte sich die Stabilität deutlich erhöhen.

Wie gesagt, verstellbar muß es nicht mehr unbedingt sein. Es dürfte aber wohl egal sein, ob ich den Bügel an den Adapter schraube - das kann ich selbst machen - oder schweißen lasse.

Wenn Tolot also seine Halterung selbst bauen will, braucht er nur den Bügel ausreichend breit zu dimensionieren, eine Bohrung für den Adapter zu schaffen und in diesen ein Gewinde schneiden zu lassen. Alternativ kann er den kurzen Adapter auch mit dem selbstgefertigten Trittbrettbügel verschweißen, was die Stabilität deutlich erhöht und das Verdrehungsrisiko weiter reduziert.

Mit zwei M6 oder M8 verdreht sich nichts mehr.
Ach ja, wegen des direkten Anschweißens des Bretts: Ich vergaß, daß entlang der Mittelachse die mittleren Gummipuffer der Gummiauflage liegen. Die sind ziemlich breit (sieht man auf dem Foto) ... mit einem einfachen Winkel an dem Adapter komme ich nicht hin, dazu müßte ich die Gummipufferfestigung abschneiden, dadurch wäre die Gummiauflage nicht mehr fest -> scheidet aus. Der Winkel müßte also sozusagen zweigeteilt sein, vor und hinter dem Gummipuffer ... soszusagen zangen- gabel, u-förmig, sicher 10cm breit. Das würde ziemlichvkompliziert und ob das dann besser wäre als die "lange" Halterung ...


Geschrieben von Adi66 am 06.11.2011 um 23:09:

Zitat von Tolot

Wie gesagt, verstellbar muß es nicht mehr unbedingt sein. Es dürfte aber wohl egal sein, ob ich den Bügel an den Adapter schraube - das kann ich selbst machen - oder schweißen lasse.

<...>

Ich würde den Bügel in der Art des von Dir gezeigten Holzmodell herstellen lassen und dann den kurzen Adapter an diesen entweder anschweißen lassen oder aber mittels Bohrung und Gewinde versehen und den Adapter unter Einsatz von Loctite und Co einschrauben. Da Du bei der Bohrvariante mehr Fleisch an Deinem Bügel benötigst, um die gewünschte Stabilität zu erhalten, wirst du diesen an der Stelle der Bohrung ca. 1,5 breiter ausführen müssen, da Du ja durch die Bohrung das Material schwächst. Ich würde das Metallband in der Form eines auf den Kopf gestellten, langgezogenen Fünfecks vorher zuschneiden lassen. Somit hast du automatisch im Bereich der Bohrung zur Adapteraufnahme eine notwendige Breite des Flachbandes. Nach Außen hin würde es sich dann an der Unterseite verjüngen.

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Geschrieben von Tolot am 06.11.2011 um 23:21:

zum zitierten Beitrag Zitat von Auspuffoptimierer
Ich bin mir langsam sicher das hier so mancher junge Maschinenbaustudent noch seine Doktorarbeit abschreibt.
Der Knackpunkt ist doch die Aufnahme, egal ob gefräßt, geschweißt oder geschraubt.
Wenn du das Trittbrett nur mit deiner Ferse mit 20 kg belastest dann kommt auf die Halterung schon ein riesiger Hebelarm drauf, ich hätte bedenken das dies brechen könnte und ich bin eigentlich kein Bedenkenträger.

Mhm. Ich verstehe ... nun ja, die Fußrastenhalterung ist in der Tat vergleichweise zierlich ... andererseits kann Du nicht nur eine Seite berücksichtigen, das Ganze ist ja verschraubt. Und letztlich bleibt, daß auch die kommerziellen Nachrüstbretter genauso montiert werden. Bislang habe ich noch nie davon gehört, daß da etwas abgebrochen wäre.
Aber der Hebel ... korrigiere mich, aber ist maßgeblich hierfür nicht die Länge des Adapters?
Aber wie auch immer, wie es auch drehe und wende, eine Alternative zu meiner Ursprungskonstruktion gibt es nicht, und mit Ausnahme der Herstellung - also die Auflagen anschweißen anstelle Biegens - bleibt es wohl oder übel dabei.


Geschrieben von Adi66 am 06.11.2011 um 23:40:

Zitat von Tolot

<...>

Aber der Hebel ... korrigiere mich, aber ist maßgeblich hierfür nicht die Länge des Adapters?
<...>

Da hast Du Recht. Maßgeblich ist einmal die Länge des Adapters, wie aber auch andererseits die Länge der Trittbretter. Es wirken unterschiedliche Belastungen. Einmal durch die Kräfte, die durch den "Wippeffekt" des Trittbrettes auf die Aufnahme auftreten und zum Verdrehen der Aufnahme führen und zum Anderen die Kräfte, die durch die Gesamtbelastung von oben auf die Trittbretter wirken. Ersteres lässt sich durch eine solide Ausführung der Aufnahme kompensieren, Letzteres durch einen möglichst kurzen Adapter wodurch der Hebel dann verkürzt wird.

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Geschrieben von Tolot am 07.11.2011 um 00:36:

Zitat von Adi66
Ich würde den Bügel in der Art des von Dir gezeigten Holzmodell herstellen lassen und dann den kurzen Adapter an diesen entweder anschweißen lassen oder aber mittels Bohrung und Gewinde versehen und den Adapter unter Einsatz von Loctite und Co einschrauben. Da Du bei der Bohrvariante mehr Fleisch an Deinem Bügel benötigst, um die gewünschte Stabilität zu erhalten, wirst du diesen an der Stelle der Bohrung ca. 1,5 breiter ausführen müssen, da Du ja durch die Bohrung das Material schwächst.

Ich wollte den Adapter im Bereich der Fußrastenaufnahme entsprechend deren Maße, also 11,8mm breit, 2cm tief und 3cm hoch ausführen. Darunter, wo der Bügel angeschraubt wird, soll er ebenfalls 3cm hoch sein aber 2cm breit. Diese Fläche - 2x3cm - bei einer Dicke (Tiefe) von 2cm sollte für zwei M8-Verschraubungen genügen. Kann man natürlich auch auf 3cm Breite vergrößern, ist nicht so viel mehr Aufwand.

Ich würde das Metallband in der Form eines auf den Kopf gestellten, langgezogenen Fünfecks vorher zuschneiden lassen. Somit hast du automatisch im Bereich der Bohrung zur Adapteraufnahme eine notwendige Breite des Flachbandes. Nach Außen hin würde es sich dann an der Unterseite verjüngen.

Die Befestigung ist nicht exakt in der Mitte, wie man auf dem Foto sieht - ca. 1,5cm hinter der Mitte. Aber die anzuschweißenden Auflagen der Bretter sollten schon 25 bis 30mm hoch sein - die Halter unter den Brettern haben etwas mehr als 3cm Höhe, und da die Auflagen ja angeschweißt werden müssen sind die ca. 20 mm Höhe, die sie wegen der Befestigungsbohrungen für die Bretter mindestens haben müssen, vielleicht etwas knapp, oder? Je höher destso besser (übrigens kann ichdie Auflagen wegen der 7mm-Befestigungsbohrungen für die Bretter nicht anschrauben, also in jedem Fall schweißen, da biegen bei dieser Materialstärke, wie ihr meint, nicht geht). Insofern müßte ich es ohnehin bei der durchgehenden Höhe des Bügels von 25 oder 30cm belassen (ist auch einfacher herzustellen).

Ersteres lässt sich durch eine solide Ausführung der Aufnahme kompensieren, Letzteres durch einen möglichst kurzen Adapter wodurch der Hebel dann verkürzt wird.

Der Bügel soll ja direkt unterhalb der Fußrastenaufnahme beginnen. Die Fußrastenaufnahme ist 3cm hoch (die Mitte der Bohrung liegt 1cm vom oberen Rand), der Bügel nochmal 3cm, daraus folgt die minimale Höhe von insgesamt 6cm. Der Bügel muß unterhalb der Fußrastenaufnahme liegen, weil die Bretter sonst (für meine Beinlänge) zu hoch liegen.


Geschrieben von Joachim am 07.11.2011 um 08:13:

Zitat von Tolot
Zitat von Auspuffoptimierer
Ich bin mir langsam sicher das hier so mancher junge Maschinenbaustudent noch seine Doktorarbeit abschreibt.
Der Knackpunkt ist doch die Aufnahme, egal ob gefräßt, geschweißt oder geschraubt.
Wenn du das Trittbrett nur mit deiner Ferse mit 20 kg belastest dann kommt auf die Halterung schon ein riesiger Hebelarm drauf, ich hätte bedenken das dies brechen könnte und ich bin eigentlich kein Bedenkenträger.

Mhm. Ich verstehe ... nun ja, die Fußrastenhalterung ist in der Tat vergleichweise zierlich ... andererseits kann Du nicht nur eine Seite berücksichtigen, das Ganze ist ja verschraubt. Und letztlich bleibt, daß auch die kommerziellen Nachrüstbretter genauso montiert werden. Bislang habe ich noch nie davon gehört, daß da etwas abgebrochen wäre.
Aber der Hebel ... korrigiere mich, aber ist maßgeblich hierfür nicht die Länge des Adapters?
Aber wie auch immer, wie es auch drehe und wende, eine Alternative zu meiner Ursprungskonstruktion gibt es nicht, und mit Ausnahme der Herstellung - also die Auflagen anschweißen anstelle Biegens - bleibt es wohl oder übel dabei.

Ich habe es schon mehrfach gelesen, das zu schwach ausgelegte Fußrasten abbrachen. Ist im vl1500.de Forum nachlesbar!
Das Prinzip, wie deine Holzkonstruktion ist, finde ich nicht verkehrt. Nur wie gesagt, es muß vernünftig gefertigt sein.

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Gruß
Achim